Aktien Frankfurt: Erster Iran-Schreck weiter verdaut
05.03.2026 - 11:40:34 | dpa.deDer Leitindex Dax DE0008469008 notierte gegen Mittag mit 0,3 Prozent im Plus bei 24.287 Zählern. Die Bewegung ging einher mit den Preisen für Öl und Gas, die ihre anfänglichen Gewinne im Handelsverlauf großteils wieder abgaben.
Doch Skepsis und Vorsicht sind unverändert groß. "Die Energiepreise sind gestiegen und die physischen Lieferungen unterbrochen", schrieb Analyst Felix-Antoine Vezina-Poirier vom Analysehaus BCA Research. Sollte die Inflation infolge des Kriegs im Nahen Osten und daher höherer Energiepreise dauerhaft steigen, sollten Anleger in Aktien und Anleihen untergewichtet sein. Cash und Rohstoffe seien in diesem Fall die Alternativen.
In der Nacht auf Donnerstag flogen die USA und Israel weiter Angriffe im Iran, Teheran griff erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak an und das israelische Militär bombardierte weiter Ziele im Libanon. Zudem nahmen die Befürchtungen zu, dass Israel erneut eine Bodenoffensive in seinem nördlichen Nachbarland beginnen könnte.
Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Börsentitel lag am Donnerstag mit 0,3 Prozent im Plus bei 30.440 Zählern. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann ein halbes Prozent.
Hierzulande läuft die Saison der Quartalsbilanzen auf vollen Touren. Der Logistikriese DHL DE0005552004 gab einen verhaltenen Ausblick für 2026, der Kurs fiel daraufhin als größter Dax-Verlierer um gut drei Prozent. Der Chemie- und Pharmakonzern Merck DE0006599905 rechnet in diesem Jahr mit einem Gewinnrückgang. Die Aktien verloren ein Prozent.
Eine Kaufempfehlung der Citigroup verhalf den Aktien von Airbus NL0000235190 zu einem Plus von 2,3 Prozent.
In der zweiten Reihe büßten Aktien von Ströer DE0007493991 4,7 Prozent. Die Gewinnprognose des Werbedienstleisters für 2026 habe arg enttäuscht, hieß es von JPMorgan. Bei den Papieren der Rüstungshersteller Renk DE000RENK730 und Hensoldt DE000HAG0005 nahmen Anleger Kursgewinne mit.
Die Aktien von Puma DE0006969603 verteuerten sich um vier Prozent. Der britische Milliardär und Investor Mike Ashley baute eine Beteiligung von knapp sechs Prozent an dem Hersteller von Sportbekleidung auf.
In der dritten Reihe im SDax DE0009653386 verteuerten sich Jenoptik DE000A2NB601 um 5,7 Prozent. Etwas überraschend steigt der Optikspezialist zum 23. März in den MDax auf. Auch Salzgitter DE0006202005 und der Motorenbauer Deutz DE0006305006 rücken in den MDax auf. Absteigen in den SDax müssen dafür Teamviewer DE000A2YN900, Fielmann DE0005772206 und Carl Zeiss Meditec DE0005313704. Im Leitindex Dax gibt es keine Änderungen.
Die Papiere des Anlagenherstellers Dürr DE0005565204 verloren drei Prozent. Analysten monierten eine schwache Prognose des Unternehmens für die zu erwartenden Aufträge./bek/mis
--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---
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