Radiohead-Comeback? Das läuft wirklich hinter den Kulissen
23.02.2026 - 08:52:04 | ad-hoc-news.deUm Radiohead ist es nie wirklich leise – aber in den letzten Monaten hat der Buzz wieder deutlich angezogen. Zwischen kryptischen Kommentaren der Band, Solo-Projekten und immer lauter werdenden Tour-Gerüchten fragen sich deutsche Fans: Stehen wir kurz vor einem echten Radiohead-Comeback – mit neuer Musik und vielleicht sogar Europa-Terminen?
Offizielle Radiohead-Seite – alle offiziellen Updates hier checken
Gleichzeitig füllen sich Reddit-Threads mit wilden Theorien, TikTok schneidet alte Live-Mitschnitte neu zusammen und auf X (Twitter) zerlegt die Fanbase jede noch so kleine Äußerung von Thom Yorke oder Jonny Greenwood. Klar ist: Selten war die Spannung so hoch. Uns interessiert: Was heißt das konkret für dich, wenn du in Berlin, Hamburg, München oder Köln sitzt und Radiohead seit Jahren wieder live sehen willst?
Wir sammeln hier die wichtigsten Infos, Fakten, Setlist-Hinweise, Fan-Spekulationen und Daten – und sortieren, was realistisch ist und was eher Wunschdenken bleibt.
Hintergründe: Die aktuellen News im Detail
In den letzten Wochen tauchten in mehreren Interviews mit Band-Mitgliedern Hinweise auf, dass hinter den Kulissen wieder mehr passiert. Thom Yorke und Jonny Greenwood sind zwar mit The Smile extrem aktiv, aber in einem viel zitierten Gespräch deutete Yorke an, dass Radiohead „nicht vorbei“ seien und man sich immer wieder treffe, um Ideen auszutauschen. Es fiel kein klares Datum, aber die Botschaft war deutlich: Das Projekt Radiohead liegt nicht im Archiv, es atmet noch.
Dazu kommt: In Fan-Foren wurde beobachtet, dass einige der Band-Mitglieder vermehrt Zeit in Studios in London verbracht haben. Offiziell ist das natürlich kein Beweis für eine neue Radiohead-Platte – alle arbeiten auch an eigenen Projekten –, aber die zeitliche Häufung sorgt für Spekulationen. Manche Musikjournalisten interpretieren das als typischen Radiohead-Move: keine großen Ankündigungen, sondern plötzlich ein Drop, wie damals bei In Rainbows 2007, das praktisch aus dem Nichts kam.
Für deutsche Fans sind vor allem zwei Fragen entscheidend: Kommt neue Musik – und kommen dazu passende Tour-Daten in Europa? Historisch hat die Band ihre Veröffentlichungen oft mit ausgewählten Tour-Blöcken flankiert. Gerade in Deutschland waren Städte wie Berlin, München, Hamburg und Frankfurt regelmäßig im Routing. Wer sich an die Touren zu OK Computer, Kid A oder A Moon Shaped Pool erinnert, weiß, wie schnell die Tickets weg sind, wenn sich die Band einmal bewegt.
Aktuell kursieren in der internationalen Touring-Szene Gerüchte, dass mehrere große europäische Festivals 2025/2026 versuchen, Radiohead zu buchen. Namen wie Primavera Sound, Roskilde und auch deutsche Größen wie Hurricane/Southside werden in Fan-Diskussionen ständig genannt. Offizielle Bestätigungen gibt es nicht, aber es spricht einiges dafür, dass Bookings zumindest angefragt wurden: Radiohead sind ein seltener, aber extrem starker Headliner, der Tickets schiebt, ohne auf platte Nostalgie zu setzen.
Spannend sind auch die rechtlichen Hintergründe: Radiohead besitzen große Teile ihres Katalogs selbst oder haben zumindest genug Kontrolle, um Reissues, Anniversary-Boxen und Spezialformate flexibel zu planen. Vor Kurzem tauchte in Branchenmedien die Info auf, dass ältere Master neu gemastert und archiviert wurden. Das kann auf einfache Katalogpflege hinweisen – oder auf eine größere Kampagne, etwa ein Jubiläumspaket zu OK Computer oder Kid A mit Bonusmaterial, exklusiven Live-Aufnahmen und möglicherweise begleitenden Special-Shows.
