Immobilienpreise steigen erstmals seit 2022 wieder
27.03.2026 - 00:00:27 | boerse-global.deDeutsche Wohnimmobilien haben 2025 erstmals seit drei Jahren wieder an Wert gewonnen. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Preise im Jahresverlauf um durchschnittlich 3,2 Prozent. Damit endet die Abwärtsspirale der Jahre 2023 und 2024.
Fünfter Quartalsanstieg in Folge
Die Talsohle scheint durchschritten. Im vierten Quartal 2025 lagen die Preise für Häuser und Wohnungen bereits 3,0 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das ist der fünfte Quartalsanstieg in Folge. Gegenüber dem dritten Quartal 2025 gab es ein minimales Plus von 0,1 Prozent.
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Der jährliche Anstieg markiert einen klaren Wendepunkt. 2023 waren die Preise noch um 8,4 Prozent gefallen, 2024 um 1,5 Prozent. Analysten führen die Erholung auf stabile Bauzinsen zwischen 3,5 und 4,0 Prozent zurück. Zudem stützt der anhaltende Neubaumangel die Preise im Bestand.
Ländliche Regionen legen überraschend stark zu
Die regionalen Unterschiede sind deutlich. Überraschend dynamisch zeigten sich zuletzt ländliche Kreise. Dort stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im vierten Quartal um 5,4 Prozent. Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich um 3,2 Prozent.
In den sieben Top-Metropolen fiel das Plus mit 2,1 Prozent moderater aus. Grund ist das bereits sehr hohe Preisniveau. In anderen kreisfreien Großstädten legten die Preise hingegen um 4,8 Prozent zu – ein Zeichen für die Attraktivität von B-Standorten.
Jahresstart 2026 zeigt uneinheitliches Bild
Die Erholung verläuft nicht linear. Aktuelle Daten für das erste Quartal 2026 zeigen ein gemischtes Bild. Der Europace Hauspreisindex verzeichnete im Februar leichte Schwankungen: Eigentumswohnungen legten um 0,27 Prozent zu, Neubauhäuser gaben um 0,33 Prozent nach.
Auch regionale Unterschiede bleiben bestehen. Während München und Berlin im Februar Zuwächse von über einem Prozent meldeten, gab es in Leipzig oder Köln leichte Rückschläge. Käufer agieren vorsichtiger und achten verstärkt auf die energetische Qualität.
Mieten und Energieeffizienz treiben den Markt
Was steckt hinter der Trendwende? Ein wesentlicher Treiber ist der angespannte Mietmarkt. Neuvertragsmieten stiegen 2025 in vielen Städten um über 5 Prozent. Für viele wird der Kauf trotz höherer Zinsen wieder attraktiver.
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Zudem gewinnt der energetische Zustand massiv an Bedeutung. Der Preisunterschied zwischen Energieeffizienzklasse A und Klasse E kann mehrere hundert Euro pro Quadratmeter betragen. Dieser Faktor beeinflusst die Preisfindung immer stärker.
Moderates Wachstum als neuer Normalzustand
Für 2026 erwarten Experten eine Fortsetzung des moderaten Aufwärtstrends. Eine Rückkehr zu den zweistelligen Wachstumsraten der Boomjahre gilt jedoch als unwahrscheinlich. Stattdessen etabliere sich ein „New Normal“ mit stabilen Zinsen und langsamen Preissteigerungen.
Das knappe Angebot bleibt ein Preistreiber. Die Fertigstellungszahlen werden 2026 voraussichtlich erneut hinter dem Bedarf zurückbleiben. Potenzielle Risiken sieht die Branche vor allem in geopolitischen Spannungen, die die Zinspolitik beeinflussen könnten.
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