Stress, Körper

Stress: Was im Körper bei Alarm wirklich passiert

08.02.2026 - 21:30:11

Chronischer Stress aktiviert dauerhaft die Stresshormone Adrenalin und Cortisol, was zu schweren körperlichen und psychischen Erkrankungen führen kann. Ein gesunder Umgang mit Belastung ist entscheidend.

Unser Körper reagiert auf Stress mit einem uralten Überlebensprogramm. Dieses „Kampf-oder-Flucht“-System versetzt uns blitzschnell in Höchstleistung. Doch Dauerstress macht krank – die Gründe liegen in unserer Physiologie.

Blitzalarm: So startet die Stressreaktion

Die Amygdala, unser Angstzentrum, schlägt bei einer Bedrohung Alarm. Das kann ein Säbelzahntiger sein – oder eine drohende Deadline. Der Hypothalamus aktiviert über das sympathische Nervensystem die Nebennieren.

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Diese schütten sofort Adrenalin und Noradrenalin aus. Die Folge:
* Der Herzschlag beschleunigt sich.
* Der Blutdruck steigt.
* Die Bronchien weiten sich für mehr Sauerstoff.
* Energie-Reserven werden mobilisiert.

Verdauung und andere nicht lebenswichtige Funktionen werden gedrosselt. Alles ist auf Kampf oder Flucht ausgelegt.

Cortisol: Der Langzeit-Stressmanager

Parallel zum Adrenalin-Schub läuft eine zweite, langsamere Achse an: die HPA-Achse. Sie sorgt für die Ausschüttung von Cortisol, dem Haupt-Stresshormon.

Cortisol managt die Langzeitbelastung. Es hält den Blutzucker hoch, reguliert den Stoffwechsel und dämpft Entzündungen. Im gesunden Rhythmus ist der Spiegel morgens am höchsten und sinkt zum Abend hin. Chronischer Stress bringt dieses System aus dem Takt.

Die gefährliche Dauerbelastung für Körper und Psyche

Unser Körper ist für akuten Stress gemacht, nicht für Dauerbetrieb. Ein permanent erhöhter Cortisolspiegel hat schwerwiegende Folgen:
* Herz-Kreislauf-System: Erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall.
* Immunsystem: Geschwächte Abwehr, höhere Infektanfälligkeit.
* Stoffwechsel: Begünstigt Gewichtszunahme und Diabetes.
* Psyche: Führt zu Schlafstörungen, Ängsten, Konzentrationsproblemen und Depressionen.

Aktuelle Forschung untersucht zudem den Zusammenhang zwischen Dauerstress, einer geschädigten Darmbarriere und psychischen Erkrankungen.

Die Lösung liegt im Umgang, nicht in der Vermeidung

Stress komplett zu vermeiden, ist unrealistisch. Entscheidend ist der gesunde Umgang damit. Dazu gehört, die eigenen Warnsignale wie Verspannungen oder Kopfschmerzen früh zu erkennen.

Im Idealfall übernimmt nach der Gefahr das parasympathische Nervensystem und bringt den Körper zur Ruhe. Bei chronischem Stress fehlt diese Erholungsphase. Die Kunst ist es, diese „Stressbremse“ gezielt zu aktivieren.

Die Zukunft: Personalisierte Wege aus der Stressfalle

Die Forschung arbeitet an immer feineren Ansätzen. Zukunftsthemen sind genetische Risikofaktoren für stressbedingte Erkrankungen, um Therapien präziser zu machen.

Bewährte Techniken wie Achtsamkeit und Meditation gewinnen an Bedeutung. Sie helfen nachweislich, das Nervensystem zu regulieren. Immer mehr Unternehmen und Schulen setzen daher auf präventives Stressmanagement. Der erste Schritt ist das Verständnis: Stress ist keine Schwäche, sondern eine körperliche Reaktion.

@ boerse-global.de