OpenAI, Milliarden

OpenAI: 100 Milliarden Euro für den KI-Megakampf

19.02.2026 - 09:30:11 | boerse-global.de

Ein Tech-Konsortium um Amazon und Microsoft finanziert OpenAI mit über 100 Milliarden Euro für KI-Infrastruktur, was den Weg zu einem möglichen Börsengang ebnet.

OpenAI steht vor der größten Privatfinanzierung aller Zeiten – über 100 Milliarden Euro sollen den Weg zur Superintelligenz ebnen. Das Rennen um die Vorherrschaft in der künstlichen Intelligenz erreicht eine neue, finanzielle Dimension, die selbst Tech-Giganten in den Schatten stellt.

Strategische Giganten pumpen Rekordsumme

Ein Konsortium aus den mächtigsten Playern der Tech-Branche führt die Finanzierungsrunde an. Amazon, SoftBank, Nvidia und Microsoft sollen die ersten knapp 100 Milliarden Euro bereitstellen. Die finale Vereinbarung wird noch für Ende Februar erwartet. Diese Summe würde die Bewertung des KI-Pioniers nach der Kapitalerhöhung auf über 850 Milliarden Euro katapultieren. Damit rangiert OpenAI in einer Liga mit den weltweit wertvollsten Unternehmen.

Die Besonderheit: Die Investoren sind zugleich OpenAIs wichtigste Zulieferer. Das schafft einen geschlossenen Kreislauf. Das investierte Geld fließt direkt zurück für Chips von Nvidia und Cloud-Dienste von Microsoft und Amazon. Eine symbiotische, aber auch machtzentrierte Allianz der Branchenführer.

Der teure Traum von der Super-KI

Der immense Kapitalbedarf hat einen klaren Grund: die astronomischen Kosten der KI-Infrastruktur. OpenAI plant Hardware- und Rechenzentrumsinvestitionen im Bereich von Billionen Euro im kommenden Jahrzehnt. Die aktuell eingeworbene Summe ist explizit für diese Infrastruktur-Rechnungen reserviert, nicht für Personal oder allgemeines Wachstum.

Herzstück der Strategie ist das „Stargate“-Projekt und andere Mega-Computing-Initiativen. Allein der Fünf-Jahres-Vertrag mit Oracle ab 2027 soll rund 60 Milliarden Euro jährlich kosten. Dazu kommen langfristige Partnerschaften mit AWS und Microsoft im Wert von vielen weiteren Milliarden.

Trotz eines geschätzten Jahresumsatzes von 10-12 Milliarden Euro Mitte 2025 verbrennt OpenAI deutlich mehr Geld, als es einnimmt. Analysten rechnen erst ab 2029 mit einer schwarzen Null. Die Devise lautet: Erst die Infrastruktur dominieren, dann profitieren.

Wettlauf mit Nationen-Budget

Diese Finanzierungsrunde setzt einen beängstigenden Maßstab für die Konkurrenz. Rivalen wie Anthropic oder xAI haben zwar auch Milliarden eingesammelt, aber der Ressourcen-Vorsprung von OpenAI droht, sich unaufholbar zu vergrößern. Das Rennen um die Künstliche Allgemeine Intelligenz (AGI) erfordert Rechenleistung im Maßstab von Nationalstaaten – und entsprechendes Kapital.

Die engen Verflechtungen werfen Fragen auf: Wenn die größten Cloud-Anbieter und der dominierende Chip-Hersteller alle beim führenden KI-Entwickler investiert sind, wo bleibt der Wettbewerb? Regulierer dürften diese Machtkonzentration genau im Blick haben.

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Für OpenAI könnte diese Runde der letzte große private Kapitalschub vor einem Börsengang (IPO) sein. Spekulationen sehen einen solchen Schritt bereits für Ende 2026. Die Beteiligung strategischer Partner soll das Aktientableau stabilisieren und den Weg an die Börse ebnen.

Die finale Bestätigung der Deal-Bedingungen steht noch aus. Doch eines ist klar: Das Zeitalter der KI ist noch lange nicht ausgereift. Es befindet sich erst in seiner kapitalintensivsten Expansionsphase – und OpenAI will deren Architekt sein.

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