LUCAS-Drohne, USA

LUCAS-Drohne: USA setzen erstmals günstige Kamikaze-Drohnen im Kampf ein

02.03.2026 - 03:48:48 | boerse-global.de

Das Pentagon nutzt erstmals preiswerte Einweg-Angriffsdrohnen im Gefecht und vollzieht damit eine strategische Wende hin zu verlustfähigen Massensystemen.

Die US-Streitkräfte haben erstmals ihre neuen kostengünstigen Einweg-Angriffsdrohnen im Kampfeinsatz verwendet. Das bestätigte das US-Kommando für den Nahen Osten (CENTCOM) für die ersten Schläge der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran. Dieser Einsatz markiert eine strategische Wende: Das Pentagon setzt nun offiziell auf die Art von preiswerter Drohnentechnologie, die zuvor vor allem von Gegnern genutzt wurde.

Die Low-cost Unmanned Combat Attack System (LUCAS) genannten Drohnen wurden von der eigens dafür aufgestellten „Task Force Scorpion Strike“ eingesetzt. Sie sind als sogenannte Kamikaze- oder Loitering-Munition konzipiert – sie fliegen ein Ziel an und zerstören sich bei der Detonation selbst. Die US-Regierung gibt offen zu, dass das Design an iranische Shahed-Drohnen angelehnt ist, die Russland im Ukraine-Krieg massenhaft einsetzt. Damit adaptiert die US-Armee die Taktik ihrer Gegner.

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Strategische Wende zu „verlustfähigen“ Systemen

Der Einsatz ist der Höhepunkt einer strategischen Neuausrichtung des Pentagons. Jahrelang setzten die USA auf hochkomplexe, teure und wiederverwendbare Drohnen. Die Erfahrungen aus der Ukraine mit billigen, kommerziell erhältlichen Drohnen zwangen zum Umdenken. Das neue Ziel: „bezahlbare Masse“.

Der Vorteil der LUCAS-Drohnen liegt in ihrer Wirtschaftlichkeit. Während eine herkömmliche Marschflugkörper Millionen kostet, lassen sich diese Drohnen für einen Bruchteil des Preises in großer Stückzahl produzieren. Kommandeure können damit feindliche Abwehrsysteme überfluten und mehr Ziele gleichzeitig bekämpfen, ohne teure High-End-Waffen zu verschwenden. Das Pentagon will die Kosten seiner Angriffswaffen an den Wert der Ziele anpassen – eine zentrale Lektion aus jüngsten Konflikten.

Europa zieht mit eigenem Drohnen-Programm nach

Die USA sind mit dieser Entwicklung nicht allein. Fast zeitgleich starteten fünd europäische Großmächte – Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Polen – eine gemeinsame Initiative namens Low-Cost Effectors and Autonomous Platforms (LEAP). Ziel ist es, gemeinsam kostengünstige Drohnen und Abwehrsysteme zu entwickeln und in großen Stückzahlen zu produzieren. Auch hier dient die Ukraine als Blaupause.

Die europäischen Verteidigungsminister erkennen an, dass sich die Ökonomie der Kriegsführung grundlegend geändert hat. Man braucht Systeme, die Bedrohungen durch preiswerte Drohnen und Raketen finanziell nachhaltig bekämpfen können. Die parallelen Anstrengungen der NATO-Verbündeten zeigen einen kollektiven Trend: Die Arsenale der Zukunft werden neben traditioneller High-End-Hardware auch große Mengen günstiger, autonomer und opferbarer Plattformen umfassen.

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Drohnen-Dominanz und ein neues Wettrüsten

Der erste Kampfeinsatz der LUCAS-Drohne ist ein Wendepunkt. Er zementiert die Rolle von Low-Cost-Angriffsdrohnen in den Arsenalen der Großmächte. Das Pentagon wird die Beschaffung und Einführung dieser Systeme in allen Teilstreitkräften nun beschleunigen. Das mit Milliardensummen geförderte „Drone Dominance Program“ soll die Kosten weiter senken und die US-Produktion hochskalieren. Bis 2027 sollen Hunderttausende kleine, effektive und in den USA hergestellte Drohnen bereitstehen.

Diese Entwicklung heizt ein doppeltes Wettrüsten an. Mit der Verbreitung von Angriffsdrohnen steigt auch die Nachfrage nach ausgeklügelten Abwehrsystemen. Unternehmen in diesem Sektor verzeichnen bereits einen Auftragsboom für Technologien zur Erkennung und Neutralisierung unbemannter Bedrohungen. Die Schlachtfelder der nahen Zukunft werden von einem komplexen Zusammenspiel aus Elektronischer Kriegsführung, Künstlicher Intelligenz für autonome Zielerfassung und Drohnenschwarm-Taktiken geprägt sein. Der Kampf um die Dominanz in dieser Domäne hat gerade erst begonnen.

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