Immobilienpreise steigen wieder deutlich
18.02.2026 - 04:41:11Die Preise für Wohneigentum in Deutschland ziehen kräftig an. Nach einer Phase der Stagnation bestätigen aktuelle Daten eine Trendwende, die besonders in den Metropolen spürbar ist. Käufer müssen wieder deutlich tiefer in die Tasche greifen.
vdp und Helaba bestätigen Aufwärtstrend
Neue Auswertungen des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zeigen einen signifikanten Anstieg. Im vierten Quartal 2025 lagen die Preise für Wohnimmobilien bundesweit 4,2 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Ein Bericht der Helaba Bank untermauert diesen Trend: Die Preissteigerungen setzen sich fort, wobei Mieten und Mehrfamilienhäuser besonders kräftig zulegen.
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Diese Entwicklung markiert das Ende der Preiskorrekturen und signalisiert eine neue Dynamik. Die Phase der Kaufzurückhaltung scheint überwunden.
Metropolen heizen den Markt an
In den sieben größten deutschen Städten fällt der Anstieg überdurchschnittlich aus. Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart verzeichneten laut vdp einen Preisanstieg von 4,7 Prozent. Spitzenreiter ist Frankfurt am Main mit einem Plus von 5,7 Prozent.
Das ImmoScout24 WohnBarometer zeigt für Berlin die stärkste Dynamik bei Eigentumswohnungen:
* Bestandswohnungen in der Hauptstadt legten im Jahresvergleich um 5,2 Prozent zu.
* Bei Neubauwohnungen gehört Berlin mit einem quartalsweisen Zuwachs von 2,2 Prozent zur Spitzengruppe.
Die ungebrochene Anziehungskraft der Großstädte konzentriert die Nachfrage, während das Interesse an ländlichen Regionen nachlässt.
Flächendeckende Zuwächse als starkes Signal
Ein bemerkenswertes Signal ist die Breite der Steigerungen. Erstmals seit 2020 stiegen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen innerhalb eines Quartals in allen acht von ImmoScout24 beobachteten Metropolen. Diese flächendeckende Entwicklung deutet auf eine nachhaltige Stabilisierung hin.
Der Trend setzt sich im neuen Jahr fort. Der Interhyp-Immobilienpreisindex verzeichnete für Januar 2026 deutschlandweit steigende Preise. München und Stuttgart stachen mit einem Monatsplus von 1,1 Prozent besonders hervor.
Wohnungsmangel bleibt der zentrale Preistreiber
Die fundamentalen Ursachen für den Anstieg bleiben unverändert: Ein knappes Angebot trifft auf hohe Nachfrage. Analysten der Helaba sehen die Urbanisierung und das Bevölkerungswachstum als Hauptgründe für die anhaltende Wohnungsknappheit in den Metropolen.
Gleichzeitig dämpfen hohe Baukosten und das gestiegene Zinsniveau die Bautätigkeit. Der Neubau kommt nicht hinterher. Der vdp fordert daher politische Impulse, um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum 2026 zur Priorität zu machen.
Was bedeutet das für Kaufinteressenten?
Experten rechnen für 2026 mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends. Prognostiziert werden weitere Preissteigerungen von zwei bis vier Prozent. Die Phase deutlich sinkender Kaufpreise ist vorbei.
Für Kaufinteressenten bleiben die Anforderungen hoch. Die Finanzierungszinsen haben sich zwar stabilisiert, liegen aber deutlich über dem Niveau der Niedrigzinsphase. Der Traum vom Eigenheim erfordert in diesem anspruchsvollen Marktumfeld nach wie vor ein beträchtliches Eigenkapital.
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