Immobilienpreise, Bestand

Immobilienpreise ziehen wieder an – vor allem für Bestand

11.03.2026 - 04:31:27 | boerse-global.de

Der deutsche Immobilienmarkt zeigt erste Erholungssignale mit steigenden Preisen für Bestandswohnungen, während der Neubau weiterhin unter Druck steht. Experten erwarten moderate Preissteigerungen in den kommenden Jahren.

Immobilienpreise ziehen wieder an – vor allem für Bestand - Foto: über boerse-global.de
Immobilienpreise ziehen wieder an – vor allem für Bestand - Foto: über boerse-global.de

Der deutsche Immobilienmarkt zeigt klare Anzeichen einer Stabilisierung. Aktuelle Daten belegen leichte Preisaufschläge, besonders bei Eigentumswohnungen. Experten warnen jedoch: Flächendeckende Schnäppchen wird es nicht geben.

Bestandswohnungen legen zu, Neubauten geben nach

Der Europace Hauspreisindex (EPX) für Februar zeigt ein gespaltenes Bild. Während Eigentumswohnungen im Monatsvergleich um 0,27 Prozent teurer wurden, verloren neu gebaute Ein- und Zweifamilienhäuser 0,33 Prozent an Wert. Bestehende Häuser blieben nahezu stabil.

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Das Wachstum kommt also vor allem aus dem Bestandssegment. „Wer auf breite Preisrückgänge spekuliert, wartet vergeblich“, so Marktbeobachter von Europace. Das Umfeld sei fordernd, aber durch die Zinsentwicklung berechenbarer geworden.

Warum der Neubau schwächelt

Hohe Baukosten und strenge energetische Vorgaben machen Neubauprojekte teuer. Angesichts der Kaufzurückhaltung müssen Bauträger daher teilweise Preiszugeständnisse machen, um überhaupt zu verkaufen. Gleichzeitig drängt die anhaltende Wohnungsknappheit viele Interessenten in den Bestandsmarkt.

Dort entscheidet immer häufiger die Energiebilanz über den Preis. „Energetisch sanierungsbedürftige Häuser müssen deutliche Abschläge hinnehmen“, betonen Analysten der Value AG. Modernisierte Objekte erzielen dagegen Höchstpreise, weil Käufer die Kosten einer Nachsanierung scheuen.

Prognose: Drei Prozent Plus pro Jahr bis 2028

Eine Reuters-Umfrage unter zwölf Branchenanalysten untermauert den Trend. Sie prognostizieren für dieses Jahr eine durchschnittliche Preissteigerung von 3,3 Prozent. Für 2027 und 2028 werden jeweils weitere drei Prozent Plus erwartet.

Diese Steigerungen liegen deutlich über der erwarteten Inflation von rund zwei Prozent. „Die Erschwinglichkeit von Wohneigentum bleibt ein zentrales Problem“, warnt ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski. Für viele Erstkäufer werde sich die Situation weiter verschlechtern – ihr Durchschnittsalter steige.

München vs. Land: Die regionale Schere klafft auseinander

Die geografische Lage treibt die Preisschere weiter auseinander. In Metropolen wie München, Berlin oder Frankfurt trifft hohe Nachfrage auf knappes Angebot. Quadratmeterpreise liegen hier oft mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt von über 3.200 Euro.

In strukturschwachen ländlichen Regionen dagegen stagnieren die Preise oder fallen sogar. Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sehen das Gefälle weiter wachsen. Für Käufer bieten oft gut angebundene Speckgürtel das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Teures Bauen, teures Wohnen – ein Dilemma

Der dramatische Einbruch der Neubautätigkeit hat ein massives Angebotsdefizit geschaffen. Das entlädt sich nun in steigenden Preisen. Da der Eigentumserwerb für viele unerschwinglich ist, wächst der Druck auf den Mietmarkt.

Analysten erwarten, dass die Mieten aufgrund der Wohnungsknappheit sogar schneller steigen könnten als die Kaufpreise. Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins zwar stabilisiert, doch eine Rückkehr zur Nullzinspolitik schließen Beobachter aus. Baugeld bleibt also teuer.

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