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Roboter baut 200-Quadratmeter-Haus in nur 24 Stunden

31.01.2026 - 17:00:12

Ein Roboter hat in Italien das Tragwerk eines 200 Quadratmeter großen Hauses in nur einem Tag errichtet – und damit einen neuen Meilenstein für die Baubranche gesetzt. Die Technologie verspricht eine Revolution im Kampf gegen den globalen Wohnungsmangel.

Das spektakuläre Projekt in der italienischen Landschaft zeigt erstmals im großen Maßstab, wie Automatisierung den jahrhundertealten Bauprozess auf den Kopf stellen kann. Ein riesiger Roboterarm druckte dabei Schicht für Schicht aus einem speziellen Betonmaterial die Wände und die Grundstruktur des Hauses. Was normalerweise Wochen dauert, war damit in 24 Stunden erledigt.

Im Kern verbindet das System Robotik, Software und Materialwissenschaft. Eine Portal-Anlage fährt auf Schienen und trägt dabei einen proprietären Mörtel auf. Der Clou: Die Software wandelt ein digitales Architekturmodell in millimetergenaue Bewegungen des Roboterarms um.

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Der Prozess läuft rund um die Uhr ohne Ermüdung. Das verwendete Material härtet extrem schnell aus und gewährleistet sofortige Stabilität. Allerdings ist der Roboter aktuell nur für die tragenden Wände zuständig. Dach, Fenster, Elektrik und Sanitär bleiben vorerst Menschenarbeit. Doch allein die schnelle Herstellung der wetterfesten Hülle verkürzt die Gesamtbauzeit dramatisch.

Neue Waffe im Kampf gegen Wohnungsnot?

Branchenexperten sehen in der Technologie ein potenzielles Schlüsselinstrument gegen die weltweite Wohnungskrise. Bei Fachkräftemangel, steigenden Materialkosten und langen Bauzeiten bietet die Automatisierung eine überzeugende Alternative.

Die Einsparpotenziale sind enorm: Die strukturellen Arbeitskosten könnten um 30 bis 50 Prozent sinken, die Bauzeit von Monaten auf Tage schrumpfen. Pilotprojekte in Texas und Frankreich hatten die Machbarkeit bereits gezeigt. Das italienische Haus setzt nun neue Maßstäbe – es handelt sich um ein solides Einfamilienhaus mit drei Schlafzimmern und zwei Bädern, kein experimentelles Mini-Gebäude.

Hürden und globale Trends

Trotz des technischen Durchbruchs bleibt die breite Einführung eine Herausforderung. Die Anfangsinvestitionen sind hoch, und in vielen Ballungsräumen sind die Grundstückskosten das größere Problem als die Baukosten. Für den sozialen Wohnungsbau und Regionen mit hohen Baukosten ist die Innovation jedoch vielversprechend.

Die Entwicklung reiht sich in einen globalen Trend ein. Parallel arbeiten etwa australische Firmen an einem sechsbeinigen „Charlotte“-Roboter, der ein gleich großes Haus in ähnlicher Zeit bauen soll. Weltweit wird automatisiert, wo der Arbeitsaufwand am höchsten ist.

Hybrid-Modell als nächster Schritt

Die unmittelbare Zukunft wird wahrscheinlich ein Hybrid-Modell aus Roboter und Mensch bringen. Die Maschinen errichten in Rekordzeit die Grundstruktur, menschliche Crews übernehmen dann den Innenausbau. So verbinden sich die Stärken von Automatik und Handwerkskunst.

Reift die Technologie weiter, könnte sie die Wirtschaftlichkeit des Hausbaus grundlegend verändern. Schnell errichtete Wohnungen wären nicht nur für den regulären Markt wertvoll, sondern auch im Katastrophenschutz oder für schnell wachsende Gemeinden. Die Frage ist nicht mehr, ob Roboter Häuser bauen können, sondern wie schnell sie sich in der Breite durchsetzen – für schnellere, gerechtere und nachhaltigere Nachbarschaften.

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