Städtetourismus, Rekorde

Österreichs Städtetourismus knackt Rekorde – doch Lohnstreit droht

14.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.de

Österreichs Städte verzeichnen ein Rekordjahr mit 29,1 Millionen Übernachtungen. Gleichzeitig könnten festgefahrene Kollektivvertragsverhandlungen den Aufschwung gefährden.

Österreichs Städtetourismus knackt Rekorde – doch Lohnstreit droht - Foto: über boerse-global.de
Österreichs Städtetourismus knackt Rekorde – doch Lohnstreit droht - Foto: über boerse-global.de

Österreichs Städte verzeichnen ein Rekordjahr mit 29,1 Millionen Nächtigungen. Doch parallel eskalieren die Kollektivvertragsverhandlungen für die Branche. Während die Regierung auf Ganzjahrestourismus setzt, könnte ein Streit um faire Löhne den Boom ausbremsen.

Städte ziehen den Tourismus an

Wien und die acht Landeshauptstädte verbuchten im abgelaufenen Jahr ein Plus von sechs Prozent bei den Übernachtungen. Mit 13,5 Millionen Gästen kamen auch fünf Prozent mehr Touristen. Zwei Drittel aller Nächtigungen entfielen dabei auf die Bundeshauptstadt. Wien steigerte seine Zahlen um sieben Prozent auf 20,1 Millionen.

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Auf den Plätzen folgten Salzburg mit 3,3 Millionen und Innsbruck mit knapp zwei Millionen Nächtigungen. Branchenanalysten betonen: Ohne die starke Performance der Städte wäre das gesamtösterreichische Wachstum auf nur ein Prozent geschrumpft. Die urbanen Zentren sichern zehntausende Jobs und finanzieren lokale Infrastruktur.

Ganzjahresdestination im Aufwind

Die Basis für den Aufschwung ist eine ungebrochene Reisewilligkeit. Internationale Suchanfragen stiegen zuletzt deutlich an. Österreich treibt deshalb den Wandel zur Ganzjahresdestination voran. Ein Erfolg: Bereits 28,1 Prozent aller Nächtigungen entfallen auf die klassischen Nebensaisonen.

Vertreter der Branche sehen darin einen Schlüssel für stabile Auslastung und ganzjährige Jobs. Unterstützt wird der Trend durch Qualitätsinvestitionen und internationale Imagekampagnen. Das vergangene Jahr war mit über 154 Millionen Nächtigungen österreichweit nicht nur ein Rekord-, sondern auch das ausgewogenste Jahr in der Tourismusgeschichte.

KV-Verhandlungen: Volles Haus, leere Kassen?

Trotz voller Auftragsbücher stecken die Lohnverhandlungen fest. Die erste Runde für die rund 65.000 Betriebe in Hotellerie und Gastronomie endete ergebnislos. Die Gewerkschaft vida fordert 3,8 Prozent mehr Lohn, zwölf garantierte freie Sonntage und bezahlte Mittagspausen.

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Die Arbeitgeber boten lediglich 2,3 Prozent. Ein realer Verlust für die Belegschaft, wie die Gewerkschaft betont – die Inflation liegt bei rund 3,6 Prozent. Die Wirtschaftskammer verweist auf gestiegene Energie- und Personalkosten. Einstiegsgehälter für Fachkräfte variieren derzeit zwischen 2.215 Euro im Burgenland und 2.264 Euro in Wien.

Regierung setzt auf Strategie „Vision T“

Die Bundesregierung reagiert auf die structuralen Herausforderungen. Mit der Initiative „Vision T“ soll bis Sommer eine neue nationale Tourismusstrategie erarbeitet werden. Ziel ist es, Wertschöpfung zu halten, Bürokratie abzubauen und nachhaltigen Tourismus zu fördern.

Flankierend bewilligte die Politik eine Million Euro für internationale Werbung im Vorfeld der Olympischen Winterspiele. Tourismusstaatssekretärin Elisabeth Zehetner hebt die wirtschaftliche Bedeutung der Branche hervor. Ob der anhaltende Reiseboom jedoch anhält, hängt nun am Ausgang des Lohnstreits. Können die Sozialpartner sich nicht einigen, droht vielen Betrieben ein Personalengpass – trotz voller Häuser.

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