Hedonischer Hunger: Warum wir essen, obwohl wir satt sind
19.02.2026 - 07:09:12 | boerse-global.deEine neue medizinische Analyse warnt vor den dramatischen Folgen des hedonischen Hungers. Dieses Phänomen treibt laut Experten die Zunahme von Übergewicht und Folgeerkrankungen voran.
Was ist hedonischer Hunger?
Hedonischer Hunger beschreibt das Verlangen, aus purem Genuss zu essen – selbst ohne körperliches Bedürfnis. Im Gegensatz zum überlebenswichtigen, homöostatischen Hunger wird er durch externe Reize ausgelöst:
* Der Anblick oder Geruch von besonders schmackhaften Lebensmitteln
* Die bloße Vorstellung von Essen
Dieses Verhalten zielt meist auf Nahrungsmittel ab, die reich an Zucker, Fett und Salz sind. Das Belohnungssystem im Gehirn wird aktiviert und überstimmt die natürlichen Sättigungssignale des Körpers.
Das Gehirn im Belohnungsrausch
Die neurologischen Grundlagen sind tief im Gehirn verankert. Der Neurotransmitter Dopamin spielt die Schlüsselrolle:
* Erste Dopamin-Ausschüttung erfolgt bereits beim Schmecken im Mund
* Eine zweite Freisetzung sollte folgen, wenn die Nahrung den Magen erreicht
Fehlt diese zweite Welle – etwa bei künstlich gesüßten Lebensmitteln ohne Nährwert – kann das zu fortgesetztem Essen führen. Auch das „Hungerhormon“ Ghrelin ist beteiligt: Sein Spiegel steigt Studien zufolge nicht nur bei physischem, sondern auch bei hedonischem Hunger.
Die moderne Gesellschaft als Brandbeschleuniger
Unsere Lebensweise fördert hedonisches Essverhalten massiv. Die ständige Verfügbarkeit von preiswerten, hochkalorischen und geschmacklich optimierten Lebensmitteln schafft eine perfekte Umgebung dafür.
Gleichzeitig dienen diese Lebensmittel vielen als Mittel zur Stimmungsaufhellung und zum Stressabbau. Die aktuelle Analyse betont: Stress und Schlafmangel in Kombination mit einfachem Zugang über Lieferdienste machen emotionales Essen zur einfachsten Belohnung.
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Neubewertung von Übergewicht erforderlich
Die Erkenntnisse untermauern eine Forderung von Experten: Adipositas sollte nicht länger als reines Lifestyle-Problem betrachtet werden. Stattdessen handelt es sich um eine komplexe, chronische Erkrankung mit neurobiologischen Ursachen.
Diese Perspektive erklärt, warum viele Menschen trotz Bewusstsein für gesunde Ernährung ihr Gewicht nicht kontrollieren können. Interessant: Hedonischer Hunger korreliert nicht zwangsläufig mit dem BMI, sondern stark mit emotionalem Essverhalten.
Neue Wege in Therapie und Prävention
Das wachsende Wissen eröffnet innovative Ansätze. Statt sich ausschließlich auf Kalorienzählen zu konzentrieren, könnten künftige Interventionen anders ansetzen:
* Verhaltenstherapien mit alternativen Stressbewältigungsstrategien
* Ernährungsformen, die das Sättigungsgefühl stärker unterstützen
* Modulation der Gehirnreaktion auf Essensreize
Einige Studien deuten an, dass kohlenhydratarme Diäten hedonisches Verlangen effektiver reduzieren könnten als fettarme Alternativen. Die weitere Erforschung des Zusammenspiels von Gehirn, Hormonen und Umwelt wird entscheidend sein, um der Adipositas-Welle zu begegnen.
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