PC-Hardware, Kurze

PC-Hardware: Kurze Verschnaufpause vor neuer Preisexplosion

11.02.2026 - 01:41:12

Der Markt für PC-Hardware bleibt turbulent. Während DDR5-Preise vorerst stagnieren, führen Rohstoffengpässe zu neuen Preiserhöhungen bei Kühlkomponenten.

Der deutsche Markt für PC-Komponenten bietet PC-Bauern Anfang 2026 ein widersprüchliches Bild. Während der rasante Preisanstieg für DDR5-Arbeitsspeicher zuletzt pausierte, drohen nun durch Rohstoffknappheit spürbare Preiserhöhungen bei anderen Bauteilen. Verbraucher müssen sich auf weiterhin turbulente Monate einstellen.

DDR5-Preise: Stabilisierung auf hohem Niveau

Nach monatelangen drastischen Erhöhungen zeigte der Markt für DDR5-RAM Ende Januar erstmals Anzeichen einer Beruhigung. Eine Analyse des Fachportals 3DCenter.org ergab, dass die Durchschnittspreise zwischen Mitte Januar und Anfang Februar nur noch um 0,1 Prozent stiegen. Einige 64-GB-Kits verbilligten sich sogar um bis zu 15 Prozent.

Doch diese Entspannung ist trügerisch. Die Preise verharren auf einem extrem hohen Niveau. Beliebte 32-GB-Kits kosten heute über 400 Prozent mehr als noch im Sommer 2025. Die aktuelle Stabilität ist daher eher eine Atempause als eine Trendwende.

Anzeige

Die Preise für RAM und andere Komponenten sind stark gestiegen – das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Sie jetzt teure Hardware nachkaufen müssen. Das kostenlose Linux-Startpaket enthält eine vollständige Ubuntu-Vollversion und einen E-Mail-Ratgeber, der Schritt für Schritt zeigt, wie Sie Linux parallel zu Windows installieren und ältere Rechner spürbar beschleunigen können – ohne Lizenzkosten. Ideal, wenn Sie kurzfristig sparen und Ihre aktuelle Hardware weiter nutzen möchten. Jetzt kostenloses Linux-Startpaket sichern

Kupfermangel treibt Kühlkosten in die Höhe

Neue Probleme kommen nun aus der Lieferkette für Rohstoffe. Seit dem 8. Februar warnen Hersteller vor Engpässen und explodierenden Kosten für Kupfer und Zinn. Der Preis für eine Tonne Kupfer ist binnen eines Jahres um rund 30 Prozent gestiegen.

Die Folgen treffen direkt die Hersteller von Kühlkomponenten. CPU-Kühler, Grafikkarten-Wasserköpfe und Radiatoren werden deutlich teurer. Der Kühlspezialist Alphacool kündigte bereits Preiserhöhungen von 5 bis 10 Prozent bis Ende Februar an. Besonders betroffen sind kupferbasierte Produkte.

KI-Boom bleibt Preistreiber Nummer eins

Die kurze Verschnaufpause beim Arbeitsspeicher ändert nichts am grundsätzlichen Problem: Die künstliche Intelligenz treibt die Preise. Tech-Giganten kaufen DRAM- und NAND-Chips in riesigen Mengen für ihre KI-Rechenzentren. Das entzieht dem Verbrauchermarkt Kapazitäten.

Das Marktforschungsunternehmen TrendForce rechnet für das erste Quartal 2026 mit einem weiteren Anstieg der Vertragspreise. PC-DRAM könnte um 105 bis 110 Prozent teurer werden, NAND-Speicher für SSDs um 55 bis 60 Prozent. Diese Großhandelspreise wirken mit Verzögerung auch auf den deutschen Einzelhandel durch.

Was bedeutet das für PC-Bauer?

Die Lage ist paradox: Während die RAM-Preise momentan stagnieren, rollt die nächste Preisfront aus der Rohstoffkrise an. Die aktuelle Stabilität bietet nur ein kurzes Zeitfenster für geplante Käufe.

Die zugrundeliegenden Marktkräfte – der KI-Boom und die Materialknappheit – deuten auf weitere deutliche Preiserhöhungen im ersten Halbjahr 2026 hin. Für Verbraucher heißt das: Wer Komponenten benötigt, sollte die aktuelle Phase nutzen. Die Zeit vorhersehbarer Hardware-Preise ist vorerst vorbei.

Anzeige

PS: Der anhaltende KI-Boom treibt nicht nur die Chippreise, sondern bringt auch neue gesetzliche Anforderungen mit sich – seit August 2024 gilt die EU-KI-Verordnung. Wenn Sie als Entwickler, Anbieter oder Entscheider betroffen sind, bietet ein kostenloser Umsetzungsleitfaden praxisnahe Erläuterungen zu Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Dokumentationsanforderungen, damit Sie Fristen und Bußgelder vermeiden. Jetzt kostenlosen KI-Leitfaden herunterladen

@ boerse-global.de