Sensomotorisches, Training

Sensomotorisches Training: Neue Hoffnung bei chronischen Rückenschmerzen

26.01.2026 - 15:53:12

Eine Studie zeigt, dass gezieltes Training der Tiefenmuskulatur und Körperwahrnehmung chronische Rückenschmerzen bei Menschen über 55 wirksamer lindern kann als herkömmliche Methoden.

Ein gezieltes Training der Tiefenmuskulatur könnte chronische Rückenschmerzen bei Menschen über 55 wirksamer lindern als etablierte Methoden. Aktuelle Forschungsergebnisse stellen das sensomotorische Training in den Fokus.

Eine Studie der portugiesischen Universität Évora, kürzlich im Fachjournal „Frontiers in Psychology“ veröffentlicht, liefert neue Erkenntnisse. Die Untersuchung zeigt: Sensomotorisches Training fördert bei Menschen über 55 besonders effektiv Gleichgewicht und Koordination. Obwohl die Studie nicht primär auf Schmerzreduktion abzielte, unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung der posturalen Stabilisierung – ein Schlüsselfaktor bei chronischen Rückenschmerzen.

Der Fokus liegt auf der Körperwahrnehmung

Im Gegensatz zu klassischem Krafttraining oder Pilates setzt die Sensomotorik auf die Propriozeption. Dieser Begriff beschreibt die Wahrnehmung der eigenen Körperlage im Raum. Diese Fähigkeit nimmt mit dem Alter oft ab, was zu Unsicherheit und einer höheren Sturzgefahr führen kann.

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Bei chronischen Rückenschmerzen ist häufig die Ansteuerung der tiefen, wirbelsäulennahen Muskeln gestört. Genau hier setzt das Training an:
* Übungen auf instabilen Unterlagen oder Balance-Pads zwingen das Nervensystem, die Stabilisationsmuskulatur präziser zu aktivieren.
* Das verbessert die Wirbelsäulenstabilität.
* Schmerzhafte Bewegungsmuster können so „verlernt“ und durch effizientere ersetzt werden.

Pilates bleibt eine starke Säule

Pilates gilt nach wie vor als hochwirksame Methode gegen unspezifische Rückenschmerzen. Studien belegen die positive Wirkung auf Rumpfkraft, Flexibilität und Körperbewusstsein. Der ganzheitliche Ansatz von Pilates spricht sowohl oberflächliche als auch tiefe Muskelschichten an.

Seine Stärke liegt besonders bei Schmerzen, die durch allgemeine Muskelschwäche oder Haltungsprobleme verursacht werden. Für viele Betroffene ist es eine ideale Lösung, um die Körpermitte zu stärken.

Welche Methode ist die richtige?

Die Frage, ob sensomotorisches Training „besser“ ist als Pilates, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Wahl hängt von der individuellen Schmerzursache ab:
* Bei gestörter neuromuskulärer Kontrolle und Koordinationsdefiziten kann das sensomotorische Training gezielter wirken.
* Liegt die Ursache in allgemeiner Rumpfschwäche oder mangelnder Flexibilität, führt Pilates oft zu besseren Ergebnissen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt häufig in einer Kombination beider Ansätze. Ein modernes Therapieprogramm kann die propriozeptiven Übungen des sensomotorischen Trainings mit den kräftigenden Bewegungsabläufen des Pilates verbinden.

Die Zukunft ist personalisiert

Die Bewegungstherapie bei Rückenschmerzen im Alter entwickelt sich weg von der Standardlösung. Therapeuten nutzen zunehmend diagnostische Werkzeuge, um die genaue Ursache der Beschwerden zu identifizieren. Liegt eine Dysfunktion der tiefen Stabilisatoren vor, wird das sensomotorische Training eine zentrale Rolle spielen.

Für Betroffene über 55 ist das eine positive Entwicklung: Die Therapieansätze werden spezifischer – und damit potenziell wirksamer für ein aktives, schmerzfreieres Leben.

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