Für dich als Fan in Deutschland bedeutet das: Die Zeichen stehen klar auf „mehr Radiohead“ als noch vor ein, zwei Jahren. Es gibt zwar keinen offiziellen Tour-Plan, den man jetzt schon im Kalender markieren könnte, aber der Grad an Aktivität und Andeutungen ist deutlich höher als in der ruhigen Phase nach A Moon Shaped Pool. Wenn die Band das alte Muster beibehält, wären Ankündigungen für ein neues Projekt eher kurzfristig – also keine drei Jahre Vorlauf, sondern eher wenige Monate.
Auch die Ticket-Situation solltest du im Blick behalten: Nach Corona haben viele Bands ihre Touring-Strategien angepasst, Plays in kleineren Hallen gegen exklusive Festival-Slots getauscht oder umgekehrt. Radiohead waren schon immer eigen in ihrer Planung. Brancheninsider gehen davon aus, dass sie – falls es zu Tourdaten kommt – eher auf eine Mischung aus hochkarätigen Festivals und wenigen Einzelshows in größeren Arenen setzen könnten. Das macht die Sache für deutsche Fans komplizierter, aber auch spannender: Du musst schnell sein, aber du weißt auch, dass jede Show eher als Ereignis geplant wird, nicht als Routine-Stopp.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Auch wenn es momentan keine laufende Radiohead-Tour gibt, liefern die letzten Touren – vor allem die Runden zu The King of Limbs und A Moon Shaped Pool – ein ziemlich gutes Bild davon, was dich im Falle eines Comebacks erwarten könnte. Die Band ist bekannt dafür, Setlists ständig zu ändern. Es gibt zwar einen Kern an Songs, doch Radiohead sind das Gegenteil von „Best-of in Stein gemeißelt“.
Auf den jüngsten Touren standen Klassiker wie „Karma Police“, „No Surprises“, „Paranoid Android“ und „Street Spirit (Fade Out)“ sehr häufig auf der Liste – aber nie in einem nostalgischen Rahmen. Die Band schichtet die Songs so, dass ein Banger wie „Paranoid Android“ neben neueren Tracks wie „Burn the Witch“ oder „Daydreaming“ steht und plötzlich neue Bedeutungen freilegt. Der Sprung von einem aggressiven „2 + 2 = 5“ zu einem schwebenden „Everything In Its Right Place“ ist live purer Adrenalin- und Gänsehautwechsel.
Ein typischer Abend der letzten Jahre sah etwa so aus: Einstieg mit einem intensiven Track wie „Ful Stop“ oder „Burn the Witch“, um sofort klarzumachen, dass es ernst wird. Dann mischte die Band sich langsam durch die Epochen: OK Computer-Nummern wie „Lucky“, „Exit Music (For A Film)“ oder „Airbag“ wechselten sich mit In Rainbows-Favoriten wie „Nude“, „Weird Fishes/Arpeggi“ oder „Reckoner“ ab. Für viele Fans ist genau das der Sweet Spot: genug Klassiker, um die Fan-Herzen zu bedienen, aber nie als reine Retro-Show, sondern eher wie ein lebendiges Archiv.
Besonders spannend sind die Zugaben. Radiohead haben oft zwei, manchmal sogar drei Blöcke gespielt. Legendär sind Momente, in denen Thom mitten im Set plötzlich „Creep“ anstimmt – ein Song, den die Band jahrelang kaum anrührte und der inzwischen als gezielte emotionale Abrissbirne eingesetzt wird. In Deutschland gab es genau solche Momente: Wer in Berlin oder Frankfurt dabei war, erinnert sich an diese Mischung aus Schock, Freude und kollektiven Mitsing-Minuten, obwohl Radiohead eigentlich eher für introvertierte Live-Momente bekannt sind.
Die Show selbst setzt stark auf Licht, Projektionen und subtile Visuals – kein Bombast à la Feuerwerk, sondern präzise gesetzte Lichter, die mit der Musik atmen. Bei „Idioteque“ oder „The National Anthem“ verwandelt sich der Saal in einen pulsierenden Club, während „Pyramid Song“ oder „True Love Waits“ die Luft so verdichten, dass du eine Stecknadel fallen hören könntest. Die Band arbeitet häufig mit mehreren Kameras, die Close-ups von Thom, Jonny oder Phil auf große Screens projizieren, allerdings eher verfremdet, in abstrakten Farben und Verzerrungen.
