Schlafforschung, Projekte

Schlafforschung: Neue Projekte suchen Demenz-Prävention

16.02.2026 - 23:18:12

Deutsche Forschungsprojekte untersuchen, ob die Behandlung von Schlafstörungen das Demenzrisiko senken kann. Der Fokus liegt auf dem Reinigungssystem des Gehirns im Tiefschlaf.

Deutschland startet neue Forschungsprojekte zum Zusammenhang zwischen Schlaf und Demenz. Ziel ist es, herauszufinden, ob die Behandlung von Schlafstörungen Alzheimer vorbeugen kann. Angesichts von 1,8 Millionen Betroffenen hierzulande gewinnt die Suche nach vermeidbaren Risikofaktoren an Dringlichkeit.

Warum Tiefschlaf das Gehirn reinigt

Der Schlüssel liegt im glymphatischen System, dem nächtlichen Reinigungsdienst des Gehirns. Vor allem im Tiefschlaf schwemmt es schädliche Stoffwechselprodukte aus. Dazu zählen auch die Alzheimer-typischen Beta-Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen. Chronischer Schlafmangel stört diesen Prozess – die Ablagerungen bleiben. Forscher sehen im gesunden Tiefschlaf daher einen der wichtigsten beeinflussbaren Schutzfaktoren.

Zu kurz oder zu lang: Was ist riskant?

Die Forschung zeigt klare Risikomuster:
* Kurzer Schlaf: Regelmäßig unter sechs Stunden pro Nacht erhöht das Demenzrisiko signifikant.
* Langer Schlaf: Über neun Stunden könnten ein frühes Warnsignal sein.
* Gestörter Schlaf: Chronische Schlaflosigkeit und stark zerstückelter Schlaf sind besonders bedenklich. Ihre negativen Effekte zeigen sich oft erst nach 15 Jahren oder mehr.

Eine spezielle Störung, die REM-Schlaf-Verhaltensstörung, gilt sogar als starker Frühindikator für Krankheiten wie Parkinson.

Schlechter Schlaf lässt das Gehirn schneller altern

Die Folgen sind langfristig: Chronischer Schlafmangel kann das Gehirn um Jahre vorzeitig altern lassen. MRT-Untersuchungen zeigen, dass die Gehirnstruktur bei Menschen mit schlechtem Schlaf oft älter wirkt, als es ihrem tatsächlichen Alter entspricht. Auslöser sind vermutlich erhöhte Entzündungswerte.

Vom Verdacht zum Beweis: Die neue Forschungsgeneration

Bisher belegten meist Beobachtungsstudien den Zusammenhang. Jetzt starten Interventionsprojekte, die den kausalen Beweis antreten. Ein Vorhaben am Forschungszentrum Jülich untersucht direkt, ob die Therapie von Schlafstörungen Alzheimer-Biomarker beeinflusst. Parallel fördert die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) 18 weitere Projekte zu Lebensstilfaktoren.

Könnte Schlaftherapie bald fester Bestandteil der Demenzvorsorge werden? Die kommenden Jahre werden es zeigen.

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