Mangelernährung bei Senioren bleibt unsichtbare Gefahr
26.02.2026 - 07:49:44 | boerse-global.deEine aktuelle Debatte rückt die oft unterschätzte Mangelernährung älterer Menschen in den Fokus. Fachleute warnen vor gravierenden gesundheitlichen Folgen, die in Pflegeheimen und zuhause häufig übersehen werden. Das Problem wird oft fälschlicherweise als normale „Altersschwäche“ abgetan.
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Warum das Problem so oft unentdeckt bleibt
Mangelernährung zeigt sich nicht immer als Untergewicht. Auch normal- oder übergewichtige Senioren können an einem kritischen Mangel an Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen leiden. Die Ursachen sind vielfältig: nachlassender Appetit, veränderter Geschmackssinn sowie Kau- und Schluckbeschwerden. Chronische Krankheiten und Medikamente erschweren die Nahrungsaufnahme zusätzlich. Soziale Isolation und Einsamkeit führen oft zu einem Desinteresse am Essen.
Die fatalen Folgen für Gesundheit und Selbstständigkeit
Die Konsequenzen sind weitreichend. Ein Proteinmangel verzögert die Wundheilung, etwa bei Druckgeschwüren. Der Körper kann geschädigtes Gewebe ohne ausreichende „Baustoffe“ nicht regenerieren. Ein weiterer kritischer Punkt ist der Abbau von Muskelmasse. Diese Sarkopenie führt zu Gebrechlichkeit, einem erhöhten Sturzrisiko und dem Verlust der Selbstständigkeit. Zudem wird das Immunsystem geschwächt, was Infektionen begünstigt und das Sterberisiko erhöht.
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Wie Pflegekräfte und Angehörige gegensteuern können
Experten fordern ein routinemäßiges Screening auf Mangelernährung. Warnsignale sind unbeabsichtigter Gewichtsverlust, Muskelschwäche, Müdigkeit oder Appetitlosigkeit. Präventiv hilft eine nährstoff- und eiweißreiche Ernährung. Speisen können angereichert, nährstoffreiche Zwischenmahlzeiten angeboten oder medizinische Trinknahrung eingesetzt werden. Entscheidend ist auch die Essensatmosphäre: Eine einladende, gesellige Situation fördert die Nahrungsaufnahme.
Ein strukturelles Problem des Gesundheitssystems
Die Debatte offenbart systemische Schwächen. Bei einer stetig wachsenden älteren Bevölkerung wird das Thema immer drängender. Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) erstellen Leitlinien. Doch im Pflegealltag scheitert die Umsetzung oft an Personalmangel und finanziellen Engpässen. Das Problem beginnt häufig schon im häuslichen Umfeld, was präventive Strategien umso wichtiger macht.
Braucht es eine „Ernährungswende“ in der Pflege?
Langfristig fordern Experten einen ganzheitlichen Ansatz. Nötig sind bessere politische Rahmenbedingungen für eine hochwertige Verpflegung in Kliniken und Heimen. Dazu gehören eine bessere Personalausstattung und eine stärkere Gewichtung der Ernährungsmedizin in Ausbildungen. Initiativen wie der „nutritionDay“ sammeln Daten, um Versorgungslücken aufzudecken. Die Diskussion zeigt: Die Bekämpfung der Mangelernährung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
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