Für mögliche kommende Touren erwarten viele Fans eine Art Best-of-Querschnitt aus der ganzen Karriere, weil inzwischen so viele Alben kultisch verehrt werden: von The Bends über Kid A und Amnesiac bis hin zu In Rainbows und A Moon Shaped Pool. Die Fan-Community spekuliert, dass Songs wie „How to Disappear Completely“, „There There“, „Idioteque“ und „Lotus Flower“ gesetzt sein könnten – ergänzt um neue Stücke, falls ein Album kommt. Gerade die Verbindung von neuen Songs mit diesen etablierten Live-Favoriten macht Radiohead-Konzerte so reizvoll: Es fühlt sich nie wie ein reines Revival an, sondern eher wie ein offenes Kapitel, das weitergeschrieben wird.
Wichtig für dich als Fan: Radiohead sind keine Band, bei der du dich hinten in der Halle gemütlich auf eine sichere Hit-Playlist verlassen kannst. Jeder Abend hat seine eigene Dramaturgie, die Setlist kann sich radikal ändern. Wenn du mehrere Shows auf einer Tour sehen solltest – etwa ein Festival plus eine Arena-Show – sind die Überschneidungen geringer, als man erwartet. Viele Hardcore-Fans nutzen genau das: Sie reisen Shows hinterher, um möglichst viele selten gespielte Songs abzugreifen – von „Talk Show Host“ bis zu tiefen Cuts wie „You And Whose Army?“ oder „Myxomatosis“.
Das sagt das Netz:
Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten
Wenn man in die Kommentarspalten auf Reddit, TikTok und X eintaucht, fällt auf: Radiohead-Fans sind extrem detailverliebt – und teilweise echte Verschwörungs-Analysten. Auf Reddit-Subs wie r/radiohead wird gerade jede Setlist von The Smile, jede Bemerkung von Thom Yorke und jede Studio-Beteiligung der Band seziert, als wären es geheime Botschaften.
Eine weit verbreitete Theorie: Radiohead arbeiten im Hintergrund an einem Album, das stark auf den elektronischen, experimentelleren Sound von Kid A und Amnesiac aufbaut, aber mit der Wärme und Directness von In Rainbows. Der Grundgedanke: Yorkes und Greenwoods Arbeit mit The Smile habe gezeigt, wie sehr sie rhythmusbetonte, komplexe Arrangements lieben, während gleichzeitig in Interviews immer wieder ihre Liebe zu klassischen Songstrukturen durchschimmert. Einige Fans erwarten daher eine Platte, die rhythmisch krass ist, aber trotzdem Songs liefert, die sofort hängen bleiben.
Andere Theorie: Statt eines klassischen Albums könnte eine Serie von EPs oder digitalen Mini-Releases kommen. Radiohead waren schon immer skeptisch gegenüber starren Release-Formaten – der Pay-What-You-Want-Release von In Rainbows ist legendär. In Zeiten von Streaming und Social Media wäre ein gestaffelter Release, bei dem alle paar Monate 3–4 neue Songs erscheinen, gar nicht so abwegig. Auf TikTok kursieren Clips, in denen Fans mögliche Tracklist-Spekulationen posten, basierend auf angeblichen Registrierungen neuer Songtitel in Rechte-Datenbanken. Beweise sind oft dünn, aber die Clips gehen viral, weil die Lust auf neue Musik so groß ist.
Auch rund um mögliche Tourdaten brodelt es. In mehreren Threads wurde diskutiert, dass große deutsche Venues für Herbst 2025 blockiert worden seien, ohne dass schon Artist-Namen öffentlich sind. Daraus lässt sich natürlich alles und nichts ableiten – große Veranstalter sichern sich häufig Slots für Top-Acts, die dann auch wieder anderswo landen können. Trotzdem: Wenn du beobachtest, wie häufig „Radiohead“ in diesen Diskussionen fällt, merkst du, wie sehr die Fanbase auf ein Lebenszeichen wartet.
