Nahrungsergänzungsmittel: Neue Studie schürt Verbraucher-Skepsis
27.02.2026 - 00:00:45 | boerse-global.deEine aktuelle Studie verbindet eine gängige Aminosäure mit einer kürzeren Lebenserwartung bei Männern. Die Untersuchung wirft erneut kritische Fragen zum milliardenschweren Markt für Vitamine, Mineralien und Co. auf. In Deutschland greift bereits ein Drittel der Erwachsenen regelmäßig zu den Pillen und Pulvern.
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Boomender Markt mit Schattenseiten
Der Absatz von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) wächst stetig. Angetrieben von Fitness-Trends und Präventionsgedanken werden hierzulande jährlich über vier Milliarden Euro umgesetzt. Doch Experten sehen den Nutzen für die breite Masse kritisch. Für gesunde Menschen mit ausgewogener Ernährung sind die meisten Präparate überflüssig.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Supplemente nur in speziellen Fällen: etwa Folsäure für Schwangere oder Vitamin B12 für Veganer. Ein Nachweis, dass die Mittel Krankheiten wie Krebs vorbeugen, fehlt für die Allgemeinbevölkerung.
Mangelnde Kontrolle, konkrete Gefahren
Das zentrale Problem: Nahrungsergänzungsmittel gelten rechtlich als Lebensmittel, nicht als Arzneimittel. Sie durchlaufen kein staatliches Zulassungsverfahren. Verbraucherschützer warnen daher regelmäßig vor überdosierten, verunreinigten oder irreführend beworbenen Produkten.
Besonders riskant ist die Überdosierung fettlöslicher Vitamine wie A oder D. Sie können sich im Körper anreichern und toxisch wirken. Aktuelle Warnungen betreffen auch Produkte mit zu viel Zink oder bedenklichen Pflanzenstoffen. Die Forderung nach verbindlichen EU-Höchstmengen wird lauter.
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Social-Media-Hype vs. ärztlicher Rat
Woher beziehen Verbraucher ihre Informationen? Eine Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung zeigt: Wer sich in Sozialen Medien informiert, nimmt tendenziell mehr Mittel ein und schätzt den Nutzen höher ein. Influencer- Werbung ersetzt dabei oft fundierte Beratung.
Ärzte und Apotheker raten dagegen zur Vorsicht. Die klare Empfehlung: Nur nach ärztlicher Rücksprache und bei nachgewiesenem Mangel supplementieren. Das wahllose Kombinieren verschiedener Präparate kann zu gefährlichen Wechselwirkungen führen.
Strengere Regeln ab 2026 in Sicht
Der Markt steht vor Veränderungen. Ein Trend geht zur Personalisierung von Supplements basierend auf individuellen Gesundheitsdaten. Gleichzeitig zeichnet sich eine strengere Regulierung ab.
Ab 2026 werden auf EU-Ebene voraussichtlich verbindliche Höchstmengen für kritische Nährstoffe wie Vitamin D, Folsäure und Eisen eingeführt. Ziel ist es, die Sicherheit der Produkte zu erhöhen und die Lücke zwischen Werbeversprechen und Realität zu schließen.
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