Mangelernährung, Senioren

Mangelernährung bei Senioren treibt Nierenerkrankungen voran

01.03.2026 - 17:30:17 | boerse-global.de

Fachgesellschaften warnen vor dramatisch erhöhtem Nierenrisiko durch Mangelernährung bei Senioren und fordern individuelle Ernährungskonzepte statt strenger Diäten.

Fachgesellschaften schlagen Alarm: Mangelernährung bei älteren Menschen erhöht dramatisch das Risiko für schwere Nierenprobleme. Die Experten fordern ein dringendes Umdenken in der Versorgung.

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Jeder zweite Patient ist betroffen

Die Zahlen sind alarmierend. Bis zur Hälfte aller geriatrischen Patienten in Kliniken leidet unter Mangelernährung oder einem hohen Risiko dafür. In Pflegeheimen sind es rund 23 Prozent. Auch bei der häuslichen Pflege ist die Mehrheit der Senioren gefährdet.

Die Gründe sind vielfältig. Nachlassender Appetit, Kauprobleme oder Nebenwirkungen von Medikamenten spielen eine Rolle. Auch Einsamkeit und Depressionen können dazu führen, dass Ältere nicht mehr ausreichend essen. Die Folgen sind fatal: Muskelschwund, Stürze und der Verlust der Selbstständigkeit.

Ein tödlicher Teufelskreis entsteht

Besonders kritisch ist die Wechselwirkung mit chronischen Nierenerkrankungen. Eine schlechte Ernährung beschleunigt den Nierenschaden. Gleichzeitig verschlechtert eine kranke Niere den Ernährungszustand. Mediziner sprechen von einer lebensbedrohlichen "Abwärtsspirale".

Dieser Komplex aus Mangelernährung, Entzündungen und Gefäßverkalkung wird als MIA-Syndrom bezeichnet. Er ist mit einer extrem hohen Sterblichkeit verbunden. Bei akutem Nierenversagen steigt das Todesrisiko für betagte Patienten um ein Vielfaches.

Neue Leitlinien fordern Kehrtwende

Als Reaktion darauf veröffentlichten Fachgesellschaften kürzlich eine neue Leitlinie. Sie rät zu einem radikalen Kurswechsel: Weg von strengen Diäten, hin zum Erhalt von Lebensqualität.

Statt Restriktionen stehen jetzt "individualisierte Ernährungsinterventionen" im Fokus. Konzepte wie die mediterrane Küche mit pflanzlichen Proteinen und gesunden Fetten gelten als vielversprechend. Sie schützen nachweislich Herz und Nieren.

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Das System steht vor großen Herausforderungen

Die Folgen der Mangelernährung belasten das Gesundheitssystem massiv. Längere Krankenhausaufenthalte und komplexe Behandlungen verursachen enorme Kosten. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird der Druck weiter steigen.

Strukturelle Reformen sind überfällig. Fachgesellschaften fordern flächendeckende Screenings in allen Kliniken und Pflegeheimen. Bisher verfügen nur 10 bis 20 Prozent der deutschen Krankenhäuser über spezialisierte Ernährungsteams. Dabei belegen Studien: Eine gezielte Therapie kann Leben retten.

Die Zukunft der Altersmedizin hängt nun davon ab, ob die neuen Erkenntnisse in der Praxis ankommen. Ein ungewollter Gewichtsverlust im Alter darf nicht länger ignoriert werden. Er ist immer ein Alarmsignal.

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