Dann ist da noch das Thema Ticketpreise. Viele Fans haben Angst, dass ein Radiohead-Comeback in der Post-Pandemie-Ära bedeutet: 150 Euro plus X für einen Stehplatz, Dynamic Pricing, VIP-Pakete. Auf Social Media wird heftig diskutiert, ob eine Band, die sich in Texten und Interviews so oft kritisch mit Kapitalismus und Ausverkauf auseinandersetzt, überhaupt in dieses Modell einsteigen würde. Einige Fans erinnern an den flexiblen Preis von In Rainbows und hoffen, dass die Band zumindest versucht, faire Ticketstrukturen durchzusetzen. Andere sind skeptischer und verweisen auf die Realität des Touring-Geschäfts: gestiegene Kosten, teurere Produktion, harte Konkurrenz um Fans, die nur begrenzt Geld und Zeit haben.
Ein kleiner Running Gag auf TikTok: User schneiden alte Radiohead-Live-Clips mit Untertiteln wie „POV: Du hast 200 Euro für ein Ticket gezahlt und Thom Yorke spielt 10 neue Songs, die du noch nie gehört hast“ – ein liebevoller Seitenhieb auf die Tatsache, dass Radiohead nie reine Hit-Shows abliefern. Der Witz trifft aber einen Kern: Ein Comeback würde sehr wahrscheinlich nicht als Stadion-Karaoke-Event stattfinden, sondern als künstlerisch kompromisslose Show, bei der die Band ihre aktuelle Vision in den Vordergrund stellt.
Zuletzt gibt es noch eine besonders wilde Theorie: Manche Fans glauben, dass Radiohead ein geheimes Jubiläumsprojekt rund um Kid A und Amnesiac planen, das nicht nur Reissues, sondern auch komplett neu arrangierte Live-Versionen dieser Songs beinhaltet – möglicherweise als spezielle Theater- oder Hallenshows mit Orchester, Chor oder besonderen Installationen. Hinweise sind vor allem alte Aussagen über unveröffentlichte Session-Aufnahmen und Experimente mit alternativen Arrangements. Ob das jemals Realität wird, ist unklar – aber es zeigt, auf welchem Level sich die Fantasie der Fanbase bewegt.
Alle Daten auf einen Blick
Konkrete neue Tourdaten sind aktuell nicht offiziell bestätigt. Um trotzdem Orientierung zu geben, haben wir eine Übersicht mit bisherigen Eckpunkten, historischen Terminen in Deutschland und wichtigen Release-Daten zusammengestellt. So kannst du einschätzen, wie sich Radiohead in der Vergangenheit bewegt haben – und daraus deine eigene Prognose für 2025/2026 ableiten.
| Jahr | Ereignis | Ort / Bezug zu Deutschland | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| 1995 | Album-Release The Bends | Deutschland-Chart-Einstieg | Erste größere Aufmerksamkeit in der deutschen Alternative-Szene |
| 1997 | Album-Release OK Computer | Tourstopp u.a. in Berlin & Hamburg | Durchbruch in der breiten Öffentlichkeit, legendäre Club- und Hallenshows |
| 2000 | Album-Release Kid A | Konzerte in Deutschland im Rahmen der Europatour | Stilbruch-Phase, stark diskutiert in deutschen Musikmedien |
| 2001 | Album-Release Amnesiac | Festivalauftritte u.a. in Europa | Vertiefung des experimentellen Kurses |
| 2003 | Album-Release Hail to the Thief | Shows in u.a. Berlin, München | Politisch aufgeladen, intensiver Live-Sound |
| 2007 | Album-Release In Rainbows | Starke Präsenz in deutschen Medien | Pay-What-You-Want-Modell, prägend für die Digital-Ära |
| 2011 | Album-Release The King of Limbs | Ausgewählte Europa-Shows | Rhythmisch komplexe Live-Arrangements, viele Doppel-Drums |
| 2016 | Album-Release A Moon Shaped Pool | Konzerte u.a. in Berlin | Stark orchestrale und emotionale Live-Sets, großer Andrang in Deutschland |
| 2017–2018 | Weltweite Tourblöcke | Europa-Stopps, Deutschland im Routing | Sehr variable Setlists, Mischung aus Klassikern und Deep Cuts |
| 2020–2023 | Fokus auf Solo-Projekte & The Smile | Vereinzelte The-Smile-Shows in Deutschland | Radiohead als Band im Hintergrund, aber nicht aufgelöst |
| 2024–2025 | Intensivere Gerüchte über Studio-Aktivität | Keine offiziellen Tourdaten (Stand: 2026) | Verstärkte Fan-Spekulationen über neues Album & mögliche Europa-Shows |
Wichtiger Hinweis: Diese Tabelle basiert auf öffentlich bekannten historischen Daten und der allgemeinen Nachrichtenlage. Konkrete neue Tourpläne, Ticketpreise oder Support-Acts für Deutschland wurden von der Band oder offiziellen Promotern bisher nicht bestätigt. Behalte daher unbedingt die offizielle Website und die Kanäle von lokalen Veranstaltern im Blick.
