Mental-Health-Barometer: Jeder zweite Studierende psychisch belastet
18.02.2026 - 08:00:12 | boerse-global.deMehr als die Hälfte der Studierenden in Deutschland und Österreich fühlt sich psychisch angeschlagen. Das zeigt das aktuelle Mental-Health-Barometer 2025 mit einem neuen Rekordwert. Die Erschöpfungswelle unter dem akademischen Nachwuchs wächst.
Alarmierende Zahlen: 56,7 Prozent fühlen sich schlecht
Die Erhebung offenbart ein düsteres Bild: 56,7 Prozent der befragten Studierenden bewerten ihre psychische Verfassung als „weniger gut“ oder „schlecht“. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2021. Über 6.000 Studierende wurden für das Barometer befragt.
Die Ergebnisse bestätigen einen längerfristigen Trend. Schon der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) von 2023 zeigte, dass mehr als jeder dritte Studierende als Burnout-gefährdet gilt. Damals klagten 68 Prozent über stressbedingte Erschöpfung.
Die Folgen sind vielfältig:
* Starke emotionale Erschöpfung
* Konzentrationsstörungen und Schlafprobleme
* Körperliche Beschwerden wie Kopf- und Rückenschmerzen
Diese Symptome gefährden nicht nur den Studienerfolg, sondern führen auch zu sozialer Isolation und Überforderung im Alltag. Besonders Frauen sind von emotionaler Erschöpfung betroffen.
Was treibt die Krise an? Prüfungen, Geld und KI
Die Gründe für den Dauerstress sind ein Mix aus altbekannten und neuen Faktoren. Laut TK-Report sind Prüfungen für 51 Prozent der größte Belastungsfaktor.
Die Hauptstressoren im Überblick:
* Prüfungen (51%)
* Mehrfachbelastung durch Studium und Job (33%)
* Angst vor schlechten Noten (28%)
* Finanzielle Sorgen (23%)
Hinzu kommen die Nachwirkungen der Pandemie mit Einsamkeit. Und jetzt kommt ein moderner Treiber dazu: KI-Tools. Eine kürzlich in der Harvard Business Review vorgestellte Studie warnt, dass KI die Arbeit systematisch intensivieren kann. Statt zu entlasten, erhöht sie oft den Druck und verwischt die Grenze zwischen Lern- und Freizeit.
Was hilft? Bewegung, Freunde und professionelle Hilfe
Experten raten, Frühwarnzeichen wie anhaltende Müdigkeit ernst zu nehmen. Bewährte Strategien sind regelmäßige Bewegung, soziale Kontakte außerhalb der Uni und Hobbys. Treffen mit Freunden (90%) und Spaziergänge (82%) sind die beliebtesten Methoden zum Stressabbau.
Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit machen das Lernen zusätzlich schwer — besonders unter Dauerstress. Der kostenlose PDF-Report „Gehirntraining leicht gemacht“ zeigt 7 einfache Geheimnisse, 11 alltagstaugliche Übungen und enthält einen kurzen Selbsttest, mit denen sich Konzentration und Gedächtnis stärken lassen. Sofort-Download per E‑Mail — ideal für Studierende, die wieder fokussiert lernen wollen. Gratis-Report: Gehirntraining jetzt sichern
Gleichzeitig müssen die Hilfsangebote an den Hochschulen ausgebaut werden. Psychologische Beratungsstellen sind eine wichtige erste Anlaufstelle. Positiv: Das Stigma nimmt langsam ab. Sahen 2021 noch über 75 Prozent psychische Probleme als Tabu, waren es 2025 nur noch rund 61 Prozent. Dennoch sucht nur ein Drittel der Betroffenen professionelle Hilfe.
Forschung reagiert mit neuem Großprojekt
Die Politik hat die Dringlichkeit des Problems erkannt. Im Januar 2026 wurde die Gründung eines neuen Forschungsverbunds unter Leitung der Universitätsmedizin Halle bekanntgegeben. Das vom Bund geförderte Projekt im Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) soll erstmals eine umfassende Datengrundlage schaffen.
Bisherige Studien waren oft nicht vergleichbar. Das Ziel ist nun, Risiken früher zu erkennen und wirksame Präventionsprogramme zu entwickeln. Langfristig soll so die Resilienz der Studierenden gestärkt und Studienabbrüche aufgrund psychischer Belastungen reduziert werden. Die mentale Gesundheit wird zunehmend als Schlüssel für erfolgreiche Fachkräfte von morgen verstanden.
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