Studie, Waldtherapie

Studie bestätigt: Waldtherapie lindert Stress und Depressionen

16.02.2026 - 18:03:12 | boerse-global.de

Eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit belegt die positiven Effekte von Waldtherapie auf Psyche und Körper. In Deutschland werden zunehmend Heilwälder für therapeutische Zwecke zertifiziert.

Eine neue Meta-Analyse untermauert die heilsame Wirkung des Waldbadens. Die im Fachjournal Frontiers in Psychology veröffentlichte Studie zeigt signifikante Effekte auf Psyche und Körper. Damit erhält die Naturtherapie neuen wissenschaftlichen Rückenwind.

Die Fakten: Was die Meta-Analyse enthüllt

Die Übersichtsarbeit fasst die Ergebnisse von elf Einzelstudien zusammen. Die zentralen Erkenntnisse sind eindeutig:
* Eine signifikante Reduktion der Herzfrequenz bei Teilnehmern.
* Eine deutliche Linderung von Angstzuständen und depressiven Verstimmungen.

Diese Ergebnisse stützen frühere Forschungen, die bereits einen Rückgang des Stresshormons Cortisol und eine Stärkung des Immunsystems nach Waldaufenthalten belegten. Die Autoren sehen in der Waldtherapie eine vielversprechende, komplementäre Praxis zur Gesundheitsförderung.

Shinrin-yoku: Die Wissenschaft hinter der Waldluft

Das aus Japan stammende Konzept des „Waldbadens“ (Shinrin-yoku) ist mehr als ein Spaziergang. Es basiert auf dem bewussten Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes mit allen Sinnen.

Die positive Wirkung führen Forscher auf eine Kombination von Faktoren zurück. Dazu zählen Phytonzide – Botenstoffe der Bäume, die die Aktivität menschlicher Abwehrzellen steigern können. Auch visuelle und akustische Reize wie das Grün der Blätter oder Vogelgesang wirken nachweislich beruhigend auf das Nervensystem.

Deutschland setzt auf zertifizierte Heilwälder

Die wissenschaftliche Bestätigung kommt zur rechten Zeit. In Deutschland gewinnt die Waldtherapie bereits an institutioneller Anerkennung. Seit der Eröffnung des ersten Kur- und Heilwaldes 2017 auf Usedom wurden bundesweit weitere Wälder für therapeutische Zwecke zertifiziert.

Das Gesundheitssystem treibt die Integration voran. Ziel ist es, naturheilkundliche Verfahren stärker in medizinischen Leitlinien zu verankern. Aktuelle klinische Studien, wie eine Untersuchung zu Waldtherapie bei geriatrischen Patienten, sollen die Evidenzbasis für den Einsatz in Kliniken weiter festigen.

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Ein Gegenmittel zum modernen Stadtleben

Der Boom der Waldtherapie ist auch eine Antwort auf die Herausforderungen urbaner Lebensstile. Bewegungsmangel, digitale Reizüberflutung und Entfremdung von der Natur begünstigen Zivilisationskrankheiten. Die Waldtherapie bietet hier einen niedrigschwelligen Ansatz, die psychische Widerstandsfähigkeit zu stärken.

Die nun vorliegende, objektiv messbare Evidenz ist ein wichtiger Schritt. Sie bildet die Grundlage für Diskussionen über eine mögliche Kostenübernahme durch Krankenkassen und eine breitere Integration in Präventionsprogramme. Die Natur rückt so immer mehr in den Fokus als echte Gesundheitsressource.

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