Intervallfasten, Studien

Intervallfasten: Neue Studien entzaubern Wundermittel für Wechseljahre

19.03.2026 - 00:00:21 | boerse-global.de

Intervallfasten hilft Frauen in den Wechseljahren laut Cochrane-Report nicht automatisch beim Abnehmen, kann aber über Hormone wie Asprosin und Insulin Stoffwechselprozesse positiv beeinflussen.

Intervallfasten: Neue Studien entzaubern Wundermittel für Wechseljahre - Foto: über boerse-global.de
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Intervallfasten hilft Frauen in den Wechseljahren nicht automatisch beim Abnehmen. Das zeigt eine aktuelle Übersichtsarbeit der Cochrane-Organisation. Gleichzeitig identifizieren neue Studien jedoch hormonelle Vorteile der Essenspausen – sie könnten Schlüssel zur Linderung von Beschwerden sein.

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Asprosin: Hormon hält Gewicht stabil

Forscher der University of California, Irvine, brachten im März neues Licht in den Stoffwechsel. Sie analysierten Daten von über 4000 Frauen und fanden einen Zusammenhang zwischen dem Hormon Asprosin und der Gewichtsentwicklung nach der Menopause.

Asprosin wird in Fastenphasen vom Fettgewebe ausgeschüttet. Die Studie zeigt: Höhere natürliche Werte dieses Hormons korrelieren bei gesunden Frauen mit geringerer Gewichtszunahme. Die Forscher sehen darin einen biologischen Erklärungsansatz. Warum wirken Essenspausen? Sie aktivieren offenbar genau diese hormonellen Pfade.

Insulin als Treiber für Hitzewallungen

Eine kanadische Studie rückt einen weiteren Stoffwechsel-Faktor in den Fokus: Insulin. Forscherinnen der University of Victoria fanden heraus, dass der Insulinspiegel mit 47 Jahren vorhersagt, wie stark und lange Hitzewallungen auftreten.

Höhere Werte bedeuten frühere und länger anhaltende Beschwerden. Da Intervallfasten den Insulinspiegel senken kann, eröffnet sich hier ein indirekter Ansatzpunkt. Können gezielte Essenspausen also die gefürchteten vasomotorischen Symptome mildern? Die Daten legen diesen Schluss nahe.

Cochrane-Report: Kein Vorteil beim Abnehmen

Trotz der hormonellen Hoffnungsträger kommt der große Realitätscheck von Cochrane. Eine Übersichtsarbeit von Mitte Februar analysierte 22 Studien mit knapp 2000 Teilnehmern. Das Ergebnis entzaubert das Fasten als reine Abnehm-Methode.

Im Vergleich zu herkömmlichen Diäten zeigte Intervallfasten keinen oder nur minimal besseren Gewichtsverlust. Auch die Lebensqualität verbesserte sich nicht signifikant. „Die Wirksamkeit kann nicht mit Sicherheit beurteilt werden“, kommentiert Jörg Meerpohl von Cochrane Deutschland die unsichere Studienlage.

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Paradigmenwechsel: Fasten als Werkzeug, nicht als Diät

Die neuen Erkenntnisse führen zu einem umdenken. Der entscheidende Tipp lautet nicht mehr: Hungern nach der Uhr. Stattdessen sollte Intervallfasten als präzises Instrument zur metabolischen Pflege betrachtet werden.

Essenspausen können den Insulinspiegel regulieren und so Hitzewallungen vorbeugen. Sie könnten über Hormone wie Asprosin die langfristige Gewichtsstabilität unterstützen. Doch der Cochrane-Bericht macht deutlich: Die Qualität der Nahrung in den Essensfenstern ist entscheidend. Extreme Restriktion riskiert Nährstoffmangel und belastet den sensiblen Stoffwechsel.

Personalisierte Ernährung als Zukunft

Die Forschung wird sich künftig stärker auf individuelle Lösungen konzentrieren. Biomarker wie Asprosin könnten helfen vorherzusagen, welche Frauen besonders von Fasten profitieren. Statt starrer 16:8-Regeln dürften flexible, an die hormonelle Phase angepasste Rhythmen in den Vordergrund rücken.

Intervallfasten verliert so seinen Status als universelle Modediät. Es etabliert sich stattdessen als ein spezifisches Werkzeug – integriert in ein ganzheitliches Konzept aus Bewegung, Stressmanagement und optimaler Nährstoffversorgung.

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