OpenAI steuert KI-Stimme für Pentagon-Drohnenschwärme
14.02.2026 - 14:51:12Das US-Verteidigungsministerium setzt für ein 100-Millionen-Euro-Projekt zur Steuerung von Drohnenschwärmen auf Sprach-KI von OpenAI. Die Technologie soll Einzelpersonen die Kontrolle über Dutzende autonomer Systeme per Sprachbefehl ermöglichen – ein Meilenstein für KI im Militäreinsatz.
Sprachbefehle für den Drohnenschwarm
Hintergrund ist ein sechsmonatiger Wettbewerb der Defense Innovation Unit (DIU) und des Special Operations Command. Ziel ist es, die kognitive Last für Operateure drastisch zu reduzieren. Statt jedes Drohne manuell zu steuern, soll ein Befehl wie „Scanne den nördlichen Sektor“ genügen. Die KI übersetzt diese Absicht dann in konkrete Flugmanöver für den gesamten Schwarm.
OpenAI tritt dabei nicht als Hauptauftragnehmer auf. Das Unternehmen aus San Francisco liefert als Technologiepartner die Schnittstelle für zwei noch unbekannte Rüstungsfirmen. Der Fokus liegt allein auf der Sprachverarbeitung. Die Modelle des KI-Pioniers wandeln natürliche Sprache in maschinenlesbare Befehle um. Die eigentliche Flugsteuerung, Zielerfassung und Waffenintegration verbleibt bei militärischer Spezialsoftware.
Ethische Grenzziehung und strategische Ausrichtung
Diese Trennung ist entscheidend für OpenAI. Das Unternehmen verbietet in seinen Nutzungsrichtlinien den Einsatz seiner Technologie für Waffenentwicklung oder direkte Schadenszufügung. Indem es sich auf die reine Übersetzerrolle beschränkt, umgeht es diese rote Linie – zumindest formal. Kritiker befürchten jedoch, dass die Grenze zwischen „Befehlsschnittstelle“ und „Kontrollsystem“ in der Praxis verschwimmen könnte.
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Für OpenAI ist das Projekt der nächste logische Schritt in eine strategische Neuausrichtung. Bereits im Dezember 2024 ging das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem Rüstungskonzern Anduril Industries ein, um KI für Abwehrsysteme gegen Drohnen einzusetzen. Parallel dazu wird berichtet, dass die ChatGPT Enterprise-Variante bald für rund drei Millionen Pentagon-Mitarbeiter verfügbar sein soll – für administrative und analytische Aufgaben.
Testfall für die Zukunft der Kriegsführung
Der bis Mitte 2026 laufende Feldversuch ist ein entscheidender Praxistest. Kann Sprach-KI unter hohem Stress, bei Zeitdruck und in komplexen Gefechtsszenarien zuverlässig funktionieren? Sollte das Konzept überzeugen, könnte es zum Standard für die Steuerung unbemannter Systeme zu Lande, zu Wasser und in der Luft werden.
Ein Erfolg würde OpenAI endgültig als Schlüssellieferanten im nationalen Sicherheitssektor etablieren. Für das Pentagon wiederum könnte sich ein modulares Beschaffungsmodell durchsetzen: Kommerzielle KI für die Bedienung, militärische Software für die taktische Ausführung. Der Ausgang des Projekts wird daher weltweit mit Spannung verfolgt.
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