Psychische, Krise

Psychische Krise bei 15-Jährigen: Schuldruck als Hauptfaktor

13.02.2026 - 07:40:12

Eine Studie zeigt alarmierende psychische Belastungen bei Jugendlichen durch Schuldruck. Die Politik reagiert mit Präventionsstrategien und einem EU-Aktionsplan gegen Cybermobbing.

Leistungsdruck in der Schule treibt immer mehr Jugendliche in psychische Belastungen. Das zeigt eine aktuelle Studie in Deutschland. Als Reaktion darauf startet die EU diese Woche einen Aktionsplan gegen Cybermobbing.

Alarmierende Zahlen aus dem Schulbarometer

Die Situation hat sich seit der Pandemie nicht normalisiert. Das Deutsche Schulbarometer, das erstmals auch Schüler direkt befragte, zeichnet ein düsteres Bild:
* Mehr als ein Viertel der Jugendlichen bewertet die eigene Lebensqualität als niedrig.
* Jeder fünfte Schüler gibt an, psychisch belastet zu sein.
* Neben Ängsten vor Krieg und Klima nennen die Jugendlichen den Leistungsdruck in der Schule als größte Sorge.

Für viele 15-Jährige ist der Schulalltag damit zur permanenten Stressquelle geworden.

Mädchen leiden besonders unter dem Druck

Internationale Vergleiche bestätigen den Trend. Ein WHO-Bericht zeigte Ende 2024 einen starken Anstieg des wahrgenommenen Schuldrucks. Gleichzeitig nahm die familiäre Unterstützung ab.

Besonders betroffen sind Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren. Die Sorge, keine guten Leistungen zu erbringen, ist bei ihnen besonders ausgeprägt. Die Mischung aus schulischen Anforderungen, sozialen Erwartungen und dem ständigen Vergleich in sozialen Medien begünstigt Angstsymptome und depressive Verstimmungen. Psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Schlafprobleme haben sprunghaft zugenommen.

System am Limit: Fünf Monate Wartezeit auf Therapie

Die steigende Zahl betroffener Jugendlicher trifft auf ein überlastetes Gesundheitssystem. Die Nachfrage nach Therapieplätzen für Kinder und Jugendliche übersteigt das Angebot bei Weitem.

Betroffene warten im Schnitt fast fünf Monate auf den Beginn einer Behandlung. Unbehandelte psychische Belastungen in diesem Alter können sich zu chronischen Erkrankungen entwickeln und den gesamten Lebensweg negativ beeinflussen.

Politik reagiert mit Aktionsplänen

Die Bundesregierung arbeitet an einer Strategie mit dem Titel „Mentale Gesundheit für junge Menschen“. Sie soll Prävention und Früherkennung in den Mittelpunkt stellen. Gleichzeitig startet die EU diese Woche einen eigenen Aktionsplan, der eine App zur Meldung von Cybermobbing vorsieht.

Experten fordern ein Umdenken in der Schulkultur: weniger Fokus auf reinen Leistungsdruck, mehr auf individuelle Förderung und Wohlbefinden. Programme wie das Startchancen-Programm sollen multiprofessionelle Teams mit psychologischen Fachkräften an Schulen bringen. Das Ziel ist klar: Die psychische Gesundheitskompetenz muss im Schulalltag ankommen.

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