Kraft, Heinz

Kraft Heinz Aktie: Neuer Chef für die Wende

24.02.2026 - 03:50:17 | boerse-global.de

Kraft Heinz setzt mit neuem Chef Nicolas Amaya und einer 600-Millionen-Dollar-Investition auf einen Turnaround in Nordamerika. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief.

Zehn Jahre in Folge hat Kraft Heinz in seinem wichtigsten Markt Marktanteile verloren. Nun soll eine entscheidende Personalrochade das Ruder herumreißen. Seit dieser Woche steht Nicolas Amaya an der Spitze des Nordamerika-Geschäfts – und er tritt ein schweres Erbe an, bei dem ein bloßes "Weiter so" keine Option mehr ist.

Strategiewechsel in Nordamerika

Amaya übernahm am gestrigen Montag, dem 23. Februar 2026, offiziell die Leitung und löst damit Pedro Navio ab. Die Personalie ist strategisch brisant: CEO Steve Cahillane und Amaya kennen sich bereits aus gemeinsamer Zeit bei Kellanova. Diese enge Vertrauensbasis könnte entscheidend sein, um die dringend benötigten Reformen im Konzern durchzusetzen.

Der Fokus auf Nordamerika ist kein Zufall: Die Region steht für rund 67 Prozent des Gesamtumsatzes. Um die Abwärtsspirale zu stoppen, plant das Management für 2026 Investitionen in Höhe von 600 Millionen US-Dollar. Das Kapital soll primär in Marketing, Forschung und gezielte Preisanpassungen fließen, um verlorenes Terrain zurückzugewinnen.

Investitionsoffensive statt Aufspaltung

Parallel zur Neubesetzung wurde die ursprünglich geplante Aufspaltung des Konzerns auf Eis gelegt. CEO Cahillane begründete dies damit, dass ein gleichzeitiger Turnaround und eine komplexe Unternehmensteilung operativ kaum durchführbar seien. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen nun voll auf die operative Exekution.

Die geplanten Investitionen zielen vor allem auf die zweite Jahreshälfte ab. Geplant sind unter anderem eine Erhöhung der Marketingausgaben auf 5,5 Prozent des Nettoumsatzes sowie eine Aufstockung der Forschungsbudgets um rund 20 Prozent.

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Analysten bleiben skeptisch

Die Wall Street reagierte bisher zurückhaltend auf die Pläne. Morgan Stanley senkte das Kursziel zuletzt auf 23 US-Dollar und verwies auf die unsicheren Erfolgsaussichten des Turnarounds. Auch der Ausblick belastet: Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Kraft Heinz einen organischen Umsatzrückgang und einen Gewinn pro Aktie zwischen 1,98 und 2,10 US-Dollar – deutlich unter den bisherigen Konsensschätzungen der Analysten.

Dies spiegelt sich im Aktienkurs wider. Mit aktuell 20,82 Euro notiert das Papier nur noch knapp über dem 52-Wochen-Tief von 19,17 Euro und hat auf Sicht von zwölf Monaten rund 30 Prozent an Wert eingebüßt.

Für Anleger liegt der Fokus nun auf der konkreten Umsetzung der angekündigten Maßnahmen. Die erste Bewährungsprobe für die neue Führung und die justierte Strategie werden die Quartalszahlen am 28. April 2026 sein. Bis dahin müssen Amaya und Cahillane beweisen, dass die massiven Investitionen gerechtfertigt sind und der Verzicht auf die Aufspaltung die richtige Entscheidung war.

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