Immobilienpreise stiegen 2025 um vier Prozent
14.02.2026 - 13:02:12Der deutsche Immobilienmarkt zeigt sich erholt. Nach aktuellen Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) stiegen die Preise für Wohnimmobilien im Gesamtjahr 2025 um 4,0 Prozent. Damit setzte sich die Erholung vom schwachen Vorjahr fort. Doch der Jahresstart 2026 brachte einen kleinen Dämpfer.
vdp-Index: Deutliche Erholung im vergangenen Jahr
Der vdp-Immobilienpreisindex verzeichnete für 2025 ein klares Plus. Besonders stark zogen Mehrfamilienhäuser mit einem Preisanstieg von 5,3 Prozent an. Selbst genutztes Wohneigentum – also Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser – verteuerte sich um 3,0 Prozent.
„Der Markt hat seine Erholungsphase fortgesetzt“, sagte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Die Dynamik bleibe aber geringer als in der früheren Niedrigzinsphase. Das vierte Quartal 2025 legte nochmals um 1,0 Prozent zum Vorquartal zu.
Mieten in Großstädten steigen weiter
Parallel zu den Kaufpreisen ziehen die Mieten an. In den sieben größten deutschen Metropolen stiegen die Neuvertragsmieten im Schnitt um 3,5 Prozent. Die Spanne reichte von 2,0 Prozent in Stuttgart bis zu 5,0 Prozent in Frankfurt am Main.
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Die Ursache ist bekannt: Der Wohnraum bleibt knapp. Weil Neubauprojekte hinter dem Bedarf zurückbleiben, weichen viele potenzielle Käufer auf den Mietmarkt aus. Das erhöht den Druck auf die Mietpreise.
Januar-Daten zeigen leichten Rücksetzer
Trotz der positiven Jahresbilanz startete 2026 verhalten. Aktuelle Daten des Europace Hauspreisindex (EPX) für Januar zeigen leichte Preisrückgänge in allen Segmenten – sowohl bei Bestandsimmobilien als auch bei Neubauten.
Analysten werten dies nicht als Trendwende, sondern als marktübliche Volatilität. Die Preise verharren auf hohem Niveau. Besonders energieeffiziente Objekte (Klasse A+/A) kosten deutlich mehr als unsanierter Altbestand.
Was treibt den Markt an?
Zwei Faktoren prägen die aktuelle Lage:
* Die Zinsen: Die EZB senkte den Leitzins bis Mitte 2025 auf 2,0 Prozent. Das verbesserte die Finanzierungskonditionen, liegt aber weit über dem Niveau der Nullzins-Ära.
* Die Regulierung: Die Diskussion um Mietpreisbremse und Sanierungspflichten verunsichert Investoren. Gleichzeitig lenkt sie Kapital in energieeffiziente Neubauten.
Der Markt spaltet sich zunehmend: Moderne, energieeffiziente Immobilien in Top-Lagen verzeichnen Wertzuwächse. Unsanierter Altbestand in schwächeren Lagen kämpft mit Stagnation oder Preisabschlägen.
Knappheit bleibt der zentrale Preistreiber
Für 2026 rechnen Experten trotz des holprigen Starts mit weiter steigenden Preisen. Der Grund ist die anhaltende Diskrepanz zwischen hoher Nachfrage und geringem Neubau.
Der vdp erwartet auch im laufenden Jahr Preiszuwächse bei Wohnimmobilien. „Schnäppchen“ werden rar bleiben. Der Fokus der Käufer verschiebt sich noch stärker auf die energetische Qualität einer Immobilie. In den Metropolen bleibt die Konkurrenz hart, in B- und C-Lagen könnten sich stabilere Einstiegschancen bieten.
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