Krafttraining, Standard

Krafttraining wird zum Standard in der Krebsnachsorge

08.02.2026 - 16:01:11

Neue Studien belegen, dass gezieltes Krafttraining bei Krebspatienten die Prognose verbessert, Fatigue bekämpft und das Tumorwachstum direkt hemmen kann.

Krebspatienten sollen künftig systematisch Krafttraining erhalten. Das fordern Experten angesichts neuer Forschungsergebnisse. Denn Muskeln wirken während der Bewegung wie eine körpereigene Apotheke.

Die Muskulatur als Medikamentenproduzent

Der Schlüssel liegt in den Myokinen. Diese Botenstoffe schüttet die Muskulatur bei Belastung aus. Sie wirken entzündungshemmend und können sogar das Tumorwachstum direkt beeinflussen. Diese Erkenntnis hat die Onkologie revolutioniert.

Aktuelle Studien zeigen: Schon eine einzige Trainingseinheit kann messbare Effekte haben. Das Blutserum von Brustkrebspatientinnen bremste nach Krafttraining das Wachstum von Krebszellen um bis zu 30 Prozent. Verantwortlich war ein Myokin-Anstieg von bis zu 47 Prozent.

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Studien belegen den direkten Effekt

Forscher des Universitätsklinikums Erlangen untersuchten Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen. Nach einem zwölfwöchigen Trainingsprogramm hatte sich ihr Blutserum so verändert, dass es das Wachstum von Karzinomzellen hemmte. Es leitete sogar den programmierten Zelltod der Krebszellen ein.

Die Prognose von Patienten kann sich durch regelmäßiges Training je nach Tumorart um 10 bis 40 Prozent verbessern. Das Risiko für einen Rückfall sinkt damit deutlich.

Kampf gegen Fatigue und Muskelabbau

Die Vorteile gehen weit über die direkte Tumorhemmung hinaus. Viele Patienten leiden unter extremem Muskelabbau und dem chronischen Erschöpfungssyndrom Fatigue. Dagegen wirkt gezieltes Krafttraining besonders effektiv.

  • Es stoppt den Muskelverlust und baut Kraft auf.
  • Es stärkt die Knochen – wichtig bei Therapien mit Osteoporose-Risiko.
  • Es verbessert Schlaf, Selbstvertrauen und die allgemeine Lebensqualität.

Experten empfehlen zwei- bis dreimal pro Woche ein angeleitetes Training von 45 bis 60 Minuten.

Bewegung wird fester Therapie-Baustein

Die Deutsche Krebshilfe und andere Fachorganisationen befürworten Bewegungstherapie längst. Jetzt soll sie in die Regelversorgung kommen. Ein Meilenstein ist die geplante S3-Leitlinie „Bewegungstherapie bei onkologischen Erkrankungen“. Sie soll noch in diesem Jahr veröffentlicht werden.

Bereits etabliert haben sich Programme wie die Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie (OTT). Speziell qualifizierte Therapeuten erstellen hier individuelle Pläne mit Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining. Die Krankenkassen übernehmen unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten.

Die Zukunft: Der personalisierte Trainings-Cocktail

Die Forschung arbeitet bereits an der nächsten Stufe. Ziel ist es, die Wirkung einzelner Myokine genau zu verstehen. Könnte man für bestimmte Krebsarten einen maßgeschneiderten „Trainings-Cocktail“ entwickeln, der die effektivsten Botenstoffe aktiviert?

Eines ist klar: Bewegung ersetzt keine Medikamente. Sie wird aber zu einer unverzichtbaren Säule, die deren Wirksamkeit unterstützt und Patienten ein aktives Werkzeug für ihre eigene Genesung gibt.

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