Mietrecht II: Justizministerium will Indexmieten deckeln
27.02.2026 - 05:31:16 | boerse-global.deEin neuer Gesetzentwurf aus dem Bundesjustizministerium will Indexmieten in angespannten Wohnungsmärkten auf 3,5 Prozent pro Jahr begrenzen. Der sogenannte "Mietrecht II"-Entwurf sorgt bereits für heftige Debatten zwischen Mieterschützern und der Immobilienwirtschaft.
Schlupflöcher für Möbliert- und Kurzzeitmieten schließen
Die Reform zielt auch darauf ab, beliebte Umgehungswege der Mietpreisbremse zu verstopfen. Für möblierte Wohnungen soll der Möblierungszuschlag künftig transparent ausgewiesen und am Zeitwert der Einrichtung orientiert werden. Liegt kein Ausweis vor, gilt die Wohnung als unmöbliert. Zudem will der Entwurf Kettenverträge bei Kurzzeitvermietungen unterbinden und eine Höchstgrenze von sechs Monaten einführen.
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Mehr Rechte für Mieter, einfachere Modernisierung für Vermieter
Weitere Neuerungen stärken die Position der Mieter: Die sogenannte Schonfristzahlung soll ausgeweitet werden. Das bedeutet, Mieter können eine fristgerechte Kündigung wegen Zahlungsrückständen durch vollständige Nachzahlung einmalig abwenden. Für Vermieter soll die Modernisierung einfacher werden: Die Wertgrenze für Mieterhöhungen im vereinfachten Verfahren wird von 10.000 auf 20.000 Euro angehoben.
Ein politischer Drahtseilakt
Der Entwurf ist ein klassischer Kompromiss. Indexmieten sind im Neubau mit rund 19 Prozent Anteil ein wichtiges Instrument für Investoren, um Bauprojekte kalkulierbar zu machen. Die Wohnungswirtschaft warnt vor einer weiteren Drosselung des ohnehin lahmliegenden Neubaus. Mieterschützer begrüßen die Initiative grundsätzlich, halten die 3,5-Prozent-Grenze aber für zu hoch. Die Diskussion wird durch ein aktuelles Urteil des Bundesverfassungsgerichts befeuert, das die Mietpreisbremse für verfassungsgemäß erklärt hat.
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Was kommt als nächstes?
Der Referentenentwurf ist erst der Startschuss. Bis Anfang März können Bundesländer und Verbände Stellung nehmen. Anschließend wird der Entwurf überarbeitet und dem Kabinett vorgelegt, bevor der Bundestag darüber entscheidet. Parallel arbeitet eine Expertenkommission an weiteren Vorschlägen für eine umfassende Mietrechtsmodernisierung bis Ende des Jahres. Die Spielregeln für Millionen Mietverhältnisse stehen zur Betatte.
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