OpenAI, US-Partner

OpenAI sucht US-Partner für milliardenschwere AI-Infrastruktur

15.01.2026 - 22:03:12

OpenAI sucht amerikanische Hersteller für Rechenzentren, Elektronik und Robotik, um die gesamte KI-Infrastruktur in den USA zu produzieren und die Lieferketten abzusichern.

OpenAI will die Produktion seiner KI-Hardware komplett in die USA verlagern. Das Unternehmen sucht ab sofort amerikanische Hersteller für Rechenzentren, Roboter und Elektronik – ein milliardenschwerer Auftakt zur “Reindustrialisierung”.

Strategischer Schachzug für US-Technologieführerschaft

Der KI-Pionier OpenAI hat heute eine der bedeutendsten Industriekooperationen der letzten Jahre gestartet. Mit einer offiziellen Ausschreibung für US-Hersteller will das Unternehmen seine gesamte KI-Infrastruktur künftig in Amerika produzieren lassen. Das betrifft nicht nur Hochleistungs-Chips, sondern die komplette Wertschöpfungskette – von Rechenzentrums-Racks über Kühlsysteme bis zu Roboter-Komponenten.

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Hinter dem Vorstoß steckt eine klare Strategie: OpenAI will die Abhängigkeit von globalen Lieferketten reduzieren und eine widerstandsfähige, heimische Produktion für die KI-Ära aufbauen. “Wir sehen hier eine historische Chance für die Reindustrialisierung des Landes”, heißt es aus Unternehmenskreisen. Der Schritt kommt nicht überraschend – bereits Ende 2025 kündigte OpenAI eine Kooperation mit dem Elektronikriesen Foxconn an, um gemeinsam US-Produktionskapazitäten für KI-Hardware zu entwickeln.

Drei Schlüsselsektoren im Fokus

Die Ausschreibung konzentriert sich auf drei Kernbereiche, die für OpenAIs Expansion entscheidend sind:

Rechenzentren: Gesucht werden Partner für die komplette physische Infrastruktur – von Hochleistungsservern über Netzwerktechnik bis zu speziellen Kühlsystemen. Traditionelle Luftkühlung reicht für die Hitzeentwicklung moderner KI-Modelle nicht mehr aus, weshalb OpenAI auf fortschrittliche Flüssigkühlungslösungen setzt.

Konsumelektronik: Hier geht es um Module, Werkzeuge, Ausrüstung und Endmontage. OpenAI bereitet offenbar den Markteintritt mit eigenen KI-gesteuerten Geräten vor.

Robotik: Das Unternehmen sucht US-Quellen für Motoren, Getriebe und Leistungselektronik – ein deutliches Signal, dass digitale KI-Modelle bald physische Roboter steuern sollen.

Gigantischer Bedarf an Fachkräften und Energie

Die Dimensionen des Vorhabens sind gewaltig. Interne Analysen von OpenAI legen nahe, dass die Infrastrukturpläne der nächsten fünf Jahre etwa 20 Prozent der bestehenden US-Fachkräfte in Schlüsselberufen binden könnten. Gemeint sind spezialisierte Elektriker, Mechaniker und Techniker für Hochleistungsrechenzentren.

Hinzu kommt der immense Energiebedarf: OpenAI plant den Bau von Rechenzentren mit einer Gesamtkapazität von 10 Gigawatt – das entspricht etwa der Leistung von zehn großen Kernkraftwerken. Diese Pläne sind Teil des ambitionierten “Stargate”-Projekts, einem milliardenschweren, mehrjährigen Programm zum Aufbau riesiger Rechenkapazitäten in den USA.

Geopolitisches Kalkül und Marktsignal

Die Entscheidung für heimische Produktion ist auch eine Reaktion auf geopolitische Spannungen und globale Lieferkettenrisiken. “KI-Infrastruktur sollte als fortschrittliche Fertigung behandelt werden”, hatte OpenAI bereits dem Weißen Haus vorgeschlagen. Nun setzt das Unternehmen diese Forderung in die Tat um.

Die Ausschreibung soll als Marktsignal wirken und Investitionen in moderne Produktionskapazitäten ankurbeln. US-Hersteller können ihre Vorschläge bis Juni 2026 einreichen, die Prüfung erfolgt laufend. Die ausgewählten Partner werden nicht nur Zulieferer, sondern langfristige Mitgestalter einer neuen amerikanischen Schlüsselindustrie.

Kann die US-Fertigungsindustrie den beispiellosen Bedarf decken? Die Antwort wird nicht nur über den Erfolg von OpenAI entscheiden, sondern darüber, ob Amerika das Gravitationszentrum der KI-Hardware-Produktion werden kann. Für deutsche Technologiekonzerne wie SAP oder die Telekom bietet die Entwicklung sowohl Chancen als auch Warnsignale – der Wettlauf um die physische Infrastruktur der KI-Ära hat begonnen.

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