Studie, Gehirntraining

Studie: Gehirntraining repariert Hirnverletzungen

21.02.2026 - 11:00:12 | boerse-global.de

Eine neue Studie beweist, dass gezieltes Gehirntraining die weiße Substanz im Gehirn physisch verändern kann. Forscher der NYU Steinhardt zeigten, dass computergestütztes kognitives Training bei chronischen Hirnverletzungen nicht nur die Denkleistung verbessert – es repariert auch die Nervenbahnen. Diese Erkenntnis könnte die Behandlung von Millionen Patienten revolutionieren.

Im Zentrum steht die Arbeit von Gerald Voelbel von der NYU Steinhardt. Sein Team trainierte Erwachsene mit chronischen traumatischen Hirnverletzungen (TBI) mit einem speziellen Computerprogramm. Mit bildgebenden Verfahren maßen sie anschließend die Struktur des Gehirns.

Das Ergebnis: Die weiße Substanz veränderte sich messbar. Diese Nervenfasern verbinden verschiedene Hirnregionen wie eine Verkabelung. Nach einer Verletzung sind sie oft geschädigt, was zu langsamem Denken und Konzentrationsproblemen führt. Das Training stärkte diese Verbindungen offenbar wieder. Die Verbesserung von Verarbeitungsgeschwindigkeit und Gedächtnis korrelierte direkt mit den physischen Veränderungen.

Ende der absoluten Ruhe

Diese Studie fällt in eine Woche, in der auch die University of Utah neue Richtlinien zur Genesung bei Gehirnerschütterungen vorlegte. Die Medizin bewegt sich weg von der strikten „Ruhe-Doktrin“. Statt kompletter Isolation in dunklen Räumen empfehlen Experten nun ein abgestuftes Aktivitätsmodell.

Das Gehirn braucht demnach gezielte Reize, um sich neu zu organisieren. Besonders vulnerabel sind junge, sich noch entwickelnde Gehirne und weibliche Athleten. Für sie fordern die neuen Protokolle eine streng überwachte Rückkehr zum Sport, um Zweitverletzungen zu vermeiden.

Präzise Diagnose als Grundlage

Die neuen Therapieansätze bauen auf besserer Diagnostik auf. Seit 2024 ist in den USA ein Blutschnelltest von Abbott verfügbar, der innerhalb von 15 Minuten spezifische Hirnverletzungs-Biomarker nachweist. Seit Mai 2025 ergänzt ein neues Klassifikationssystem der NIH die grobe Einteilung in „leicht“, „mittel“ oder „schwer“.

Dieses Framework berücksichtigt Biomarker und bildgebende Befunde. Es hilft Ärzten, jene Patienten präziser zu identifizieren, die von den nun validierten Trainingsmethoden profitieren könnten.

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Das Zeitfenster für Behandlung

Wie dringend neue Therapien sind, zeigt eine Analyse von über 100 Millionen Patientendaten aus Ende 2025. Patienten, die innerhalb einer Woche nach einer mittelschweren bis schweren Hirnverletzung behandelt wurden, hatten ein um bis zu 41 Prozent geringeres Risiko, später an Alzheimer zu erkranken.

Das therapeutische Fenster ist also begrenzt – aber nicht geschlossen. Die NYU-Studie beweist: Auch in chronischen Stadien sind Interventionen möglich, um die Gehirnstruktur positiv zu beeinflussen. Die Kombination aus präziser Diagnostik und wirksamem Training markiert einen neuen Standard. Die Botschaft ist klar: Ein geschädigtes Gehirn besitzt ein unterschätztes Potenzial zur Regeneration.

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