Studie, Manuelle

Neue Studie: Manuelle Rücken-Therapie allein reicht nicht

12.02.2026 - 02:30:12

Eine neue Analyse zeigt, dass passive Behandlungen allein nicht ausreichen. Der Fokus der modernen Schmerztherapie liegt auf der aktiven Mitarbeit der Patienten.

Eine aktuelle Studie zeigt: Die beliebte manuelle Wirbelsäulen-Therapie hilft nur in Kombination mit Bewegung. Die Analyse, die diese Woche veröffentlicht wurde, bestätigt einen klaren Trend in der modernen Schmerztherapie. Der Fokus verschiebt sich weg von passiven Behandlungen hin zur aktiven Mitarbeit der Patienten.

Rückenschmerzen sind der Hauptgrund für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland. Millionen Menschen sind betroffen. Die am 10. Februar publizierte Analyse hat die Wirksamkeit der spinalen manipulativen Therapie (SMT) untersucht. Dabei lösen Therapeuten mit gezielten Handgriffen Blockaden an der Wirbelsäule.

Die Ergebnisse zeigen eine geringfügige Verbesserung von Schmerz und Funktionalität. Die Studienautoren betonen jedoch: Die Datenlage ist aufgrund methodischer Unterschiede begrenzt. Die wichtigste Schlussfolgerung ist daher nicht die alleinige Empfehlung für SMT. Stattdessen soll sie in ein multimodales Behandlungskonzept eingebettet werden.

Warum passive Therapien an ihre Grenzen stoßen

Die neue Analyse verdeutlicht eine grundlegende Entwicklung. Manuelle Techniken können kurzfristig sogar Muskelkater oder eine vorübergehende Schmerzzunahme verursachen. Schwere Komplikationen wurden nicht berichtet.

Der moderate Nutzen unterstreicht: Passive Behandlungen allein packen das Problem oft nicht an der Wurzel. Dies stützt die Empfehlungen internationaler Leitlinien, etwa der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie befürworten eine Kombination verschiedener Ansätze.

Der Fokus muss auf der aktiven Beteiligung des Patienten liegen. Nur so sind langfristige Erfolge möglich. Ziel ist es, der Entstehung eines chronischen Schmerzgedächtnisses vorzubeugen.

Bewegung ist das Fundament der Behandlung

Experten sind sich einig: Gezielte Übungen sind entscheidend. Sie stärken die Rumpfmuskulatur, stabilisieren die Wirbelsäule und verbessern die Beweglichkeit. Im Gegensatz zu passiven Maßnahmen macht Bewegungstherapie den Körper widerstandsfähiger.

Ein Mangel an Bewegung führt oft zu Muskelverspannungen und einer Schwächung der Stützmuskulatur. Das erhöht die Anfälligkeit für Schmerzen. Regelmäßige Aktivität durchbricht diesen Teufelskreis, fördert die Durchblutung und kann Verspannungen nachhaltig lösen.

Diese Übungen stärken Ihren Rücken

Für Linderung und Prävention hat sich eine Kombination bewährt. Im Zentrum steht die Stärkung der tiefen Rumpfmuskulatur – dem natürlichen Korsett der Wirbelsäule.

  • Kräftigung: Übungen wie die „Schulterbrücke“ oder der „Vierfüßlerstand“ aktivieren gezielt Rücken- und Bauchmuskulatur.
  • Mobilisation: Die „Katze-Kuh“-Übung im Vierfüßlerstand fördert die Beweglichkeit und kann leichte Blockaden lösen.
  • Dehnung: Das Dehnen der Oberschenkelrückseite und Hüftbeuger kann den unteren Rücken entlasten, da verkürzte Muskeln dort zu Fehlhaltungen führen.

Wichtig ist eine langsame, kontrollierte Ausführung – immer ohne die Schmerzgrenze zu überschreiten.

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Vom passiven Behandeln zum aktiven Mitmachen

Die neuen Erkenntnisse spiegeln einen Paradigmenwechsel wider. Früher galten Schonung und passive Maßnahmen als Mittel der Wahl. Heute weiß man: Das ist oft kontraproduktiv.

Die moderne Schmerzforschung betont „Hilfe zur Selbsthilfe“. Ansätze, die den Patienten aktivieren, rücken in den Vordergrund. Dieser Wandel wird auch durch digitale Gesundheitsanwendungen unterstützt. Sie können helfen, positive Bewegungserfahrungen zu schaffen und Angstmuster zu durchbrechen.

Die aktuelle Studie definiert damit die Rolle passiver Maßnahmen neu: Sie sind ergänzend, aber nicht der zentrale Pfeiler der Behandlung.

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