Parodontitis, Risiko

Parodontitis erhöht das Risiko für Alzheimer

02.02.2026 - 19:56:12

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Bakterien aus dem Mund ins Gehirn gelangen und dort neurodegenerative Prozesse auslösen können. Eine gute Mundhygiene wird damit zu einem wichtigen Faktor in der Alzheimer-Prävention.

Chronische Zahnfleischentzündungen könnten Demenz fördern. Neue Forschungsergebnisse zeigen, wie Bakterien aus dem Mund direkt ins Gehirn gelangen und dort schädliche Prozesse auslösen. Damit rückt die tägliche Mundhygiene in den Fokus der Demenzprävention.

Bakterien überwinden die Blut-Hirn-Schranke

Im Zentrum steht das Bakterium Porphyromonas gingivalis, ein Hauptverursacher schwerer Parodontitis. Seine giftigen Enzyme, die Gingipaine, fanden Forscher im Hirngewebe verstorbener Alzheimer-Patienten. Die Keime gelangen über den Blutkreislauf vom Mund ins Gehirn und überwinden sogar die schützende Blut-Hirn-Schranke.

Dort aktivieren sie die Immunzellen des Gehirns, die Mikrogliazellen, chronisch. Diese sind eigentlich für den Abbau schädlicher Alzheimer-Plaques zuständig. Durch die Daueraktivierung verlieren sie diese Fähigkeit – die Neurodegeneration beschleunigt sich.

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Der Mund als Quelle für chronische Entzündungen

Parodontitis ist mehr als eine lokale Infektion. Sie stellt eine chronische Entzündungsbelastung für den gesamten Körper dar. Entzündungsbotenstoffe aus dem Mund gelangen in die Blutbahn und fördern systemische Entzündungen.

Solche unterschwelligen Dauerentzündungen gelten schon länger als Treiber für altersbedingte Krankheiten wie Alzheimer. Die Verbindung von Parodontitis zu systemischen Erkrankungen wie Diabetes oder Herzproblemen ist bekannt. Jetzt kommt Demenz als weitere schwerwiegende Folge hinzu.

So senken Sie Ihr Risiko

Die gute Nachricht: Parodontitis ist vermeidbar und behandelbar. Eine konsequente Mundhygiene könnte damit direkt das Alzheimer-Risiko reduzieren.

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:
* Regelmäßige Kontrolle: Professionelle Zahnreinigungen beim Zahnarzt erkennen Entzündungsherde früh.
* Gründliche Pflege: Tägliches Zähneputzen und die Reinigung der Zahnzwischenräume entfernen bakterielle Beläge.
* Schnelles Handeln: Bei Zahnfleischbluten, Schwellungen oder Mundgeruch sofort zum Zahnarzt.

Ein unterschätzter Risikofaktor?

Die wissenschaftliche Evidenz wächst. Eine Metaanalyse der New York University mit Daten von 34.000 Erwachsenen zeigte: Jeder verlorene Zahn erhöht das Demenzrisiko um 1,1 Prozent.

Dennoch wird der Faktor Mundgesundheit in großen Demenz-Präventionsberichten oft noch stiefmütterlich behandelt. Forscher fordern eine stärkere Integration. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft betont die besondere Bedeutung der Mundpflege bei bereits Erkrankten, da diese Schmerzen oft nicht mehr äußern können.

Neue Therapien und mehr Aufklärung

Die Forschung sucht nach konkreten Therapieansätzen. Vielversprechend sind Medikamente, die die schädlichen Gingipaine des Bakteriums blockieren. In Tierversuchen reduzierten sie die Bakterienlast im Gehirn.

Gleichzeitig wird die Aufklärung immer wichtiger. Zahn- und Allgemeinmediziner müssen enger zusammenarbeiten, um Patienten über die Folgen aufzuklären. Langzeitstudien wie die „Study of Health in Pomerania“ bestätigen den Zusammenhang: Eine frühzeitige Behandlung von Zahnfleischerkrankungen schützt die Gehirnsubstanz.

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