Schüler, Offensive

Schüler starten Offensive gegen psychische Krisen

25.01.2026 - 00:39:11

Angesichts einer wachsenden Krise der psychischen Gesundheit ergreifen Deutschlands Schüler selbst die Initiative. Mit Peer-Beratung, Aufklärung und klaren politischen Forderungen gestalten sie den Schulalltag menschlicher und brechen das Stigma psychischer Belastungen. Diese Bewegung von unten ist eine direkte Antwort auf alarmierende Zahlen und fehlende Hilfsangebote.

Rund ein Fünftel der Schülerinnen und Schüler beschreibt sich laut Deutschem Schulbarometer als psychisch auffällig. Die Bundesschülerkonferenz spricht von einer „Krise der mentalen Gesundheit“ und verweist auf steigende Fälle von Angststörungen und Depressionen. Die Jugendlichen reagieren nun mit eigenen Projekten.

Ein zentraler Baustein sind Peer-to-Peer-Ansätze. Bei Programmen wie „SOS-Mental Health Peers“ werden Schüler zu Ansprechpartnern für Mitschüler ausgebildet. Sie lernen, Belastungen zu erkennen, zuzuhören und den Weg zu professioneller Hilfe aufzuzeigen. Die Hemmschwelle, sich Gleichaltrigen anzuvertrauen, ist oft niedriger.

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Die jugendlichen Mental Health Peers werden eng von Fachkräften begleitet, um Überforderung zu vermeiden. Finanziert werden solche Programme häufig von Krankenkassen und Stiftungen – ein Zeichen für ihre wachsende Anerkennung.

Aufklärung: Wissen gegen Vorurteile

Präventive Aufklärungsprojekte spielen eine ebenso entscheidende Rolle. Initiativen wie „Kopfsachen e.V.“ vermitteln in Schulworkshops Wissen über Stressbewältigung und Selbstfürsorge. Das Programm „Verrückt? Na und!“ setzt auf den direkten Dialog zwischen Schülern und Menschen mit eigenen Krisenerfahrungen.

Diese Begegnungen bauen Vorurteile ab und schaffen ein Klima der Offenheit. Sie thematisieren psychische Erkrankungen als Teil des Lebens und wirken so der Stigmatisierung entgegen.

Politische Forderungen: System muss sich ändern

Die Bewegung beschränkt sich nicht auf die Schule. Die Bundesschülerkonferenz hat einen klaren Zehn-Punkte-Plan vorgelegt. Gefordert werden:
* Mehr Schulsozialarbeiter und Psychologen
* Verpflichtende Fortbildungen für Lehrkräfte
* Eine Reform der Schulstrukturen mit weniger Leistungsdruck

Kampagnen wie „UNS GEHTS GUT?“ bündeln den Protest und erhöhen den politischen Druck. Die Schüler fordern ein unterstützendes Umfeld von den Institutionen ein – und nehmen die Verantwortung nicht länger allein auf sich.

Eine Bewegung von unten mit großer Wirkung

Experten sehen in der Peer-Beratung einen besonders wirksamen Ansatz. Jugendliche verstehen die Lebensrealität und Sprache ihrer Altersgenossen und können authentische Unterstützung bieten. Die große Herausforderung liegt nun in der nachhaltigen Verankerung.

Oft hängen die Projekte an kurzfristigen Förderungen. Für eine flächendeckende Wirkung braucht es eine feste Integration in die Schulstrukturen und langfristige Finanzierung. Genau darauf zielen die aktuellen Forderungen. Die Schüler sind bereit, die Veränderung anzuführen.

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