OpenAI beendet GPT?4o, setzt auf GPT?5?Ökosystem
15.02.2026 - 17:31:11OpenAI hat am Freitag, dem 13. Februar 2026, offiziell den Zugriff auf das GPT‑4o‑Modell und mehrere ältere Systeme in ChatGPT beendet. Der Schritt markiert das Ende der „Omni“-Ära für Privatanwender und konzentriert das Angebot künftig auf das neueste GPT‑5‑Portfolio. Begründet wird der Rückzug mit deutlich niedrigem Nutzungsgrad und verbesserten Fähigkeiten der aktuellen Modelle.
Was geht wieso verloren – und wer ist betroffen?
Ab sofort können Nutzer in der ChatGPT‑Benutzeroberfläche GPT‑4o, GPT‑4.1, GPT‑4.1 mini und OpenAI o4‑mini nicht mehr ausgewählt werden. OpenAI begründet den Schritt mit einer Ressourcenfokussierung auf das GPT‑5‑Ökosystem, insbesondere GPT‑5.2, dem weit verbreiteten Standardmodell. Die Firma verweist darauf, dass der Großteil der Nutzer bereits auf neuere Versionen migriert sei. Vor der Abschaltung habe nur etwa 0,1 Prozent der täglich aktiven Nutzer noch GPT‑4o gewählt.
Der Abschied erfolgt primär im Verbraucherangebot. Für Entwickler bleibt der API‑Zugang momentan erhalten. Business‑, Enterprise‑ und Edu‑Nutzer erhalten jedoch eine Übergangsfrist: GPT‑4o bleibt in Custom GPTs bis zum 3. April 2026 verfügbar; danach wird es auch dort vollständig eingestellt – außerhalb der API natürlich nicht mehr nutzbar.
Warum dieser Kurswechsel?
OpenAI argumentiert, ältere Modelle bielen technische Ressourcen, die besser in die Weiterentwicklung des GPT‑5‑Bundles investiert werden könnten. Mit dem Update solle man nicht nur Leistungsfähigkeit, sondern auch Sicherheit und Stabilität der neuesten Systeme erhöhen. Die Umstellung soll den Nutzern zugleich eine bessere Grundlage für fortgeschrittene Anpassungen bieten.
Reaktionen aus Nutzer-Community und Fachwelt
Trotz der überwiegend geringen Nutzungszahlen gab es teils heftige Rückmeldungen aus bestimmten Nutzerkreisen. Kritiker lobten die besondere Gesprächsführung von GPT‑4o – eine Art „Wärme“ und Persönlichkeit, die von manchen Anwendern als wesentliches Unterscheidungsmerkmal empfunden wird. Online-Foren und Tech‑Medien berichten von betroffenen Communities, die den Verlust bedauern.
Bereits im August 2025 hatte OpenAI den Plan, GPT‑4o zeitweise abzuschalten, nach kurzer Gegenwehr wieder revidiert. Damals hieß es, Nutzer bevorzugten das frühere Stil‑Profil für kreative Ideation. Dieses Mal scheint OpenAI an der Strategie festzuhalten – mit dem Hinweis, dass neue Anpassungsoptionen in GPT‑5.2 den Verlust zumindest teilweise kompensieren sollen.
Neue Möglichkeiten zur Stilsteuerung in GPT‑5.2
Um die Lücke zu schließen, führt OpenAI im GPT‑5.2‑Jahrgang neue „Persönlichkeits“-Kontrollen ein. Nutzer können künftig Parameter wie Wärme, Enthusiasmus und Freundlichkeit der Antworten manuell anpassen. Die Idee dahinter: Es solle nicht nur darum gehen, was das Modell kann, sondern auch wie es sich anfühlt, damit bestimmte Einsatzfelder – von Kreativarbeiten bis hin zu Coaching‑Szenarien – weiter bedient werden können.
Auswirkungen für Unternehmen und deutsche Anwender
Für Unternehmen bedeuten die Änderungen vor allem Planungs‑ und Migrationsaufwand. Die Verbraucheroberfläche bietet ab sofort keinen Zugriff mehr auf die Altmodelle. Wer interne Tools oder Custom GPTs nutzt, sollte die Übergangsfrist bis Anfang April nutzen, um Arbeitsabläufe auf GPT‑5.2 umzustellen. Der API‑Zugriff bleibt vorerst unverändert, allerdings gilt auch hier: OpenAI hatte angekündigt, API‑Änderungen würden rechtzeitig angekündigt, um Unterbrechungen zu vermeiden.
Unternehmen und Entwickler, die jetzt ihre Tools auf GPT‑5.2 umstellen, sollten zugleich prüfen, welche Pflichten aus der EU‑KI‑Verordnung auf sie zukommen. Ein kompakter Umsetzungsleitfaden erklärt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassifizierung, Dokumentationsanforderungen und Übergangsfristen – speziell für Anbieter und Nutzer von KI‑Systemen in der EU. Gratis herunterladen und sofort prüfen, welche Schritte für Ihre Migration nötig sind. Jetzt kostenlosen KI‑Verordnungs‑Leitfaden sichern
Was bedeutet das konkret für Deutschland? Unternehmen sollten prüfen, inwieweit bestehende KI‑Assistenzlösungen auf älteren GPT‑Generationen basieren. Besonders Firmen mit eigener KI‑Infrastruktur oder spezialisierten Tools sollten die Migration zu GPT‑5‑basierenden Modellen planen, um Verzögerungen zu vermeiden. Verbraucher profitierten künftig von stabileren Updates und erweiterten Anpassungsmöglichkeiten, könnten aber vorübergehend den persönlichen Stil vermissen.
Ausblick: Weniger Komplexität, mehr Feinschliff
OpenAI setzt damit weiter auf eine konsolidierte Plattformarchitektur rund um GPT‑5. Neben GPT‑5.2 werden auch kommende Varianten weiter gestrafft, unter anderem „Instant“ und „Thinking“. Branchenbeobachter erwarten, dass OpenAI die emotiven Facetten der KI künftig stärker gezielt feintunen wird, um Nutzerbindung zu stärken – auch in Zeiten zunehmender Wettbewerbsdruck im KI‑Sektor.
Bleibt die zentrale Frage: Wie viel Persönlichkeit braucht eine KI, um produktiv zu sein, ohne zu vermitteln, dass sie menschlich wirkt? Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob die neuen Personalisierungsoptionen die Lücke zu GPT‑4o tatsächlich schließen. Für Anwender in Deutschland heißt es jetzt: prüfen, anpassen, migrieren – und den neuen Stil der KI beobachten.
@ boerse-global.de
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