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Studie: Gesunder Lebensstil kann Alzheimer um Jahre verzögern

01.03.2026 - 08:30:55 | boerse-global.de

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass ein gesunder Lebensstil mit Ernährung, Bewegung und geistiger Aktivität Alzheimer um Jahre verzögern kann. Bis zu 45 Prozent der Fälle wären vermeidbar.

Studie: Gesunder Lebensstil kann Alzheimer um Jahre verzögern - Foto: über boerse-global.de
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Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, wie stark der Alltag das Demenzrisiko beeinflusst. Eine Ende Februar im British Medical Journal veröffentlichte Studie und Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) belegen: Ein gesunder Lebensstil kann Alzheimer um Jahre aufhalten oder sogar verhindern. Experten schätzen, dass bis zu 45 Prozent aller Demenzerkrankungen durch anpassbare Faktoren vermeidbar wären.

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Fünf Säulen für ein langes Leben ohne Demenz

Die im BMJ veröffentlichte Untersuchung definiert fünf zentrale Säulen: eine gehirngesunde MIND-Diät, regelmäßige geistige Aktivität im Alter, mindestens 150 Minuten Bewegung pro Woche, Nichtrauchen und moderater Alkoholkonsum.

Wer vier oder alle fünf Gewohnheiten lebt, hat ein deutlich geringeres Alzheimer-Risiko. Die Auswirkung auf die Lebensqualität ist enorm: 65-jährige Frauen mit sehr gesundem Lebensstil haben durchschnittlich 21,5 weitere Jahre ohne Alzheimer vor sich – bei ungesund lebenden Frauen sind es nur 17 Jahre. Männer gewinnen sogar 6,4 gesunde Jahre hinzu.

Gehirn-Training als lebenslanger Schutzschild

Eine weitere aktuelle Studie des Rush University Medical Center unterstreicht die Macht des lebenslangen Lernens. Fast 2.000 ältere Erwachsene wurden durchschnittlich acht Jahre lang begleitet.

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Das Ergebnis: Menschen, die ihr Gehirn von Kindheit an durch Lesen, Schreiben oder das Lernen neuer Sprachen forderten, hatten ein um 38 Prozent geringeres Alzheimer-Risiko. Die Forscher vermuten, dass diese mentale Stimulation eine kognitive Reserve aufbaut, die altersbedingten Abbau besser abpuffert.

Zwei Tassen Kaffee am Tag senken das Risiko

Sogar die tägliche Tasse Kaffee rückt in den Fokus der Prävention. Die DGN bezog sich kürzlich auf eine große Studie im Fachmagazin JAMA mit über 130.000 Teilnehmern.

Demnach senken zwei bis drei Tassen koffeinhaltigen Kaffees täglich das Demenzrisiko um etwa 18 Prozent. Bei entkoffeiniertem Kaffee zeigte sich dieser Effekt nicht. Experten wie DGN-Generalsekretär Professor Peter Berlit führen den Schutz auf eine Kombination aus Koffein und entzündungshemmenden Pflanzenstoffen zurück.

Warum Vorbeugung immer wichtiger wird

Angesichts einer alternden Gesellschaft warnen Gesundheitsexperten vor einer Verdreifachung der Demenzfälle bis 2050. Da es keine Heilung für fortgeschrittene Alzheimer-Erkrankungen gibt, ist Prävention die wirksamste Waffe.

Die Botschaft der aktuellen Studien ist klar: Es ist nie zu früh, mit der Vorsorge zu beginnen. Entscheidungen in der Lebensmitte stellen die Weichen für die Gehirngesundheit im Alter. Die Kombination aus gesunder Ernährung, Bewegung und geistiger Fitness wirkt synergistisch – der Schutz ist größer als die Summe der Einzelteile.

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