Polizei-Betrüger nutzen Angst vor Behörden aus
03.03.2026 - 21:50:10 | boerse-global.deEine neue Welle hochprofessioneller Betrugs-Anrufe erschüttert das Vertrauen in Behörden. Kriminelle geben sich als Polizisten oder Gerichtsmitarbeiter aus und erpressen unter Vortäuschung falscher Anschuldigungen hohe Geldsummen. Von Nordamerika bis Großbritannien warnen Polizeibehörden aktuell eindringlich vor den perfiden Methoden.
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Immer dreister: Echte Namen gefälschter Beamter
Die Betrüger werden immer dreister. Wie die Polizei in der kanadischen Provinz Ontario am Montag mitteilte, verwenden die Anrufer mittlerweile die echten Namen diensthabender Polizeibeamter, erfundene Dienstgrade und falsche Abzeichennummern, um glaubwürdig zu wirken. Sie erzeugen gezielt Panik, indem sie angebliche Haftbefehle wegen versäumter Gerichtstermine oder beschlagnahmter Pakete vortäuschen.
Das Muster ist stets ähnlich: Unter massivem Druck fordern die falschen Beamten die sofortige Zahlung hoher Geldbeträge – oft zwischen 5.000 und 12.000 Euro. Die Überweisung soll über kaum zurückverfolgbare Kanäle wie Kryptowährungen oder Bitcoin-Automaten erfolgen. In einigen Fällen fordern sie sogar die Übergabe von Bargeld.
Neue Angriffswege: Gefälschte SMS von Behörden
Nicht nur das Telefon, auch das Smartphone wird zum Einfallstor. Wie die Polizei in Oregon (USA) am Dienstag berichtete, kursieren gefälschte SMS-Nachrichten, die angeblich von der Zulassungsstelle stammen. Sie drohen mit der sofortigen Stilllegung des Fahrzeugs, falls nicht umgehend über einen Link eine angebliche Geldstrafe beglichen wird.
Diese Methode ähnelt einer Warnung der kanadischen Bundespolizei RCMP in Manitoba. Dort lockten Betrüger ihre Opfer über Links in Textnachrichten zu Videoanrufen mit falschen Polizisten. Auch hier sollte die angebliche Verhaftung durch Zahlung in Bitcoin oder mit Geschenkkarten abgewendet werden.
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So schützen Sie sich vor den Betrugsmaschen
Die Ratschläge aller Behörden sind eindeutig: Echte Polizei oder Gerichte fordern niemals per Telefon oder SMS zur sofortigen Zahlung auf. Sie verlangen kein Geld per Überweisung, Kryptowährung, Geschenkkarten oder Bargeld, um angebliche Haftbefehle oder Strafen zu tilgen.
Bei einem verdächtigen Anruf sollten Sie sofort auflegen. Geben Sie keine persönlichen Daten preis. Um die Echtheit einer Forderung zu prüfen, wählen Sie die offizielle Nummer der Behörde – niemals eine vom Anrufer durchgegebene. Melden Sie jeden Verdachtsfall Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Die Täter spekulieren auf Angst und Respekt vor dem Staat – kühler Kopf ist der beste Schutz.
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