OpenAI und Anthropic: Der kalte KI-Krieg eskaliert
20.02.2026 - 20:23:11 | boerse-global.deDer Führungsstreit in der KI-Branche erreicht eine neue Stufe. Beim Gipfel in Neu-Delhi verweigerten die Chefs von OpenAI und Anthropic demonstrativ den Handschlag – ein symbolträchtiger Akt nach einem erbitterten Werbekrieg.
Die Rivalität zwischen den KI-Giganten OpenAI und Anthropic ist nicht länger nur ein Hintergrundrauschen. Beim AI Impact Summit in Indien zeigte sich der Konflikt zwischen den CEOs Sam Altman und Dario Amodei für alle sichtbar. Auf die Bitte von Premierminister Narendra Modi, sich für ein symbolisches Foto die Hände zu reichen, reagierten beide mit verlegenem Zögern. Statt eines Handschlags hoben sie schließlich nur die Fäuste – eine Geste, die in sozialen Medien sofort als Zeichen der tiefen Spaltung interpretiert wurde.
Der Werbekrieg als Zündfunke
Die angespannte Atmosphäre folgt auf einen öffentlichen Schlagabtausch um die Super-Bowl-Werbung Anfang Februar. Anthropic investierte Millionen in Spot, die Konkurrenten satirisch angriffen. Die Botschaft: Während andere KI-Assistenten bald Werbung einblenden würden, bleibe Anthropics Claude werbefrei.
Ein direkter Angriff auf OpenAI, das gerade Werbetests für die Gratis-Version von ChatGPT angekündigt hatte. Altman konterte scharf: Die Kampagne sei irreführend und verzerre die geplante Umsetzung. Sein Argument: Anthropics reines Abo-Modell schließe viele Nutzer aus, während ChatGPT kostenlos bleibe.
Zwei Philosophien prallen aufeinander
Hinter dem Streit stehen grundverschiedene Geschäftsmodelle. OpenAI setzt auf breite Verfügbarkeit – unterstützt durch Werbung und Premium-Abos. Das Unternehmen dominiert den Konsumentenmarkt und argumentiert mit demokratischem Zugang.
Anthropic, gegründet von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern, positioniert sich als sicherheitsorientierte Alternative. Das Unternehmen warnt vor Werbung in KI-Interaktionen, die die Technologie korrumpieren könne. Stattdessen setzt man auf Enterprise-Kunden und zahlende Nutzer.
Marktkampf mit Symbolkraft
Der Konflikt spiegelt den Übergang der KI-Branche von der Forschungs- zur Wettbewerbsphase wider. Während OpenAI bei Nutzerzahlen und Bekanntheit führt, punktet Anthropic bei Unternehmen mit Sicherheitsversprechen.
Die jüngsten Ereignisse markieren eine neue Eskalationsstufe. Aus technischen Debatten wurden Fernsehspots und nun diplomatische Eklats. Beide Unternehmen werben weltweit um Regulierer und Partner – doch die Gräben vertiefen sich.
Die Frage, wie sich Künstliche Intelligenz finanziert, wird zur entscheidenden Weichenstellung.
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