Gürtelrose-Impfung schützt massiv Herz und Gehirn
20.03.2026 - 01:30:42 | boerse-global.deEine Gürtelrose-Impfung senkt das Risiko für schwere Herzprobleme bei Risikopatienten fast um die Hälfte. Das belegt eine aktuelle US-Studie, die diese Woche veröffentlicht wurde. Die Forscher sehen in dem Vakzin ein mächtiges neues Werkzeug zum Schutz von Herz und Gehirn.
Risiko für Herzinfarkt sinkt um ein Drittel
Für die Studie analysierte ein Team der University of California, Riverside die Daten von über 246.000 US-Erwachsenen mit einer bestehenden Herzerkrankung. Sie verglichen Geimpfte mit Ungeimpften.
Die Ergebnisse sind deutlich: In den ersten zwölf Monaten nach der Impfung sank das Risiko für ein schweres Herz-Kreislauf-Ereignis um 46 Prozent. Die Gefahr eines Herzinfarkts verringerte sich um 32 Prozent, das Schlaganfallrisiko um 25 Prozent. Sogar die Gesamtsterblichkeit fiel in der geimpften Gruppe um zwei Drittel.
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So wirkt der Impfstoff im Körper
Der Schlüssel zum Verständnis liegt im Virus selbst. Der Erreger der Windpocken und späteren Gürtelrose kann im Körper schlummern. Bei einer Reaktivierung im Alter begünstigt er die Bildung gefährlicher Blutgerinnsel in der Nähe von Herz und Gehirn.
„Die festgestellte Risikoreduktion ist vergleichbar mit den Vorteilen einer Raucherentwöhnung“, sagt Studienleiter Robert Nguyen. Die Impfung verhindert den Ausbruch der Gürtelrose – und damit auch diese gefährliche Nebenwirkung auf das Gefäßsystem.
Ein Schutzwall für das Gehirn
Die positiven Effekte beschränken sich nicht auf das Herz. Der belegte Rückgang von Schlaganfällen zeigt den direkten Nutzen für die Gehirngesundheit. Schlaganfälle sind eine Hauptursache für vaskuläre Demenz.
Diese neuen Daten bestätigen frühere Erkenntnisse: Studien aus dem vergangenen Jahr zeigten bereits, dass die Impfung das Risiko für diese Form der Demenz um bis zu 50 Prozent senken kann. Der Impfstoff entwickelt sich so von einer reinen Infektionsprophylaxe zu einer ganzheitlichen Schutzmaßnahme für ältere Erwachsene.
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Studie fokussiert erstmals Hochrisikopatienten
Bereits 2025 sorgte eine südkoreanische Studie mit über einer Million Teilnehmern für Aufsehen. Sie wies für die Allgemeinbevölkerung eine 23-prozentige Risikoreduktion nach, die bis zu acht Jahre anhalten kann.
Der Clou der neuen US-Daten: Sie konzentrieren sich erstmals auf die Hochrisikogruppe – Menschen, deren Gefäße bereits durch Ablagerungen vorgeschädigt sind. Genau für sie ist der Schutzeffekt am größten. Die Langzeitwirkung über das erste Jahr hinaus muss noch genauer erforscht werden.
Wird die Impfempfehlung jetzt ausgeweitet?
Die offizielle Vorstellung der Ergebnisse auf der großen Kardiologie-Konferenz ACC.26 Ende März dürfte die Diskussion befeuern. Experten erwarten, dass Hausärzte und Kardiologen die Impfung künftig viel aktiver empfehlen werden – besonders bei Patienten mit Vorerkrankungen.
Gesundheitsbehörden stehen vor der Frage: Müssen Aufklärungskampagnen angepasst werden, um diesen doppelten Schutz für Herz und Gehirn stärker zu betonen? Die Forschung wird nun versuchen, die genauen zellulären Mechanismen weiter zu entschlüsseln.
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