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GOFAR Campus Day: Frankreichs Bauern von morgen lernen mit Robotern

06.02.2026 - 01:03:12

Die Global Organization For Agricultural Robotics startet in Toulouse eine nationale Bildungsinitiative mit Live-Demos, um die nächste Generation für Robotik in der Landwirtschaft zu begeistern und Qualifikationslücken zu schließen.

GOFAR startet in Toulouse eine nationale Bildungsinitiative für landwirtschaftliche Robotik, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen und nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.

Die Zukunft der Landwirtschaft fährt autonom. Um die nächste Generation von Landwirten und Technikern darauf vorzubereiten, startete heute in Toulouse der erste GOFAR Campus Day. Die Veranstaltung auf dem Lehrbauernhof der Cité Sciences Vertes in Auzeville-Tolosane ist der Auftakt einer landesweiten Bildungsinitiative, die Schüler, Lehrer und Berufsbildner mit der Robotik vertraut macht, die den Ackerbau revolutionieren soll. Ziel ist es, die Lücke zwischen Hightech und Ausbildung zu schließen.

Strategische Allianz für die Landwirtschaft 4.0

Hinter dem Campus Day steht eine strategische Partnerschaft zwischen der Global Organization For Agricultural Robotics (GOFAR) und dem französischen Konsortium Agrobiopôle. Dieses Bündnis vereint die Kompetenzen führender Einrichtungen wie der Cité Sciences Vertes, der ENSFEA, AgroToulouse und des nationalen Forschungsinstituts INRAE. Der Standort im Technologiepark Toulouse Sud-Est symbolisiert die Verbindung von landwirtschaftlicher Tradition und technologischem Fortschritt.

Die Teilnehmer erwartet ein praxisnahes Programm: In Workshops und Live-Demonstrationen auf dem Feld können sie autonome Traktoren und Drohnen erleben und mit Herstellern diskutieren. Der Fokus liegt auf konkreten Anwendungen in für Frankreich typischen Bereichen wie Weinbau, Obstplantagen und Gemüseanbau. Diese direkte Begegnung soll Berührungsängste abbauen und den praktischen Nutzen der Automatisierung verdeutlichen.

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Live-Demos: Roboter erobern den Weinberg

Ein Höhepunkt sind Vorführungen neuester Robotertechnik. Branchengrößen wie New Holland präsentieren hier ihre Innovationen. Gezeigt wird etwa die autonome Plattform R4, die speziell für Sonderkulturen wie Weinberge entwickelt wurde. Die erstmals auf der Agritechnica 2025 vorgestellten Roboter – es gibt hybride und vollelektrische Modelle – übernehmen repetitive Aufgaben wie Mähen und Bodenbearbeitung.

Ausgestattet mit GPS, LiDAR und Kameras arbeiten die Maschinen präzise und schonend. Elektroantriebe und Gummiketten, die den Boden verdichtungsarm befahren, stehen für den Trend zu nachhaltigerer Landwirtschaft. Für die Schüler bietet sich so ein realistischer Blick auf die Technik, die bald zum Berufsalltag gehören wird – eine Antwort auf Fachkräftemangel und Umweltauflagen.

GOFAR Tour 2026: Vom Prototypen zur globalen Lösung

Der Campus Day ist Teil der größeren GOFAR Tour 2026. Nach einem Jahrzehnt, in dem GOFAR mit der Messe FIRA das Ökosystem förderte, geht die Organisation nun direkt zu den Landwirten und Auszubildenden. Die Tour startete diese Woche in Toulouse und wird mit weiteren Events in Spanien, Nordamerika und den Niederlanden fortgesetzt.

Diese Strategieanpassung spiegelt die Reifung des Marktes wider: Was einst Prototyp war, sind heute einsatzfähige Lösungen. GOFAR schafft Plattformen für den direkten Dialog zwischen Entwicklern und Anwendern, um Hürden abzubauen, Feedback einzuholen und die Integration in die betriebliche Praxis voranzutreiben.

Analyse: Bildung als Schlüssel gegen den Fachkräftemangel

Die Initiative kommt zur rechten Zeit. Der europäische Agrarsektor steht unter Druck: Arbeitskräftemangel, steigende Kosten und der Ruf nach mehr Nachhaltigkeit zwingen zum Umdenken. GOFAR adressiert mit dem Bildungsfokus eine zentrale Schwachstelle – die Qualifikationslücke. Der Erfolg der Robotik hängt nicht nur von der Technik, sondern auch von fähigen Bedienern und Wartungstechnikern ab.

Das französische Modell könnte Schule machen. Indem Robotik fest im Lehrplan verankert wird, wirkt die Landwirtschaft attraktiver auf die digitale Generation. Das Engagement von Herstellern wie New Holland zeigt, dass die Industrie bereit ist, diese neue Berufsgeneration auszurüsten. Es ist eine langfristige Investition in die Wettbewerbsfähigkeit des Agrarsektors.

Ausblick: Globale Roadshow für nachhaltiges Wirtschaften

Nach dem Start in Toulouse geht die GOFAR Tour 2026 weiter. Geplant sind Events, die auf lokale Anbausysteme zugeschnitten sind. Für die Teilnehmer von heute eröffnet sich ein Netzwerk in die Welt der Agrartechnik. Die Tour knüpft ein globales Netzwerk aus Landwirten, Ingenieuren und Studenten. Das Ziel ist klar: Die landwirtschaftliche Robotik soll vom Nischen- zum Standardwerkzeug werden – für eine effizientere und nachhaltigere Landwirtschaft weltweit.

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@ boerse-global.de