OpenAI, Rekord-Finanzierung

OpenAI: Rekord-Finanzierung von über 100 Milliarden Euro steht bevor

20.02.2026 - 04:21:12 | boerse-global.de

Ein Tech-Konsortium um Amazon, SoftBank und Nvidia plant eine historische Finanzierung für OpenAI, die die Bewertung auf über 850 Milliarden Euro treiben würde. Das Kapital soll die globale Expansion und Infrastruktur des KI-Führers finanzieren.

OpenAI könnte mit einer historischen Kapitalspritze von über 100 Milliarden Euro zum wertvollsten KI-Unternehmen der Welt aufsteigen. Das berichten US-Medien kurz vor Abschluss der ersten Finanzierungsphase.

Die Bewertung des Unternehmens würde nach der Investition auf über 850 Milliarden Euro steigen. Damit wäre OpenAI in einer Liga mit den weltweit größten Technologiekonzernen. Ein Konsortium aus Tech-Giganten wie Amazon, SoftBank und Nvidia sowie dem bestehenden Partner Microsoft soll die erste Tranche bis Ende Februar zeichnen.

Tech-Titanen sichern sich Anteile an KI-Führer

Die Finanzierung fällt nicht nur durch ihre schiere Größe auf. Sie wird maßgeblich von strategischen Unternehmensinvestoren und nicht von Risikokapitalgebern getragen. Allein die Zusagen dieser Kerngruppe sollen sich der 100-Milliarden-Euro-Marke nähern.

  • Amazon könnte bis zu 50 Milliarden Euro beisteuern.
  • SoftBank plant eine Investition von bis zu 30 Milliarden Euro.
  • Chip-Hersteller Nvidia erwägt einen Beitrag von 20 bis 30 Milliarden Euro.

Diese gewaltige Kapitalzufuhr unterstreicht das enorme Vertrauen der Branchengrößen in OpenAIs Vision und seine Führungsposition bei generativer KI. Die Bewertung des Unternehmens vor der Investition liegt bei rund 730 Milliarden Euro. Eine zweite Finanzierungsphase mit Venture-Capital-Firmen und Staatsfonds soll folgen und den Gesamtbetrag noch erhöhen.

Milliarden fließen in globale Expansion

Ein Großteil des Geldes ist für den massiven Ausbau der globalen Infrastruktur reserviert. Die nächste Generation von KI-Modellen hat einen unersättlichen Hunger nach Rechenleistung und Energie. Ein Beispiel für diese Strategie ist ein kürzlich bekannt gewordener Deal in Indien.

OpenAI hat sich demnach mit dem Tata-Konzern geeinigt, um Kapazitäten in Rechenzentren im Umfang von 100 Megawatt zu sichern. Langfristig soll diese Kapazität auf ein Gigawatt ausgebaut werden. Zudem plant OpenAI Büros in Mumbai und Bengaluru.

Mit dem Aufbau eigener physischer Infrastruktur will sich das Unternehmen unabhängiger von Cloud-Giganten wie Microsoft und Google machen. Die Betriebskosten sind immens: Schätzungen zufolge liegen OpenAIs monatliche Ausgaben bereits bei über 700 Millionen Euro.

Parallel: Millionen für unabhängige KI-Sicherheit

Trotz des kommerziellen Expansionskurses betont OpenAI auch sein Engagement für sichere KI. Erst diese Woche sagte das Unternehmen dem „Alignment Project“ einen Zuschuss von 7,5 Millionen Euro zu. Dieser globale Fonds für unabhängige KI-Sicherheitsforschung wurde vom britischen KI-Sicherheitsinstitut (UK AISI) ins Leben gerufen.

Es handelt sich um eine der bislang größten Fördersummen für unabhängige Forschung dieser Art. Ziel ist es, konzeptionelle Ansätze zu entwickeln, um Risiken durch hochleistungsfähige oder fehlgeleitete KI-Systeme zu entschärfen. Die Finanzierung einer unabhängigen Stelle soll ein breiteres Forschungsumfeld schaffen. Die Botschaft: Die sichere Entwicklung einer Künstlichen Allgemeinen Intelligenz (AGI) kann keine einzelne Organisation allein bewältigen.

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Konsolidierung an der KI-Spitze

Die Rekordfinanzierung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für die Branche. Die Kosten, um in der KI-Spitzenforschung mithalten zu können, sind exorbitant und schaffen hohe Eintrittsbarrieren. Die Macht konzentriert sich auf wenige Player.

OpenAIs Fähigkeit, über 100 Milliarden Euro einzuwerfen, vergrößert den Vorsprung vor der Konkurrenz. Das Unternehmen kann es sich leisten, auf dem Weg zu technologischen Durchbrüchen hohe Verluste in Kauf zu nehmen. Die prognostizierten Ausgaben zwischen 2025 und 2030 könnten sich auf 450 Milliarden Euro summieren.

Das Engagement von Amazon, Nvidia und SoftBank schafft zudem ein komplexes Netz aus Allianzen. Für Nvidia sichert die Investition einen Hauptabnehmer für seine begehrten KI-Chips. Für Cloud-Anbieter wie Amazon stärkt sie die Bindung an den führenden KI-Entwickler. OpenAI festigt so seine zentrale Stellung im gesamten Ökosystem.

Börsengang 2026 im Visier?

Viele Analysten sehen in dieser Finanzierungsrunde einen entscheidenden Schritt hin zu einem Börsengang (IPO). Berichten zufolge könnte OpenAI bereits Ende 2026 an die Börse gehen. Die aktuellen Investoren erhalten Vorzugsaktien, die bei einem IPO in Stammaktien umgewandelt werden können. Die historische Kapitalspritze bereitet das Unternehmen nicht nur auf seine ambitionierte Mission vor, sondern auch auf eine mögliche Zukunft als börsennotiertes Unternehmen.

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