Phishing-Welle, Kunden

Neue Phishing-Welle greift Kunden deutscher Banken an

16.02.2026 - 23:27:38

Eine hochprofessionelle Angriffswelle zielt derzeit massiv auf Kunden deutscher und terreichischer Banken ab. Sicherheitsbehörden und Verbraucherschützer warnen vor raffinierten Betrugsmaschen, die E-Mails, SMS und Telefonanrufe kombinieren. Parallel dazu hebeln neue Banking-Trojaner etablierte Sicherheitsverfahren auf Smartphones aus.

Die Cyberkriminelle agieren mit bemerkenswerter Professionalität. Sie versenden massenhaft gefälschte Nachrichten im Namen großer Institute wie der Postbank, Advanzia Bank oder easybank. Die Muster sind immer ähnlich: Unter einem dringenden Vorwand ? etwa einer angeblichen Kontosperrung oder einem notwendigen Update ? werden Kunden auf gefälschte Webseiten gelockt.

Besonders perfide: Die Täter nutzen aktuelle Ereignisse wie den Markenwechsel von Barclays zu easybank für ihre Zwecke aus. Nachdem Opfer ihre Daten auf einer Phishing-Seite eingegeben haben, folgt oft der nächste Schritt. Angebliche Bankmitarbeiter rufen an und überreden die Verunsicherten, TANs für angebliche Sicherheitsüberprüfungen preiszugeben. In Wirklichkeit autorisieren sie damit Überweisungen auf Betrügerkonten.

Trojaner attackieren das photoTAN-Verfahren

Neben dem Phishing warnen Experten vor einer neuen technischen Bedrohung. Eine frische Generation von Banking-Trojanern manipuliert das als sicher geltende photoTAN-Verfahren in Echtzeit.

Die Schadsoftware gelangt über gefälschte App-Updates auf das Smartphone. Sie legt sich dann unsichtbar über legitime Banking-Apps. Während der Nutzer eine harmlose Transaktion bestätigt, leitet der Trojaner im Hintergrund Geld auf Konten der Kriminellen um. Die Schäden durch diese Methode gehen bereits in die Zehntausende.

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Diese Warnsignale sollten Sie ernst nehmen

Obwohl die Angriffe immer überzeugender werden, gibt es klare Alarmzeichen:
* Unpersönliche Anreden: Echte Banken sprechen Kunden meist mit vollem Namen an, nicht mit "Sehr geehrte Kundin".
* Druck und Drohungen: Jede Nachricht, die unter Androhung einer Kontosperrung zu sofortigem Handeln auffordert, ist verdächtig.
* Aufforderung zur Dateneingabe: Seriöse Institute fordern niemals per E-Mail, SMS oder Telefon zur Eingabe von Passwörtern, PINs oder TANs auf.
* Gefälschte Suchergebnisse: Betrüger schalten Anzeigen, um ihre Phishing-Seiten in Suchmaschinen nach oben zu platzieren.

Sicherer ist es, die Webadresse der Bank immer manuell einzutippen oder ein gespeichertes Lesezeichen zu nutzen.

Behörden sehen einen besorgniserregenden Trend

Die aktuelle Welle ist Teil eines größeren Problems. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt seit Längerem vor steigenden Fallzahlen. Laut BSI-Präsidentin Claudia Plattner gewinnen die Angreifer trotz hoher Sicherheitsinvestitionen der Banken oft.

Eine Umfrage des Bankenverbands ergab im Herbst 2025, dass fast ein Viertel der Befragten innerhalb von zwei Jahren Opfer eines Betrugsversuchs wurde. Experten befürchten, dass Künstliche Intelligenz die Angriffe weiter verbessern wird. KI kann den Kommunikationsstil von Banken imitieren und Nachrichten auf Basis persönlicher Daten der Opfer erstellen ? das macht die Erkennung noch schwerer.

Für Verbraucher bleibt Wachsamkeit das wichtigste Mittel. Jede unaufgeforderte Aufforderung zur Preisgabe sensibler Daten muss kritisch hinterfragt werden. Im Zweifel gilt: Kommunikation sofort beenden und die Bank direkt über die offiziellen Kanäle kontaktieren.

@ boerse-global.de

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