Immobilienpreise, Preise

Immobilienpreise steigen 2026 weiter an

14.02.2026 - 02:09:12

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland stiegen 2025 doppelt so stark wie im Vorjahr. Experten erwarten eine Fortsetzung des Trends mit besonderer Dynamik bei Mehrfamilienhäusern und in Großstädten.

Deutsche Wohnimmobilien verteuern sich im Schnitt um 4,2 Prozent. Das zeigt eine neue Analyse des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) für das vergangene Jahr. Der Anstieg fiel damit doppelt so stark aus wie im Vorjahr. Experten rechnen damit, dass sich der Trend 2026 fortsetzt – mit Folgen für Käufer und Mieter.

Preissprung bei Mehrfamilienhäusern am stärksten

Die Zahlen des VDP offenbaren deutliche Unterschiede zwischen den Immobilientypen. Besonders kräftig legten die Preise für Mehrfamilienhäuser zu: plus 5,3 Prozent. Selbst genutztes Wohneigentum, also Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, wurde im Schnitt 3,0 Prozent teurer.

In den sieben größten Metropolen – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf – stiegen die Preise sogar um 4,7 Prozent. Damit bleibt die Lage in den Ballungsräumen besonders angespannt.

Doch gibt es auch leichte Dämpfer: Der Europace-Hauspreisindex verzeichnete im Januar den zweiten monatlichen Rückgang in Folge. Alle Segmente, auch Neubauten, wurden etwas günstiger. Analysten sehen darin aber keine Trendwende, sondern eine kurze Atempause. Der Haupttreiber bleibt: zu wenig Wohnraum.

Bauzinsen: Die neue Normalität bei 3,5 bis 4,0 Prozent

Die Finanzierungskosten haben sich stabilisiert. Seit die EZB ihre Leitzinsen nicht mehr erhöht, pendeln die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen zwischen 3,5 und 4,0 Prozent. Diese „neue Normalität“ hat die Nachfrage wieder belebt.

Doch wie geht es weiter? Ein Expertenpanel von Interhyp sagt:
* Kurzfristig: Zinsen bewegen sich seitwärts.
* Mittelfristig: Zwei Drittel der Befragten erwarten einen Anstieg zurück auf 4 Prozent oder mehr.

Gründe sind die steigende Staatsverschuldung und geplante neue Anleihen der Bundesregierung. Beides engt den Spielraum für sinkende Hypothekenzinsen ein.

Energieeffizienz wird zum Preistreiber Nummer eins

Neben der Lage wird ein Faktor immer entscheidender: der energetische Zustand. Die Anforderungen der EU-Gebäuderichtlinie wirken sich direkt auf die Preise aus.

  • Höhere Preise: Immobilien mit Energieklasse A erzielen deutliche Aufschläge.
  • Abschläge: Unsanierte Objekte (z.B. Klasse D) müssen mit Preisabschlägen von mehreren hundert Euro pro Quadratmeter rechnen.

Käufer kalkulieren die künftigen Sanierungskosten bereits heute in ihr Budget ein.

Politik fordert „Bau-Turbo“ für neuen Wohnraum

Hinter den steigenden Preisen steckt ein simples Ungleichgewicht: Die Nachfrage übertrifft das Angebot bei Weitem. Der Neubau kommt nicht hinterher.

VDP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt fordert deshalb, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums zur Top-Priorität zu machen. Initiativen wie der „Bau-Turbo“ der Bundesregierung seien richtig. Sie könnten durch staatliche Bürgschaften noch verstärkt werden.

Auch der Mietmarkt bleibt angespannt. Die Neuvertragsmieten stiegen im Bundesschnitt um 3,5 Prozent.

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Ausblick: Moderates Wachstum, mehr Fokus auf Qualität

Was bedeutet das alles für 2026? Die meisten Prognosen sehen ein moderates, aber stabiles Preiswachstum von 3 bis 3,5 Prozent für selbstgenutzte Immobilien voraus. Der Markt normalisiert sich nach den Turbulenzen der Vorjahre.

Für Anleger verschiebt sich der Fokus: Spektakuläre Renditen sind vorbei. Entscheidend wird die Qualität – also eine top Lage, ein guter Zustand und eine hohe Energieeffizienz. Die Weichen stellen nun die Bautätigkeit, die Zinspolitik und die Sanierungsvorgaben.

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