Rohkost-Trend: Mehr Vitalität durch rohes Essen?
23.01.2026 - 03:23:12Der Raw-Food-Trend verspricht mehr Energie durch unerhitzte Lebensmittel. Doch Experten warnen vor Risiken der reinen Rohkost-Ernährung.
Anhänger verzichten auf gekochtes, gebratenes oder gebackenes Essen. Ihre Regel: Nichts über 42 Grad Celsius erhitzen. So sollen wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und natürliche Enzyme erhalten bleiben, die beim Kochen zerstört würden. Die Bandbreite reicht von veganer Rohkost bis zu Varianten mit rohem Fisch oder Fleisch.
Was spricht für Rohkost?
Tatsächlich gehen beim Kochen hitzeempfindliche Nährstoffe verloren. Besonders Vitamin C und einige B-Vitamine leiden unter hohen Temperaturen. Auch sekundäre Pflanzenstoffe in Kohlgemüse können beeinträchtigt werden.
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Die Befürworter setzen zudem auf die natürlichen Enzyme in rohen Lebensmitteln. Diese sollen die Verdauung unterstützen und den Körper entlasten. Eine Ernährung mit viel rohem Obst und Gemüse bringt klare Pluspunkte:
* Hoher Gehalt an Ballaststoffen für eine gute Darmfunktion
* Reichliche Zufuhr von Vitaminen und Antioxidantien
* Studien zeigen bei Rohköstlern oft niedrigere Cholesterinwerte
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestätigt, dass viel Obst und Gemüse das Risiko für Bluthochdruck und Herzerkrankungen senken kann.
Die Schattenseiten der radikalen Rohkost
Doch Ernährungsexperten sehen erhebliche Risiken. Eine ausschließlich rohköstliche, besonders vegane Ernährung kann zu gefährlichen Mangelerscheinungen führen.
Kritisch ist vor allem die Versorgung mit Vitamin B12, das fast nur in tierischen Produkten steckt. Die Gießener Rohkost-Studie wies bei vielen Teilnehmern einen Mangel nach. Auch Defizite bei Eisen, Kalzium, Jod oder Vitamin D sind möglich.
Nicht alle Nährstoffe sind roh besser: Der Körper nimmt Beta-Carotin aus gekochten Karotten oder Lycopin aus erhitzten Tomaten sogar effizienter auf. Die hohe Ballaststoffmenge kann zudem Verdauungsprobleme verursachen.
Für Risikogruppen ist reine Rohkost ungeeignet:
* Schwangere und Stillende
* Kinder und Jugendliche
* Ältere Menschen
Ihr erhöhter Nährstoffbedarf lässt sich kaum durch unerhitzte Lebensmittel decken.
Die goldene Mitte: Klug kombinieren
Die meisten Gesundheitsexperten raten zu einem Mittelweg. Statt Dogmatismus empfehlen sie, rohe Elemente intelligent in eine abwechslungsreiche Mischkost zu integrieren.
Schonende Garmethoden wie Dämpfen minimieren Nährstoffverluste, während sie Lebensmittel bekömmlicher machen. Der Trend zu naturbelassener Ernährung hat dennoch positive Effekte: Er fördert Kreativität in der Küche und ein bewussteres Essen. Die Zukunft liegt wohl in der cleveren Kombination – nicht im radikalen Verzicht.
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