Österreichs Wirtschaft wächst 2026 nur um 1,0 Prozent
10.02.2026 - 01:57:12Führende Institute prognostizieren für Österreichs Wirtschaft ein gedämpftes Wachstum von rund 1,0 Prozent im Jahr 2026. Damit endet die längste Schwächephase der Nachkriegszeit – doch von einem stürmischen Aufschwung kann keine Rede sein. Die Erholung steht auf tönernen Füßen.
Das Institut für Höhere Studien (IHS), die Bank Austria und die OECD erwarten ein Plus von exakt 1,0 Prozent. Das WIFO ist mit 1,1 bis 1,2 Prozent etwas optimistischer, während OeNB und EU-Kommission nur 0,9 Prozent vorhersagen. Die Einigkeit ist bemerkenswert: Die Konjunktur fasst wieder Tritt, bleibt aber deutlich hinter früheren Boom-Phasen zurück.
Private Haushalte stützen die Konjunktur
Der private Konsum entwickelt sich zum wichtigsten Wachstumstreiber. Sinkende Inflation und steigende Realeinkommen sollen die Kaufkraft der Haushalte stärken. Die Teuerungsrate könnte auf 2,2 bis 2,6 Prozent fallen.
Der Arbeitsmarkt zeigt sich robust – doch auf Arbeitgeber kommen neue Pflichten zu. Ab 2025 droht für viele Betriebe die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung, bei fehlerhafter Umsetzung können Bußgelder folgen. Das kostenlose E‑Book erklärt in klaren Schritten, wie Sie die neue Pflicht rechtssicher umsetzen, liefert sofort einsetzbare Mustervorlagen für Stundenzettel und praxisnahe Dokumentations-Checks. Ideal für Personaler und Geschäftsführer, die jetzt Haftungsrisiken reduzieren wollen. Arbeitszeiterfassung in 10 Minuten rechtssicher umsetzen – Gratis E‑Book herunterladen
Doch Vorsicht: Die Inflation bleibt im Vergleich zum Euro-Durchschnitt hoch. Das nagt an der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.
Parallel dazu beleben sinkende Zinsen die Investitionstätigkeit. Besonders der Wohnbau dürfte profitieren. Allerdings bremsen die schwache Ertragslage vieler Unternehmen und globale Unsicherheiten die Investitionslust.
Exporte kämpfen mit globalen Risiken
Die exportorientierte Industrie hat den Tiefpunkt der Rezession wohl durchschritten. Eine leichte Belebung der Weltwirtschaft, vor allem bei wichtigem Partner Deutschland, soll die Ausfuhren ankurbeln.
Doch die Risiken sind enorm:
* Geopolitische Spannungen belasten den Welthandel
* Protektionistische Tendenzen wie die US-Zollpolitik schaffen Unsicherheit
* Hohe Inflation in Österreich schwächt die Wettbewerbsfähigkeit
Kann die heimische Wirtschaft unter diesen Bedingungen wirklich Fuß fassen?
Arbeitsmarkt stabil, Staatsfinanzen wackelig
Trotz der langen Rezession zeigt sich der Arbeitsmarkt robust. Die Arbeitslosenquote soll leicht auf rund 7,3 Prozent sinken. Der Fachkräftemangel bleibt jedoch ein Dauerproblem.
Die größte Baustelle sind die öffentlichen Finanzen. Das Budgetdefizit wird voraussichtlich bei 4,1 bis 4,2 Prozent des BIP liegen – deutlich über der Maastricht-Grenze von 3,0 Prozent. Notwendige Sparmaßnahmen könnten das zarte Wachstum direkt wieder bremsen.
Österreichs Wirtschaft steht 2026 vor einem schmalen Grat. Gelingt der Spagat zwischen Haushaltskonsolidierung und Wachstumsimpulsen? Die nächsten Monate werden es zeigen.
PS: Steigende Realeinkommen und frischer Wohnbau verändern den Mietmarkt – Vermieter sollten vorbereitet sein. Der kostenlose Mietspiegel‑Report 2025 liefert aktuelle Vergleichsmieten, praxisnahe Begründungshilfen und Formulierungen für rechtssichere Mieterhöhungen, damit Sie in Zeiten hoher Inflation und steigender Nachfrage die richtigen Entscheidungen treffen. Direkt als PDF-Download per E‑Mail verfügbar. Jetzt Mietspiegel‑Report 2025 gratis anfordern
@ boerse-global.de
Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.