Häufige Fragen zu Radiohead
Um das aktuelle Chaos aus Gerüchten, Hoffnungen und Halbfakten etwas zu sortieren, haben wir die wichtigsten Fragen gesammelt, die deutsche Fans gerade stellen – und beantworten sie so konkret wie möglich nach heutigem Stand.
1. Kommt 2025 oder 2026 wirklich ein neues Radiohead-Album?
Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass die Band an neuer Musik arbeitet oder zumindest regelmäßig im Studio zusammenkommt. Mehrere Band-Mitglieder haben in den letzten Jahren wiederholt betont, dass Radiohead nicht „vorbei“ seien. Gleichzeitig ist die Band dafür bekannt, lieber fertig produzierte Ergebnisse zu präsentieren, statt früh anzuteasern. Daher: Ein fixes Release-Jahr lässt sich nicht seriös nennen. Realistisch ist, dass 2025/2026 entweder ein neues Studioalbum, eine größere Archiv-Veröffentlichung (z.B. Deluxe-Box mit unveröffentlichtem Material) oder eine Mischung aus beidem möglich ist. Konkrete Titel, Tracklisten oder Releasetermine sind bislang noch nicht öffentlich bestätigt.
2. Wird es eine Radiohead-Tour in Deutschland geben?
Offizielle Tourdaten für Deutschland liegen aktuell nicht vor. Historisch haben Radiohead Deutschland aber bei fast jeder großen Tour berücksichtigt. Gerade Berlin, München, Hamburg und Frankfurt waren immer wieder dabei. Wenn eine neue Album- oder Jubiläumskampagne kommt, sind ein oder mehrere Stopps hierzulande sehr wahrscheinlich. Ob das Festival-Slots (z.B. Hurricane/Southside, Rock am Ring/Rock im Park) oder eigenständige Arena-Shows werden, hängt vom Gesamtkonzept der Tour ab. Du solltest in den nächsten 12–24 Monaten aufmerksam auf Ankündigungen von großen deutschen Veranstaltern achten – oft sickern Infos dort früher durch als über internationale Kanäle.
3. Wie teuer könnten Tickets für Radiohead in Deutschland werden?
Die Ticketpreise im internationalen Touring-Geschäft sind in den letzten Jahren spürbar gestiegen, und Radiohead werden keine Low-Budget-Band sein. Für eine Arena-Show in Deutschland würde man nach heutigem Stand grob mit Preisen im Bereich von ca. 80–150 Euro rechnen, je nach Kategorie, Stadt und Veranstalter. Ob Dynamic Pricing eingesetzt wird, ist offen. Die Band hat in der Vergangenheit durch Aktionen wie das flexible Preismodell von In Rainbows gezeigt, dass ihr soziale Fragen wichtig sind. Trotzdem sind sie nicht völlig unabhängig von der Realität der Veranstaltungsbranche. Rechne damit, dass Tickets kein Schnäppchen werden, aber auch nicht zwangsläufig im Ultra-Premium-Segment landen müssen – vor allem, wenn klassische Bestuhlungs- oder Stehplatz-Modelle ohne übertriebene VIP-Pakete gewählt werden.
