OpenAI, Werbung

OpenAI testet Werbung in kostenlosem ChatGPT

19.01.2026 - 05:26:12

OpenAI startet gesponserte Anzeigen in ChatGPT, um die kostenlose Version zu finanzieren. Ein neuer günstiger Tarif enthält ebenfalls Werbung, während Analysten vor Risiken für das Nutzervertrauen warnen.

ChatGPT wird für Gratis-Nutzer zum Werbekanal. Der KI-Pionier OpenAI führt gesponserte Anzeigen ein, um die hohen Betriebskosten zu decken und den kostenlosen Zugang zu erhalten. Eine Gratis-Nutzung ohne Werbung gibt es künftig nicht mehr.

Die ersten Werbetests starten in den kommenden Wochen für erwachsene Nutzer in den USA. Die Anzeigen erscheinen kontextbezogen am Ende von Antworten und sind klar als „gesponsert“ gekennzeichnet. Wer etwa nach Rezepten für mexikanisches Essen fragt, könnte einen Link zu einer Hot-Sauce-Marke sehen.

So funktionieren die ChatGPT-Anzeigen

OpenAI betont, die Werbung solle unaufdringlich und vertrauenswürdig sein. Sie beeinflusse die KI-Antworten nicht und Nutzerkonversationen blieben privat. Nutzer können personalisierte Werbung deaktivieren und bestimmte Anzeigen ausblenden. Für Minderjährige und sensible Themen wie Gesundheit oder Politik wird es keine Werbung geben.

Anzeige

Passend zum Thema Privatsphäre bei KI-Diensten: Wenn Sie Sorge haben, dass personalisierte Werbung Ihre Chats ausnutzt, zeigt das Telegram-Startpaket Schritt für Schritt, wie Sie sicher zu Telegram wechseln und Ihre Nummer verbergen, geheime Chats nutzen und die wichtigsten Datenschutz-Einstellungen setzen. Der kostenlose PDF-Report erklärt in verständlichen Schritten, welche Einstellungen Werbe- und Tracking-Funktionen blockieren — ideal für alle, die ihre Kommunikation unabhängig von Werbeprofilen schützen wollen. Telegram-Startpaket jetzt gratis anfordern

„Wir wollen mehr Menschen den Zugang zu unseren KI-Tools ermöglichen“, erklärt das Unternehmen die Strategie. Hintergrund sind die immensen Betriebskosten für Rechenleistung und Spezialchips. Trotz einer Bewertung von schätzungsweise 500 Milliarden Euro ist OpenAI noch nicht profitabel.

Neue Einnahmequelle und „ChatGPT Go“

Parallel startet in den USA der günstige Abo-Tarif „ChatGPT Go“ für 8 Euro monatlich. Er bietet höhere Nutzungslimits als die Gratis-Version, enthält aber ebenfalls Werbung. Nur die teureren Pläne Plus, Pro, Business und Enterprise bleiben werbefrei.

Mit über 800 Millionen wöchentlichen Nutzern eröffnet Werbung ein riesiges Einnahmepotenzial. OpenAI folgt damit dem Weg von Tech-Giganten wie Google und Meta. Doch der Schritt ist riskant: Kann das Nutzervertrauen erhalten bleiben?

Risiken für das Nutzererlebnis

Analysten warnen vor einem Vertrauensverlust. Werden die Anzeigen als störend empfunden, könnten Nutzer zu werbefreien Konkurrenz-Angeboten abwandern. Die Gratis-Version von ChatGPT war ein Schlüssel zum massenhaften Erfolg.

„OpenAI betritt mit personalisierter Werbung in einem Beratungs-Tool gefährliches Terrain“, kommentiert eine Branchenexpertin. Nutzer vertrauten der KI oft bei persönlichen Fragen. Dieses Vertrauen für Werbezwecke zu nutzen, sei ein Balanceakt.

Das Unternehmen betont, es handele sich zunächst um einen begrenzten Test. Nutzerfeedback soll über eine mögliche Ausweitung entscheiden. Der Ausgang wird wegweisend sein für die Frage, wie sich KI-Plattformen künftig finanzieren – ohne ihre Nutzer zu vergraulen.

Anzeige

PS: Sie möchten Werbung im Chat vermeiden und mehr Kontrolle über Ihre Daten? Der kostenlose Telegram-Guide erklärt in einem kompakten 5‑Minuten-Plan, wie Sie von WhatsApp zu Telegram wechseln, geheime Chats aktivieren und Tracking minimieren. Inklusive praktischer Checkliste für die wichtigsten Einstellungen — ideal für alle, die Privatsphäre statt personalisierter Anzeigen bevorzugen. Jetzt Telegram-Umstieg-Report herunterladen

@ boerse-global.de