Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt: Krieg im Nahen Osten lässt Anleger vorsichtig agieren

05.03.2026 - 14:27:30 | dpa.de

Nach der Erholung vom Vortag ist der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag nicht recht von der Stelle gekommen.

Angesichts der unübersichtlichen Lage im Nahen Osten halten sich Investoren zurück. Der Leitindex Dax DE0008469008 pendelte um den Schlusskurs vom Mittwoch und lag am frühen Nachmittag mit 0,2 Prozent leicht im Minus bei 24.158 Zählern.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Börsentitel trat am Donnerstag mit 30.355 Zählern quasi auf der Stelle. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gab leicht nach.

Skepsis und Vorsicht sind unverändert groß. Die Energiepreise seien gestiegen und die physischen Lieferungen aus der Region unterbrochen, schrieb Analyst Felix-Antoine Vezina-Poirier vom Analysehaus BCA Research. Sollte die Inflation infolge des Kriegs im Nahen Osten und daher höherer Energiepreise dauerhaft steigen, sollten Anleger in Aktien und Anleihen untergewichtet sein. Cash und Rohstoffe seien in diesem Fall die Alternativen.

Der Iran feuerte am Donnerstag erneut Raketen auf Israel ab. Gleichzeitig hat Aserbaidschan den Iran für einen Drohnenangriff in der autonomen Exklave Nachitschewan verantwortlich gemacht und mit Vergeltung gedroht. Der iranische Generalstab wies Berichte über Drohnenangriffe auf Aserbaidschan zurück.

Die israelische Luftwaffe beendete derweil nach Angaben eines Militärsprechers ihre zwölfte Angriffswelle gegen den Iran. Neben Zielen in Teheran seien Angriffe auf das Hauptquartier einer Spezialeinheit der iranischen Sicherheitskräfte in der Provinz Albors geflogen worden, hieß es. In Teheran seien unter anderem Ziele der Revolutionsgarden angegriffen worden. Neben Dutzenden Kommandozentren seien Waffenlager und Waffenproduktionsstätten Ziel der Angriffe gewesen.

Hierzulande läuft die Saison der Quartalsbilanzen auf vollen Touren. Der Logistikriese DHL DE0005552004 gab einen verhaltenen Ausblick für 2026, der Kurs fiel daraufhin als größter Dax-Verlierer um gut drei Prozent. Der Chemie- und Pharmakonzern Merck DE0006599905 rechnet in diesem Jahr mit einem Gewinnrückgang. Die Aktien verloren 1,7 Prozent.

Eine Kaufempfehlung der Citigroup US1729674242 verhalf den Aktien von Airbus NL0000235190 zu einem Plus von 1,5 Prozent.

In der zweiten Reihe büßten Aktien von Ströer DE0007493991 4,3 Prozent. Die Gewinnprognose des Werbedienstleisters für 2026 habe arg enttäuscht, hieß es von JPMorgan.

Im SDax DE0009653386 verteuerten sich Jenoptik DE000A2NB601 um 5,5 Prozent. Etwas überraschend steigt der Optikspezialist zum 23. März in den MDax auf. Auch Salzgitter DE0006202005 und der Motorenbauer Deutz DE0006305006 rücken in den MDax auf. Absteigen in den SDax müssen dafür Teamviewer DE000A2YN900, Fielmann DE0005772206 und Carl Zeiss Meditec DE0005313704. Im Leitindex Dax gibt es keine Änderungen.

Die Papiere des Anlagenherstellers Dürr DE0005565204 verloren 3,5 Prozent. Analysten monierten eine schwache Prognose des Unternehmens für die zu erwartenden Aufträge. Starke Geschäftszahlen des Software-Entwicklers GFT Technologies DE0005800601 ließen den Kurs um fast 11 Prozent nach oben springen./bek/mis

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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