4. Welche Songs spielen Radiohead live meistens?
Radiohead sind berüchtigt dafür, Setlists ständig zu verändern, aber es gibt Songs, die in den letzten Jahren besonders häufig auftauchten. Dazu zählen zum Beispiel „Paranoid Android“, „Karma Police“, „Idioteque“, „There There“, „Reckoner“, „Weird Fishes/Arpeggi“, „Everything In Its Right Place“, „Lotus Flower“ und „Street Spirit (Fade Out)“. Dazu kommen wechselnde Deep Cuts aus allen Phasen der Band, etwa „Airbag“, „Pyramid Song“, „2 + 2 = 5“ oder „My Iron Lung“. „Creep“ erscheint inzwischen gelegentlich als Überraschung – aber wirklich verlassen sollte man sich darauf nicht. Wenn du auf eine Show gehst, solltest du bereit sein, auch weniger bekannte Stücke zu hören, die live oft ganz anders knallen als auf Platte.
5. Wie unterscheidet sich ein Radiohead-Konzert von The Smile oder Thom-Yorke-Solo-Shows?
The Smile, das Projekt von Thom Yorke und Jonny Greenwood (plus Drummer Tom Skinner), schlägt live eine deutlich jazzigere, improvisationsfreudigere Richtung ein. Die Songs sind komplex, rhythmisch vertrackt und wirken auf der Bühne fast wie eine Rockband, die mit einem Jazztrio verschmilzt. Thom-Yorke-Solo-Shows wiederum fokussieren stärker auf elektronische Elemente, Solo-Material und reduzierte Versionen von Radiohead-Songs. Ein Radiohead-Konzert vereint diese Welten, hat aber eine eigene Energie: Die Songauswahl spannt den Bogen über Jahrzehnte, der emotionale Impact ist meist größer, und das Publikum ist viel heterogener – von Teenager-Fans, die Radiohead über Streaming entdeckt haben, bis zu Leuten, die schon die The Bends-Ära live erlebt haben.
6. Wo informiere ich mich am besten über offizielle Radiohead-News?
Verlasse dich im Zweifel immer auf die offiziellen Kanäle. Die wichtigste Anlaufstelle ist die offizielle Website der Band sowie deren verlinkte Social-Media-Auftritte. Daneben sind etablierte Musikmedien und seriöse Ticketanbieter relevant. Fan-Foren, Reddit-Threads und Social-Media-Leaks können früh Hinweise liefern, aber sie sind nicht immer verlässlich. Wenn es um Geld geht – etwa beim Ticketkauf – solltest du nur über offizielle Vorverkaufsstellen gehen. Gerade bei einer Band mit so hohem Hype-Level wie Radiohead ist die Gefahr von Scam-Angeboten und Fake-Tickets real.
7. Wie wichtig ist Radiohead heute noch für Gen Z und Millennials?
Überraschend wichtig. Viele jüngere Hörer:innen entdecken Radiohead über Streaming-Playlists, Memes („no surprises, only depression“-TikToks) oder Soundtracks, in denen Songs wie „Exit Music (For A Film)“ oder „Everything In Its Right Place“ auftauchen. Die Themen der Band – Entfremdung, Technologie, Überwachung, Klimakrise, soziale Kälte – wirken heute fast aktueller als zu Zeiten von OK Computer. Für Millennials, die mit Alben wie Kid A oder In Rainbows aufgewachsen sind, ist die Band ein emotionaler Fixpunkt. Für Gen Z sind sie oft eine Art „Endgegner-Band“: etwas, das man entdeckt, wenn man tiefer in Musikgeschichte eintaucht. Ein Comeback – egal ob mit neuem Album oder nur wenigen ausgesuchten Shows – hätte deshalb viel mehr als nur Nostalgie-Potenzial. Es wäre ein gemeinsamer Moment für mehrere Generationen von Musiknerds, die sich alle aus unterschiedlichen Gründen in diesen Songs wiederfinden.
Unterm Strich bleibt: Die Lage ist spannend, aber noch offen. Radiohead haben immer dann am meisten Eindruck gemacht, wenn sie Erwartungen gebrochen haben. Ob das nächste Kapitel ein radikal neues Album, ein klug kuratierter Rückblick oder eine überraschende Tour ist – wer die Band kennt, weiß: Wenn etwas kommt, wird es nicht halbherzig.
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