Fingerarthrose: Mit Bewegung und Gelenkschutz gegen den Schmerz
06.02.2026 - 15:16:11Fingerarthrose lässt sich durch aktives Selbstmanagement wirksam behandeln. Das belegen aktuelle Therapiekonzepte, die auf gezielte Bewegung und Alltagshilfen setzen. Millionen Menschen sind von den schmerzhaften Gelenkveränderungen betroffen – doch Schonung ist der falsche Weg.
Gelenkschutz: Den Alltag clever entlasten
Das oberste Ziel ist, die belasteten Fingergelenke zu schonen. Der Trick: Größere und kräftigere Gelenke übernehmen die Arbeit. Tragen Sie schwere Taschen über der Schulter statt in der Hand. Heben Sie Pfannen mit beiden Händen an.
Ergonomische Hilfsmittel erleichtern den Alltag enorm:
* Spezielle Greifhilfen für Gläser
* Aufsätze für Stifte mit dickem Griff
* Schwerlast-Reißverschlussöffner
Ergo- und Physiotherapeuten zeigen, wie belastende Bewegungsmuster durch schonende Alternativen ersetzt werden können. Diese Beratung ist eine wesentliche Säule der Selbsthilfe.
Viele Betroffene unterschätzen, wie viel schon wenige Minuten gezielter Übungen täglich bewirken. Orthopäde Prof. Dr. med. Wessinghage hat 17 einfache 3‑Minuten‑Übungen zusammengestellt, die Muskulatur stärken, Gelenke entlasten und akute Fingerbeschwerden lindern können. Der Gratis‑PDF‑Report erklärt jede Übung Schritt für Schritt und lässt sich problemlos in den Alltag integrieren – ideal bei Arthrose und Steifigkeit. Jetzt 3‑Minuten‑Übungsplan als Gratis‑PDF sichern
Einfache Übungen für bewegliche Finger
Regelmäßige, sanfte Bewegung hält die Gelenke geschmeidig und versorgt den Knorpel mit Nährstoffen. Wichtig: Die Übungen sollten mehrmals täglich und nur schmerzfrei durchgeführt werden. Tritt Schmerz auf, der nicht sofort nachlässt, ist Pause angesagt.
Zu den bewährten Übungen zählen:
* Faust machen: Hand langsam zur lockeren Faust ballen, halten und Finger wieder weit spreizen.
* Fingertippen: Mit der Daumenspitze nacheinander die Spitzen aller anderen Finger berühren.
* Schwamm drücken: Einen weichen Schwamm in warmem Wasser kräftig ausdrücken – die Wärme lindert zusätzlich.
Diese Bewegungen fördern die Beweglichkeit und kräftigen die stabilisierende Muskulatur.
Wärme, Kälte und professionelle Hilfe
Thermische Anwendungen lindern akute Beschwerden. Wärme entspannt bei chronischer Steifheit – etwa durch ein Paraffinbad. Kälte hilft bei akuten Entzündungsschüben mit Schwellungen.
Spezialisierte Handtherapeuten erstellen individuelle Behandlungspläne. Diese umfassen passive Mobilisation, Dehnungen und Beratung. In fortgeschrittenen Fällen können auch spezielle Schienen (Orthesen) Gelenke stabilisieren und entlasten.
Warum Selbstmanagement immer wichtiger wird
Fingerarthrose trifft Frauen etwa zehnmal häufiger als Männer, oft ab dem 40. Lebensjahr. Die Ursachen sind komplex und reichen von erblichen bis zu hormonellen Faktoren.
Lange galt die Erkrankung als unvermeidbare Alterserscheinung. Heute betonen Fachgesellschaften wie die European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) die Bedeutung von Aufklärung und Eigenverantwortung. Der Fokus hat sich von reiner Schonung hin zu einem Mix aus Entlastung und gezielter Bewegung verschoben.
Die Zukunft liegt in der individualisierten Therapie. Sie wird auf Lokalisation, Schweregrad und persönliche Bedürfnisse zugeschnitten. Während die Forschung nach neuen Medikamenten sucht, bleiben Gelenkschutz und Bewegung die tragende Säule. Je früher Betroffene starten, desto besser können sie den Verlauf beeinflussen.
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