Steuerreform, Entlastungen

Steuerreform 2025: Entlastungen sind da, neue Debatten beginnen

18.02.2026 - 08:10:12 | boerse-global.de

Das Steueränderungsgesetz 2025 bringt höhere Pauschalen für Pendler und Ehrenamt sowie eine dauerhaft reduzierte Gaststättensteuer. Die Politik diskutiert bereits über eine Anhebung der Spitzensteuersatz-Grenze.

Kaum sind die milliardenschweren Entlastungen des Steueränderungsgesetzes 2025 wirksam, rückt bereits die nächste große Reform in den Fokus. Die Bundesregierung diskutiert offenbar über eine Anhebung der Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz. Damit bleibt die Steuerpolitik ein zentrales Konfliktthema.

Seit Januar profitieren Millionen Pendler, Gastronomen und Ehrenamtliche von den beschlossenen Maßnahmen. Das Gesetzespaket mit einem Volumen von rund 4,8 Milliarden Euro jährlich sollte gezielt die gestiegenen Lebenshaltungskosten abfedern. Doch die politische Debatte geht unvermindert weiter.

Das bringt die Reform für Pendler und Gastronomie

Eine der spürbarsten Änderungen betrifft Berufspendler. Die Entfernungspauschale gilt nun einheitlich ab dem ersten Kilometer mit 38 Cent. Diese Neuregelung soll vor allem Arbeitnehmer auf dem Land entlasten und für mehr Gerechtigkeit sorgen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gastronomie. Die Umsatzsteuer für Speisen wurde dauerhaft auf den ermäßigten Satz von 7 Prozent gesenkt. Getränke sind davon ausgenommen. Die Branche, die in den vergangenen Krisenjahren stark gelitten hat, erhofft sich davon mehr Planungssicherheit und Investitionsspielraum.

Mehr Geld und weniger Bürokratie für Vereine

Das Gesetz stärkt gezielt das bürgerschaftliche Engagement. Die Übungsleiterpauschale wurde auf 3.300 Euro im Jahr angehoben, die Ehrenamtspauschale auf 960 Euro. Diese Erhöhungen sollen den freiwilligen Einsatz finanziell attraktiver machen und besser anerkennen.

Gleichzeitig wurden bürokratische Hürden abgebaut. Die Freigrenze für Einnahmen aus sportlichen Veranstaltungen als steuerbegünstigter Zweckbetrieb liegt jetzt bei 50.000 Euro. Eine wegweisende Entscheidung: E-Sport ist nun offiziell als gemeinnütziger Zweck anerkannt. Das gibt Vereinen in diesem Wachstumsbereich endlich Rechtssicherheit.

Nächster Schritt: Die Debatte um den Spitzensteuersatz

Doch was kommt nach dieser Reform? Die politischen Signale deuten auf weitere Veränderungen hin. Seit dem 17. Februar 2026 wird in Regierungskreisen über eine Anpassung der Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz diskutiert. Ziel ist eine Entlastung von Leistungsträgern und die Abmilderung der kalten Progression.

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