S&P, Stimmung

S&P 500: Ölpreisschock trübt Stimmung

09.04.2026 - 21:55:18 | boerse-global.de

Die Sperrung der Straße von Hormus durch Iran treibt den Ölpreis auf fast 97 Dollar und belastet die US-Aktienmärkte. Zinserwartungen drehen sich angesichts drohender Inflation.

S&P 500: Ölpreisschock trübt Stimmung - Foto: über boerse-global.de

Die Erleichterungsrally vom Mittwoch hat kaum einen Tag Bestand gehalten. Am Donnerstag dreht die Stimmung an den US-Märkten ins Negative — der S&P 500 gibt rund 0,2 Prozent nach und notiert bei etwa 6.770 Punkten. Der Grund ist schnell gefunden: Die Straße von Hormus bleibt faktisch gesperrt.

Iran verlangt Mautgebühren für die Durchfahrt durch die für den Welthandel entscheidende Meeresenge, durch die rund ein Fünftel der globalen Öl- und Flüssiggasversorgung fließt. WTI-Rohöl springt daraufhin auf knapp 97 Dollar je Barrel — ein Niveau, das vor Kriegsbeginn noch weit entfernt schien.

Waffenruhe auf tönernen Füßen

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran steht auf wackeligem Fundament. Israel führte am Mittwoch seine schwersten Angriffe auf den Libanon seit Beginn des Konflikts durch, mit mehr als 250 Todesopfern. Teheran wertet das als Bruch des Waffenstillstands und schickt seine Delegation dennoch nach Islamabad — für Verhandlungen, die am Samstag beginnen sollen, aber unter denkbar schwierigen Vorzeichen stehen.

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Trump bekräftigte via Social Media, US-Streitkräfte würden so lange in der Region verbleiben, bis ein verbindliches Abkommen vorliege. Andernfalls drohe eine Eskalation in bislang unbekanntem Ausmaß. Diese Ungewissheit trifft Anleger empfindlich.

Inflation als nächste Belastungsprobe

Der Ölpreis liegt noch immer rund 40 Prozent über dem Niveau vor Kriegsbeginn — und dieser Preisschock wird sich zunehmend in den Konjunkturdaten niederschlagen. Für den US-Kernpreisindex lagen die Erwartungen heute bereits bei einem monatlichen Anstieg von 0,4 Prozent, und das noch vor dem vollen Durchschlag der Energiekosten.

Aus den jüngsten Protokollen der US-Notenbank geht hervor, dass eine wachsende Zahl von Fed-Mitgliedern eine Zinserhöhung für möglich hält, um die Inflation einzudämmen. Die Märkte preisen für den Rest des Jahres 2026 kaum noch Zinssenkungen ein — ein deutlicher Stimmungswandel gegenüber den Erwartungen, die noch Ende Februar herrschten. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentieren mit 4,3 Prozent und damit merklich höher als vor Ausbruch des Konflikts.

Der gestrige Kurssprung entpuppt sich damit als das, was viele Marktbeobachter von Anfang an vermuteten: eine technische Gegenbewegung in einem Umfeld, das strukturell belastet bleibt.

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