Studie, Depressionen

Studie bestätigt: Sport lindert Depressionen und Ängste

16.02.2026 - 17:10:12 | boerse-global.de

Eine umfassende Analyse bestätigt, dass körperliche Aktivität psychische Symptome ähnlich gut lindern kann wie klassische Behandlungen und die deutschen Leitlinien untermauert.

Eine neue Mega-Analyse belegt die starke Wirkung von Bewegung auf die Psyche. Die im British Journal of Sports Medicine veröffentlichte Auswertung zeigt: Sport hilft gegen depressive Symptome und Angstzustände – und das ähnlich gut wie klassische Therapien.

Die sogenannte Umbrella-Review fasst die Ergebnisse von 81 früheren Metaanalysen zusammen. Insgesamt flossen Daten von über 77.000 Personen ein. Das zentrale Ergebnis: Körperliche Aktivität hat eine moderate, aber signifikant positive Wirkung auf die Symptome.

Welcher Sport hilft am besten?

Die gute Nachricht: Es muss nicht die eine perfekte Sportart sein. Die Analyse fand positive Effekte bei einer ganzen Bandbreite an Aktivitäten:
* Aerobes Ausdauertraining (z.B. Laufen, Schwimmen)
* Krafttraining (Gewichtheben)
* Yoga
* Und weitere Bewegungsformen

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Entscheidend sind Regelmäßigkeit und die persönliche Vorliebe. Die soziale Komponente – also Sport in der Gruppe oder unter Anleitung – verstärkt den positiven Effekt oft noch.

Bestätigung für deutsche Leitlinien

Die neuen Daten untermauern die aktuellen medizinischen Empfehlungen in Deutschland. Die S3-Leitlinie zur Behandlung von Angststörungen spricht eine „kann“-Empfehlung für Sport aus, besonders bei Panikstörungen. Die Leitlinie zur Depression empfiehlt Bewegungstherapie bei allen Schweregraden.

Die aktuelle Studie verleiht diesen Empfehlungen nun erheblich mehr Gewicht. Sie liefert die bislang robusteste Evidenz für den breiten Nutzen von Sport. Experten rechnen damit, dass künftige Leitlinien Bewegungsinterventionen noch konkreter empfehlen werden.

Warum tut Bewegung der Psyche so gut?

Die positive Wirkung erklärt sich durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren:
* Biologisch: Sport setzt Neurotransmitter wie Serotonin und Dopamin frei – die sogenannten Glückshormone. Gleichzeitig sinkt der Spiegel des Stresshormons Cortisol.
* Psychologisch: Das Erreichen sportlicher Ziele stärkt das Selbstvertrauen und das Gefühl der Selbstwirksamkeit. Bewegung kann zudem von negativen Gedanken ablenken.
* Sozial: Gemeinsames Sporttreiben bekämpft die Isolation, die oft mit psychischen Erkrankungen einhergeht.

Sport als Therapie-Baustein der Zukunft

Die Studie unterstreicht die Rolle von Sport als zugängliche und nebenwirkungsarme Therapie. Angesichts von schätzungsweise 12 Millionen Menschen mit Angststörungen allein in Deutschland gewinnen solche Ansätze an Bedeutung.

Die Zukunft könnte eine stärkere Integration von „Sport auf Rezept“ in die Regelversorgung bringen. Digitale Gesundheits-Apps (DiGAs) könnten helfen, personalisierte Trainingspläne zu erstellen. Das langfristige Ziel: Für jeden Betroffenen die passende Bewegungsroutine zu finden, um die mentale Gesundheit nachhaltig zu stärken.

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