Gehirn-Fitness, Kurzes

Gehirn-Fitness: Kurzes Training senkt Demenzrisiko um 25 %

21.02.2026 - 03:18:12 | boerse-global.de

Eine Langzeitstudie belegt, dass gezieltes Geschwindigkeitstraining das Demenzrisiko signifikant senken kann. Das Gehirn bleibt bis ins Alter formbar.

Eine neue Langzeitstudie liefert einen Durchbruch in der Demenzprävention. Ein spezielles, kurzes Gehirntraining kann das Erkrankungsrisiko um ein Viertel senken. Das zeigt eine 20-Jahres-Studie der Johns-Hopkins-Universität mit fast 3.000 Teilnehmern.

Die überraschende Erkenntnis: Nicht klassisches Gedächtnistraining war wirksam, sondern ein spezielles Geschwindigkeitstraining. Teilnehmer, die dieses absolvierten und später Auffrischungssitzungen bekamen, hatten ein um 25 Prozent geringeres Demenzrisiko.

Warum schützt nur das Geschwindigkeitstraining?

Die Studie teilte die Probanden in vier Gruppen. Drei Gruppen trainierten über fünf Wochen jeweils Gedächtnis, Logik oder Verarbeitungsgeschwindigkeit. Eine Gruppe diente als Kontrolle.

Nach bis zu 20 Jahren zeigte sich: Nur das Geschwindigkeitstraining mit späteren Auffrischungen wirkte. Bei diesem Training müssen Nutzer Objekte auf einem Bildschirm unter Zeitdruck identifizieren und gleichzeitig ihr peripheres Sichtfeld beachten.

Experten vermuten, dass diese Übungen grundlegende neuronale Prozesse stärken. Sie optimieren die „Hardware“ des Gehirns für effizientere Informationsverarbeitung – ähnlich wie bei komplexen Alltagssituationen im Straßenverkehr.

Training verändert das Gehirn strukturell

Die Ergebnisse passen zu anderen aktuellen Forschungen. Studien der ETH Zürich belegen: Kognitives Training kann bei Menschen mit leichten Beeinträchtigungen das Volumen wichtiger Gedächtnisregionen im Gehirn vergrößern.

Mittels MRT-Scans beobachteten Forscher, dass der Hippocampus und Thalamus bei Trainierenden wuchsen. Das beweist: Das Gehirn bleibt bis ins hohe Alter formbar und kann durch gezielte Reize gestärkt werden.

Wie trainiert man sein Gehirn im Alltag?

Experten betonen eine abwechslungsreiche Förderung. Neben gezielten Programmen für die Verarbeitungsgeschwindigkeit helfen klassische Methoden:

Rätsel, das Erlernen einer neuen Sprache oder ein Musikinstrument fordern das Gehirn heraus. Besonders wertvoll ist soziale Interaktion durch Gemeinschaftsspiele wie Schach oder Bridge.

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Ein gesunder Lebensstil bildet das Fundament. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und die Kontrolle von Herz-Kreislauf-Risiken wie Bluthochdruck.

Personalisierte Prävention als Zukunft

Die Studie fällt in eine Phase intensiver Demenzforschung. Initiativen wie die Alzheimer Forschung Initiative e.V. fördern derzeit 18 neue Projekte – von molekularen Ursachen bis zur Früherkennung per Smartphone.

Die Zukunft könnte in KI-gestützten, individuellen Trainingsprogrammen liegen. Die klare Botschaft der aktuellen Studie bleibt: Gezieltes, wissenschaftlich erprobtes Training kombiniert mit einem aktiven Leben bietet den besten Schutz für die geistige Fitness.

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