KI macht Arbeit nicht leichter, sondern länger
10.02.2026 - 23:42:12Künstliche Intelligenz verlängert für viele Arbeitnehmer den Arbeitstag. Aktuelle Studien zeigen: Statt zu entlasten, verdichtet KI die Arbeit und schafft neue Aufgaben.
Der Effizienz-Mythos: Neue Aufgaben fressen Zeit
Die Hoffnung auf weniger Arbeitsstunden erweist sich oft als Trugschluss. KI schafft zeitintensive Zusatzaufgaben, die gewonnene Effizienz sofort wieder auffressen. Eine Umfrage der Freelancer-Plattform UpWork ergab: Mehr als drei Viertel der Befragten fühlen sich durch KI-Tools produktiver – aber auch stärker belastet.
Ein großer Teil der Arbeitszeit geht nun für das Überprüfen und Korrigieren KI-generierter Inhalte drauf. Dieser „Arbeitsabfall“ erfordert hohe kognitive Anstrengung. Gleichzeitig müssen Mitarbeiter die neuen Tools erst erlernen, während von ihnen mehr Output erwartet wird.
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Fachwissen-Mangel bremst KI aus
Das größte Hindernis ist oft mangelndes Know-how. Viele Unternehmen finden keine qualifizierten Talente für Data Science und maschinelles Lernen. Laut einer Studie nannten 42 Prozent der Firmen unzureichende Fachkenntnisse als Haupthindernis für KI-Einführung.
Das Statistische Bundesamt bestätigt: Für 71 Prozent der Unternehmen ist mangelndes Wissen der Grund, noch keine KI einzusetzen. Es reicht nicht, nur IT-Spezialisten zu schulen. Alle Mitarbeiter brauchen ein Grundverständnis, um KI effektiv nutzen zu können.
Schlechte Prozesse werden schlimmer
KI kann kaputte Abläufe nicht reparieren – sie macht sie oft schlimmer. Eine internationale Studie des Softwareunternehmens GBTEC zeigt: Nur jedes fünfte Unternehmen ist wirklich auf KI vorbereitet, weil Prozesse unstrukturiert und schlecht dokumentiert sind.
Die Effektivität von KI hängt massiv von Datenqualität ab. In vielen Firmen stecken wertvolle Informationen in Datensilos oder liegen in inkonsistenten Formaten vor. Die Integration in veraltete IT-Systeme stellt eine weitere große Hürde dar.
Die Always-On-Falle
KI-gestützte Tools fördern eine Kultur ständiger Erreichbarkeit. Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen. Die implizite Erwartung, immer reagieren zu müssen, führt zu Stress – auch nach Feierabend.
Statt zu mehr Freizeit führt dies zu permanentem Leistungsdruck. Das Burnout-Risiko steigt. Auf EU-Ebene wird bereits über ein verbindliches „Recht auf Nichterreichbarkeit“ diskutiert, um Arbeitnehmer zu schützen.
Ein kulturelles Problem
Das Produktivitäts-Paradoxon ist vor allem ein strategisches und kulturelles Problem. Unternehmen, die KI nur als Effizienz-Tool sehen, werden die Vorteile nicht realisieren. Sie müssen ihre Prozesse anpassen, in Weiterbildung investieren und eine gesunde Arbeitskultur fördern.
Der Erfolg hängt von einem ganzheitlichen Ansatz ab: Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, Technologie soll unterstützen – nicht die Arbeitslast erhöhen. Die Frage verschiebt sich von ob KI eingesetzt wird hin zu wie sie nachhaltig integriert werden kann.
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